Geschichte
Pützchens Markt ist aus der Wallfahrt zur hl. Adelheid von Vilich hervorgegangen, die der Legende nach um 1000 n. Chr. während einer Zeit großer Dürre auf Gottes Geheiß Volk und Vieh vor dem Verdursten bewahrt haben soll.
Im Verlauf einer Bittprozession auf den Ländereien des Stiftes Vilich, dessen Äbtissin Adelheid war, stieß sie mit ihrem Äbtissinnenstab in den Boden und fand eine Quelle (rheinisch Pütz oder Pützchen). Da Adelheid zu Lebzeiten sich auch der Armen und Kranken angenommen hatte, pilgerte man schon bald nach ihrem Tod zu deren Grab und der Quelle, an denen zahlreiche Wunder geschehen waren.
Da die Pilger verpflegt werden mussten, fanden sich Wirtsleute, Kaufleute und Gaukler ein, die neben der Wallfahrt einen mittelalterlichen Markt, erstmals um 1367 urkundlich erwähnt, entstehen ließen. Zunächst beschränkte sich der Markt auf den Handel mit Plunder (rheinisch Pluute), alten Kleidern und Haushaltswaren, auf dem sogenannten Pluutenmarkt, der sich im Laufe der Jahrhunderte, insbesondere seit Anfang des 18. Jahrhunderts, zu einem modernen Jahrmarkt entwickelte.