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Made in Germany | 80 Jahre Tempo
Läuft geradeNeue FolgeAnfang 1929 meldete der Nürnberger Papierfabrikant Oskar Rosenfelder beim Reichspatentamt in Berlin ein Taschentuch zum Patent an. Sein Clou
Made in Germany | Metro – deutsche Supermärkte in Vietnam
Läuft geradeNeue FolgeHanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon), die beiden Metropolen im Norden und Süden Vietnams, bersten schier vor Vitalität. Eine Aufbruchstimmung hat das noch immer kommunistisch regierte Land erfasst. Und damit wächst eine junge und erfolgshungrige Bevölkerung heran, die einen rasanten Anstieg ihres Pro-Kopf-Einkommens erlebt. Beste Voraussetzungen für Großhändler wie Metro.Seit sechs Jahren ist das deutsche Unternehmen in Vietnam, betreibt inzwischen acht Märkte. 90.000 Restaurantbesitzer, Geschäftsleute und Einzelhändler kaufen inzwischen regelmäßig bei Metro ein. Beliefert wird der Großmarkt von Bauern der Region, und auch sie profitieren vom Engagement der Deutschen. Denn sie werden geschult, ihr Gemüse ohne Pflanzenschutzmittel anzubauen und ihr Verdienst hat sich in vielen Fällen nahezu verdoppelt. Manuela Kasper-Claridge mit einer Reportage aus Ho-Chi-Minh-Stadt und aus Dalat, dem zentralen Bergland Vietnams, aus dem Metro einen Großteil seines Obst und Gemüses bezieht.
Made in Germany | Die Spielzeugmacher Simba Dickie
Läuft geradeNeue FolgeDie Wahrheit zeigt sich auf der Nürnberger Spielwarenmesse - Wie steht es aktuell um die Spielzeugindustrie? Auch der fränkische Spielwarenhersteller, die Simba Dickie Group, fiebert dem wichtigsten Branchenereignis des Jahres entgegen.Das Unternehmen hat in den letzten Jahren viele angeschlagene Konkurrenten eingesammelt - elf Marken muss Inhaber Michael Sieber inzwischen unter einen Hut bringen. Eine Herausforderung. Auf ein Produkt ist das Unternehmen besonders stolz: das Bobby Car ist der Klassiker im Kinderzimmer - 98 Prozent der Deutschen kennen den seit 36 Jahren unveränderten rotweißen Roller. Dabei ändert sich der Markt rasant: nach der Diskussion um die Sicherheit von Billigspielzeug ist vor allem die wichtige chinesische Spielzeugindustrie massiv im Umbruch. Das lässt Michael Sieber auch wieder die Vorteile der deutschen und europäischen Produktion erkennen. Inzwischen gehört die Simba Dickie Group mit mehr als 500 Millionen Euro Umsatz im Jahr zu den fünf größten europäischen Herstellern. Carmen Meyer hat sich bei dem Spielzeugmacher umgesehen.
Läuft geradeNeue FolgeMonika Stärk, Geschäftsführerin des Ostasiatischen Vereins in Hamburg spricht mit MADE IN GERMANY über die Auswirkungen der Finanzkrise auf den asiatischen Wirtschaftraum.
Helme von Uvex: Sicherheit auf der Skipiste
Läuft geradeNeue FolgeDer Skiunfall des thüringischen Ministerpräsidenten Althaus hat es auf tragische Weise gezeigt: Das Wichtigste auf der Piste ist Sicherheit. Tatsächlich ist die Nachfrage nach Skihelmen seit Jahresbeginn rasant gestiegen. Der Umsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Davon profitiert vor allem der fränkische Hersteller Uvex. Er gilt als europäischer Marktführer bei Skihelmen.
