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070108_Oury_demonstration_005
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Kommentare für 070108_Oury_demonstration_005 (3)

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  • mazdakmazdakam 31. Dezember 2007 23:15| Du hast diesen Kommentar gemeldet.
    Hallo AndreX,
    vor allem heute ist es wichtiger denn je, sich miteinander gegen uns dividierende meinungen zu stellen und zu schauen, was es ist, was uns da auseinandertreibt...

    möchte noch eine bemerkung loswerden: mag sein, dass es auch afrikaner gibt, die mit drogen handeln. Bei Laye Konde wurde nichts gefunden (mehr infos zu dem fall: http://thevoiceforum.org/pa-B​rechmitteln).

    der vorwurf des drogendealens wird immer gegen afrikaner verwendet und legitimiert vieles, was wir uns nicht erträumen. der brechmitteleinsatz wurde in 2006 vom europäischen gerichtshof für menschenrechte als folter eingestuft und verboten. seit dem darf diese methode in deutschland nicht praktiziert werden, vor allem nicht aus willkür und weil man glaubt, jeder afrikaner hätte drogen runtergeschluckt. tut mir leid, wenn mein ton ein wenig schärfer wird, aber irgendwann hälst du es nicht mehr aus, wenn tod an tod und verbrechen sich an verbrechen reih...

    bei all dem handeln der staatsbeamten werden die rassistischen vorurteile in der gesellschaft bedient und dass die menschen weiter "angst" vor dem fremden bekommen, ist ein nebenprodukt.

    vor kurzem sind in der stadt remscheid 300 polizisten morgens früh in einem flüchtlingsheim marschiert und haben die 25 dort lebenden menschen mit pistolen an die schläfen bedroht und die presse schrieb alles ab, was die staatsanwaltschaft den mitgebrachten journalistInnen sagte (http://thecaravan.org/node/1​400). ein einsatz mit 300 polizisten, mehrere stunden lang, theaterreife vorstellung, um in der nachbarschaft und in der presse die vorurteile zu stärken, und wofür??? nichts wurde gefunden. warum also die ganze show und das verschwendete geld oder aufwand?

    im selben heim starb letztes jahr ein flüchtling (http://de.sevenload.com/bild​er/S1TJ1m6/mohammad-selah-03).​
    ihm wurde der krankenschein verweigert und die medizinische hilfe kam zu spät. weißt du wieviel die staatsanwaltschaft in die untersuchungen investiert hat? 11 monate, doch keiner seiner freunde, die mitkriegten, dass er keinen krankenschein bekam und die selber darum kämpfen müssen, welche zu bekommen - und das in einem hochentwickelten land-, wurde befragt. und weisst du warum, weil in dieser gesellschaft -und nicht nur hier... - es menschen erster und zweiter klasse gibt. und dieses gilt es zu veröffentlichen, damit nicht menschen nachher sagen, dass habe ich nicht gewusst.
    was wir voneinander wollen ist ein kritischer blick auf alles, was uns als wahrheit präsentiert wird, damit wir pfade finden, wie wir aus diesen krisen, die die menschheit schütteln, rausfinden.

    und zuguter letzt ein zitat von eduardo galeano, der nicht nur ein guter fußballkenner ist:

    "Gefahr! Gefahr!" schreien die Gefährlichen.
    Die Macht ernährt sich von Angst.
    Ohne die Dämonen, die sie hervorbringt,
    würde sie die Quelle ihrer Rechtfertigung,
    ihrer Straflosigkeit und ihres Reichtums verlieren.

    [...] Die Angst verwirrt und weicht ab.
    Ohne die Dienste, die die Macht bietet,
    würde das, was offensichtlich ist,
    tatsächlich offensichtlich:
    in Wirklichkeit schaut die Macht sich selbst im Spiegel an
    und erschreckt uns
    mit Geschichten über das, was sie da sieht.

    „Gefahr! Gefahr!“ schreien die Gefährlichen.

    (Eduardo Galeano, Uruguay)
  • hayyamezimhayyamezimam 31. Oktober 2007 01:11| Du hast diesen Kommentar gemeldet.
    etwas menscheit bitte..........
  • AndreXAndreXam 8. Juli 2007 19:55| Du hast diesen Kommentar gemeldet.
    Apartheid ist eine entsetzliche Sache!!! Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind auch in Deutschland durchaus ein Thema! LEIDER! Aber der Afrikaner der wegen dem Brechmitteleinsatz um´s Leben kam war, wenn ich mich richtig erinnere, ein Drogendealer........ da hält sich mein Mitleid dann etwas in Grenzen. Das mag falsch sein, ist aber so. glg, Andre
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  • 7. Januar 2007 - Demoauftakt anlässlich des zweiten Todestages von Oury Jallohs in Dessau.
    Diejenigen, denen die Brutalität des Apartheidregimes bewusst ist, können sich diese Situation nur allzu gut vorstellen: ein schwarzer Menschen ist auf eine Pritsche mit feuerfester Matratze an Händen und Füßen gefesselt. Stunden später ist dieser Mensch tot, sein Leichnam völlig karbonisiert, die oberen Teile seiner Finger komplett weggebrannt. Die offizielle These: Selbstmord.
    Am 7. Januar 2005, ist Oury Jalloh unter genau diesen Umständen in Dessau gestorben. Am selben Tag wurde das Leben eines zweiten Afrikaners von der Polizei ausgelöscht: Layé Konde, der zehn Tage zuvor auf Grund eines gewalttätigen Brechmitteleinsatzes ins Koma gefallen war, verlor sein Leben ebenfalls am 7. Januar 2005. Keiner der verantwortlichen Polizeibeamten ist bisher verurteilt worden.
    • 12.06.07
    • 1.257 Abrufe

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Foto/Bild/Abbildung 070108_Oury_demonstration_005 - Widerstand, Gedenken, Faust, Staatsgewalt, Selbstorganisation.

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