Eine Superyacht aus Kunststoff-Waben
Läuft geradeNeue FolgeEine High-Tech-Yacht namens "Container" könnte der Renner werden auf der größten Wassersportmesse der Welt, der "Boot 2009", vom 17.01. bis 25.01. in Düsseldorf. Die Yacht ist der neueste Coup der Firma Schütz aus dem Westerwald. Dabei ist das Unternehmen kein klassischer Bootsbauer, sondern ein Hersteller für Spezialbehälter aus Kunststoffen und Metallen. Da es in der Firma Schütz unter den Mitarbeitern etliche Segelenthusiasten gibt, hat das Unternehmen sich schon vor Jahren an die Herstellung von Yachten gewagt. Mit Erfolg: Beim Admirals-Cup 1993 gewann ein High-Tech Boot aus dem Hause Schütz. Doch was bringt einen Materialbauer dazu, Boote zu entwickeln? Antwort: Das Material! Die neueste Yacht, die "Container", besteht nämlich aus superleichtem Kunststoff. Er wird mit einer speziell für den Airbus A380 entwickelten Wabentechnologie verarbeitet. Das macht das Boot zu einem Leichtgewicht - trotz seiner Länge von 20 Metern. Entwickelt wurde das Material vom Ingenieur Peter Kress. Im Firmensitz von Schütz, im kleinen Städtchen Selters im Westerwald, empfängt er unseren Reporter Holger Trzeczak. Er zeigt ihm die Produktion und nimmt ihn mit zur "Boot 2009".
Läuft geradeNeue FolgeFast 20 Milliarden Euro Umsatz macht die deutsche Möbelindustrie im Jahr. Das Herz der Branche schlägt im beschaulichen Ostwestfalen. Fast 30.000 Menschen der Region arbeiten in der Möbelindustrie, unter anderem bei Nobilia, dem größten deutschen Küchenhersteller. Auch die Möbelindustrie ist inzwischen ein internationales Geschäft. Fast die Hälfte aller produzierten Waren geht ins Ausland: zum Beispiel nach Spanien oder nach Dubai, wo deutsche Hersteller bislang sehr erfolgreich die Inneneinrichtungen von Apartmentanlagen herstellten. Doch die internationale Krise macht auch vor der Möbelbranche nicht halt. Die Aufträge aus dem Ausland werden weniger. Im Inland sieht es bislang nicht so düster aus. Doch wird das auch im Krisenjahr 2009 so bleiben? Unsere Reporterin Marion Hütter will aus Anlass der Internationalen Möbelmesse (19.1. – 25.1. in Köln) herausfinden, wie die Finanzkrise die Möbelindustrie beeinflusst. Sie ist in Ostwestfalen unterwegs und sieht sich zum Beispiel bei Deutschlands größtem Küchenhersteller Nobilia um.
Unsere Weltmeister: Seifenblasen aus dem Allgäu
Läuft geradeNeue FolgeAuf der ganzen Welt blasen Kinder mit Pustefix Seifenblasen in die Luft. Schon seit 60 Jahren stellt der Mittelständler eine streng geheime Mixtur her. Die Schwaben sind Weltmarktführer auf ihrem Gebiet - nicht zuletzt, weil sie sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen. So entwickelte Pustefix zum Beispiel Teddybären, die durch Drücken auf ihren Bauch Seifenblasen produzieren. Die Traditionsfirma behauptet sich sehr erfolgreich gegen die Konkurrenz aus Asien und den USA. Das Unternehmen produziert seit der Gründung im Jahr 1948 im süddeutschen Tübingen. Unser Reporter Miltiades Arsenopulos hat sich vor Ort umgesehen.
Läuft geradeNeue FolgeDer größte Blumenmarkt in Europa ist Deutschland. Und dieser Markt ist hart umkämpft. Noch immer wird er hauptsächlich von Holland aus beliefert. Doch die deutschen Blumenzüchter holen auf. Direkt an der Grenze zu den Niederlanden liegt der Landkreis Kleve. Hier stehen die Gewächshäuser bereits dicht an dicht. In den meisten sprießen Zierpflanzen - allein hier wachsen 10% aller Zierpflanzen in Deutschland. Und auch bei der Vermarktung machen die Deutschen der traditionellen Blumennation Holland Konkurrenz. Zum Beispiel der Großhändler Landgard. Die Genossenschaft von 3000 Gartenbetrieben macht mit Blumen und Pflanzen mehr als 800 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Zur Genossenschaft gehört auch Christian Wans. In seinem Gartenbau-Unternehmen werden jedes Jahr mehr als 4 Millionen Rosen gezüchtet und geschnitten - bevor sie auf der großen Blumenbörse Straelen-Herongen verkauft werden. Dort war auch unsere Reporterin Marion Hütter unterwegs.
Unsere Weltmeister: High-Tech Garn aus dem Allgäu
Läuft geradeNeue FolgeDas Unternehmen Zimmermann liegt am südwestlichsten Zipfel Deutschlands, im Allgäu. Der Betrieb mit seinen 80 Mitarbeitern produziert technische Fäden: Elastische, silberhaltige oder beheizbare Garne. Geschäftsführer Hans-Peter Mauch hat das Unternehmen in den letzten Jahrzehnten erfolgreich positioniert. Eine Herausforderung im besonders konkurrenzstarken Textilmarkt. Der Grund für den Erfolg: Mit elastischen Garnen für Socken oder für die Medizinbranche ist das Unternehmen zum Weltmarktführer aufgestiegen. Außerdem treibt Mauch in seiner Firma die Spezialisierung auf High-Tech-Garne voran: Daraus werden dann beheizbare Ski-Jacken und Verkleidungen für Autos hergestellt. Neuester Clou: silberhaltige Stoffe, die Elektrostrahlen abschirmen. Eine Reportage von Christian Pricelius
Familienunternehmen Wilkhahn: Designerstücke im Büro
Läuft geradeNeue FolgeDie Büromöbel-Branche ist ein Geschäft mit Höhen und Tiefen. Das musste auch der Hersteller für Büromöbel Wilkhahn in seiner 101-jährigen Geschichte immer wieder erfahren. Unorthodoxe Ideen und Methoden halfen dabei, Krisen zu trotzen und die Produktion in Deutschland zu halten. Das Erfolgsrezept: Design statt Masse. Seit dem Jahr 2000 führt Jochen Hahne, der Enkel der Gründer, die Firma. Im Unternehmen legt er besonderen Wert auf maßgefertigte Büroausstattung und Qualität. Da kann ein Bürostuhl auch schon mal 2000 Euro kosten. Damit will der Firmenchef auf dem schwierigen Markt bestehen. Außerdem setzt er im Unternehmen auf Nachhaltigkeit. Zum Beispiel mit einem eigenen Rapsöl-Kraftwerk oder einem ausgeklügelten Recycling-System in der Produktion. Ute Walter hat das Familienunternehmen besucht.
Detroit-Automesse: Diesel goes America
Läuft geradeNeue FolgeDieselmotoren sind gegenüber Benzinmotoren um rund ein Viertel effizienter. Das heißt: sie verbrauchen erheblich weniger Kraftstoff. Trotzdem fahren auf US-amerikanischen Straßen vor allem Benziner. Nur rund drei Prozent der Pkws dort sind Diesel, im Gegensatz zu Deutschland, wo jeder zweite Motor ein Diesel-Motor ist. Die Amerikaner hatten bislang schlicht keinen Anreiz, sich nach verbrauchsärmeren Varianten umzuschauen: Benzin ist billig, Diesel kostet deutlich mehr und genießt keinen Steuervorteil wie in Deutschland. Hinzu kommt, dass Autobauer wie GM ihre Flotte nur sehr langsam umstellen können. Grund: Dieselmotoren mit Partikelfilter sind in der Herstellung fast doppelt so teuer wie Benzinmotoren. Die deutschen Autohersteller hingegen versuchen mit Hochdruck, ihre Diesel-Varianten am US-Markt durchzusetzen. An vorderster Front: Johannes-Jörg Rüger. Er ist Entwicklungsleiter beim weltgrößten Autozulieferer Bosch und ist für die Dieseltechnik in Nordamerika zuständig. Von der Bosch-US-Zentrale in der Nähe von Detroit aus will er dem Dieselantrieb zum Durchbruch in Amerika verhelfen. Sascha Quaiser ist für uns nach Detroit gefahren und zeigt die Schwierigkeiten auf dem amerikanischen Automarkt.
Commerzbank Der Staat als Banker
Läuft geradeNeue FolgeEine Wende in der deutschen Wirtschaftspolitik: Der Staat kauft sich direkt bei einer Großbank ein. Künftig hält die Bundesregierung mehr als 25 Prozent an der zweitgrößten Bank Deutschlands. Das bedeutet: sie kann mithilfe der Sperrminorität die Entscheidungen des Unternehmens beeinflussen. Bisher wurde das für unmöglich gehalten, in Zeiten der Krise aber offenbar ein neuer Weg. Andere europäische Länder wie Großbritannien oder die Benelux-Staaten haben schon in der Vergangenheit Banken teilverstaatlicht, um sie vor dem Kollaps zu bewahren. Ein Überblick von Christoph Kober.
Siemens: Hightech-Züge für die russische Eisenbahn
Läuft geradeNeue FolgeEs ist ein Auftrag über 600 Millionen Euro. Siemens soll der russischen Eisenbahngesellschaft RCD acht Hochgeschwindigkeitszüge liefern. Die Fahrzeit zwischen Moskau und St. Petersburg verkürzt sich dadurch um eine Stunde. Siemens betritt mit dem Bau des Velaro RUS allerdings Neuland. Zum einen fährt der Zug in Russland auf einer Breitspur und ist deshalb auch 33 cm breiter. Zum anderen muss er den klimatischen Bedingungen des Landes trotzen, etwa Temperaturen von Minus 50 Grad aushalten. Die speziellen Techniken und Materialien sind bisher nur in Simulationen getestet worden. Der erste Velaro RUS wird in diesen Tagen in Sassnitz/Rügen auf die Fähre nach Baltisk/Kaliningrad verladen. Von dort aus fährt der Zug nach St. Petersburg. Spätestens auf dieser Strecke wird sich zeigen, inwieweit Siemens die Anforderungen der russischen Eisenbahn erfüllt hat. Unsere Reporterinnen Alexa Meyer und Alexandra von Nahmen begleiten den Velaro RUS bei der Verladung und auf seiner Jungfernfahrt.
Läuft geradeNeue FolgeDer Mobilfunkmarkt kannte lange nur eine Richtung : nach oben. Jetzt gibt es aber die ersten Märkte, die schon stark gesättigt sind. Deutschland ist so ein Markt. Über 4,5 Millionen Mobilfunkkunden hat allein Vodafone hier und ist damit die Nummer Zwei. Aber nun verlangsamt sich das Wachstum, neue Ideen sind gefragt: z.B. die Wiederzusammenführung von Festnetz und Mobilfunk. Dass das geht, hat gerade der umtriebige Deutschland Chef von Vodafone, Friedrich Joussen, gezeigt. Ein Mann, der mindestens so innovativ ist wie seine Branche. Manuela Kasper-Claridge stellt ihn vor.
Läuft geradeNeue FolgeFür das Familienunternehmen Daldrup kann es gar nicht weit genug in die Tiefe gehen. Denn je tiefer, desto wärmer: Daldrup & Söhne bohren mit Spezialgeräten tief unter der Erdoberfläche nach Wasser, Rohstoffen und vor allem nach Erdwärme. Angesichts der zuletzt stark gestiegenen Öl- und Gaspreise kann sich die Firma vor Aufträgen kaum retten. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 40 Prozent auf 25 Millionen Euro. Ende 2007 ist Daldrup an die Börse gegangen. Den Erlös hat Firmenpatriarch Josef Daldrup in eine High-Tech-Großanlage investiert, die Bohrtiefen bis zu 6000 Meter ermöglicht. Gegründet wurde das Unternehmen 1946 von seinem Vater. Dagmar Zindel hat sich umgesehen.
Läuft geradeNeue FolgeDas "schlimmste Jahr überhaupt" soll 2009 werden, sagen Finanz- und Wirtschaftsexperten gleichermaßen - einbrechende Konjunktur, steigende Arbeitslosenzahlen und noch immer kein Vertrauen in der Bankenwelt. Mit welchen Gedanken gehen die Banker in Deutschlands Finanzmetropole Frankfurt in der ersten Arbeitswoche des neuen Jahres ins Büro? Und wie sehen die Chefvolkswirte der wichtigsten Banken das Jahr 2009 mit seinen Chance und Herausforderungen? Dan Hirschfeld mit einem Stimmungsbericht aus Deutschlands Bankenmetropole Frankfurt am Main. Er hat sich in den Chefetagen der Banktürme, aber auch auf der Straße umgehört.
Familienunternehmen Ascot - Die Krawattenmacher
Läuft geradeNeue Folge"Mein Urgroßvater trug gerne schicke Sachen, und meine Urgroßmutter konnte gut nähen - und hatte auch noch Gespür fürs Geschäft". Barbara Pauen erzählt die Geschichte, wie der Familienbetrieb vor genau 100 Jahren anfing. Gemeinsam mit ihrem Bruder und ihrem Vater leitet sie die Firma Ascot in Krefeld, die vor allem Krawatten herstellt. Einst war Krefeld die Hochburg der Krawattenmacher. 200 gab es noch bis vor 15 Jahren in der Stadt. Heute sind es noch 15. Aber die Firma Ascot ist die einzige, die noch in Krefeld anfertigt. Und das per Hand. Leicht ist das nicht, denn einfache Krawatten werden in Fernost um die Hälfte billiger als in Krefeld hergestellt. Auch Ascot produziert inzwischen 40 Prozent seiner Langbinder in Vietnam. Aber die Premium-Produktion - handgemachte Krawatten für bis zu 80 Euro das Stück - wird bewusst noch immer in Krefeld gefertigt. Ascot erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 6 Millionen Euro (2007) und beschäftigt 55 Mitarbeiter in Deutschland. Die Qualität der Krawatten schätzen auch Marken wie Polo Ralph Lauren oder René Lezard. Das Familienunternehmen verkauft 50 Prozent seiner Krawatten ins Ausland. Linda Vierecke
Familienunternehmen: Weltmeister Fraas
Läuft geradeNeue FolgeSie setzen auf Tradition: Der Familienbetrieb FRAAS, in dem seit 1880 Schals hergestellt werden, hat sich nicht umsonst die Distel als Logo ausgesucht. Denn damals wie heute werden die Kaschmir-Schals mit einer speziellen Distel-Walze gekämmt und angeraut. Fraas produziert und verkauft jährlich acht Millionen Schals und ist damit Weltmarktführer. In Deutschland werden Webschals, in der Produktion in China Strickschals hergestellt. Und in aller Welt verkaufen sich die edlen Halswärmer, mit einem simplen Rezept: FRAAS setzt auf Luxus und Qualität. Geschäftsführer Robert Schmidt holt sich dafür edle Stoffe und angesehene Designer ins Haus und bringt die Accessoires aus dem kleinen fränkischen Ort Helmbrechts hinaus in alle Welt. Eine Reportage für die Weltmeister-Serie von Lydia Leipert.
Familienunternehmen: Sennheiser
Läuft geradeNeue FolgeOb unterwegs oder zu Hause, auf der Bühne oder hinter dem DJ-Pult, im Museum oder im Konzertsaal. Der Ton macht die Musik – seine Qualität entscheidet über das Hörerlebnis. Mikrofone und Kopfhörer - damit ist der Audiospezialist Sennheiser weltweit bekannt geworden. Vermutlich gibt es kein Tonstudio ohne Produkte aus Wennebostel, wo Sennheiser seit rund 50 Jahren produziert. Jahresumsatz 2007: 395 Mio. Euro. Gegründet wurde das Unternehmen kurz nach dem Zweiten Weltkrieg von Fritz Sennheiser. Haupteigentümer ist heute dessen Sohn Jörg Sennheiser, der das Unternehmen unbedingt in Familienhand halten will. Bis heute steckt kein Euro Fremdkapital in dem Familienunternehmen. Joachim Eggers hat sich das mal angehört.
Läuft geradeNeue FolgeGemälde, Aquarelle und Kunstdrucke, heißt es in Kennerkreisen, verweisen nur auf sich selbst. Das Familienunternehmen Conzen würde da allerdings heftig widersprechen. Erst ein guter Rahmen verschaffe dem Kunstwerk den passenden Auftritt, der Rahmen gebe dem Bild seinen Raum. Die Familie Conzen produziert Bilderrahmen aller Art in der fünften Generation. Seit 150 Jahren haben sich die Düsseldorfer darauf spezialisiert. Der Umsatz liegt bei 7,3 Mio. Euro. Jedes Jahr verlassen 200.000 Laufmeter Leisten die Produktionshallen. Für einen Conzen-Rahmen zahlt man bis zu 11.000 Euro. Kunden sind Galerien, Künstler, Kunstschulen und auch Unternehmen. Wie ist das aber nun in Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs?, wollte MIG-Reporterin Ute Schneider wissen. Bleibt der Umsatz dann auch im Rahmen?
Autos - Des Deutschen liebstes Kind wird zunehmend zum Problemfall
Läuft geradeNeue FolgeDie deutschen Autohersteller und Zulieferer stecken tief in der Krise. Sie haben sich von Leiharbeitnehmern getrennt und zum Teil Kurzarbeit eingeführt. Hinter Ihnen liegt der schlimmste November für den deutschen Automarkt seit beinahe 20 Jahren. 18 Prozent weniger Autos wurden im November neuzugelassen als im gleichen Monat des Vorjahres. Am schlimmsten erwischte es im November Opel mit einem Minus von 36 Prozent. Im Autohandel schreiben nach Angaben des Dachverbandes ZDK bereits zwei Drittel aller Autohäuser rote Zahlen. Der Dachverband rechnet für das kommende Jahr mit einer Insolvenzwelle unter den Händlern. Wolfgang Bernert hat Heidi Hetzer begleitet, Berlins bekannteste Opel-Händlerin, die gerade das schwierigste Jahr in der 89-jährigen Firmengeschichte erlebt. Dazu Studiogast: Andreas Bremer vom Institut für Automobilmarktforschung
Die Finanzkrise erreicht Dubai
Läuft geradeNeue FolgeIn Dubai wird gebaut, was das Zeug hält. Und das trotz der weltweiten Finanzkrise. Der Bauträger Deyaar feierte jüngst die Grundsteinlegung der 7 Michael-Schumacher-Tower. Für den deutschen Chef der arabischen Baufirma Markus Giebel ein Projekt der Superlative. Doch hinter der rasant wachsenden Fassade bröckelt es. Den Ölscheichs in Dubai geht das Geld aus. Der Grund: sie arbeiten schon lange nicht mehr mit Petrodollars und viele Investoren ziehen im Moment ihr Geld aus dem Golfemirat ab, um woanders Lücken zu stopfen, die die weltweite Finanzkrise gerissen hat. Das Nachbaremirat Abu Dhabi schnürt inzwischen ein finanzielles Rettungspaket, denn ohne ein florierendes Dubai, geht es dem Nachbarn künftig auch schlechter. Trotzdem ist der Deutsche Markus Giebel zuversichtlich. Der Bauboom in den Emiraten wird anhalten, auch wenn es im Moment eine kleine Verschnaufpause geben sollte, sagt er.
Tollhaus Wirtschaft - Ethisch rational? Tiefpunkte von 2008?
Läuft geradeNeue FolgeDas Wirtschaftsjahr 2008 rief immer wieder eine Reaktion auf den Plan: ungläubiges Kopfschütteln. Und ein Wort kam immer wieder über unsere Lippen: Ethik. Ethisches Handeln in der Wirtschaft aber ist zum Problem geworden, meint Ulf Posé, der Präsident des Ethikverbands der deutschen Wirtschaft. Anhand der Sensationen aus 2008 zeigt er uns die ethischen Veränderungen - wenn nicht sogar den "Verfall" - der Wirtschaft. Paris im Januar: ein größenwahnsinniger Bankangestellter verzockt fast 5 Milliarden Euro seiner Bank. Im Juli ein gewagtes Husarenstück "Made in Germany": das Familienunternehmen Schaeffler will den Dax-Konzern Continental übernehmen. Mit einem ebenso gewagten Kredit. Ist das rational? New York im September: Der "Schwarze Montag" an der Wallstreet ruiniert nicht nur die Investementbanken Lehman und Merril Lynch, sondern auch das Vertrauen in die Finanzwelt. Frankfurt im Oktober: Die Gier von Hedgefonds und Anlegern treibt die VW-Aktie auf 1000 Euro und macht die Deutsche Börse zum "Tollhaus". Schließlich New York im Dezember: "Betrug" in einer neuen Dimension: ein Investor prellt seine Anleger um 50 Mrd. Grit Hofmann hat für uns zurückgeblickt und mit dem Kopf geschüttelt.
Weltmeister: Der Sektverschluss ist mehr als ein Stückchen Draht
Läuft geradeNeue FolgeJeder hat ihn schon in der Hand gehalten, meist ohne ihm besondere Beachtung zu schenken: einen Sektverschluss der "Metallwaren-Fabrik Schneider". Acht von zehn Sektverschlüssen weltweit stammen aus dem Unternehmen mit Hauptsitz im beschaulichen Bad Münster-Ebernburg in Rheinland-Pfalz. Rund zwei Milliarden Verschlüsse laufen bei Schneider & Co. jedes Jahr vom Band - produziert auf den selbst entwickelten Maschinen, dem bestgehütetsten Geheimnis der Fabrik. Philipp Bilsky schaut sich an, wie Schneider mit einem Stückchen Draht den Weltmarkt erobert hat.
Weltmeister (Teil 2): Wie kommen die Streifen auf die Straße?
Läuft geradeNeue FolgeWenn irgendwo auf der Welt eine Fahrbahn, ein Parkplatz oder das Rollfeld eines Flughafens zu markieren sind, dann erledigt das in den meisten Fällen eine Maschine, die in einem kleinen Ort bei Hamburg gebaut wurde. Der 1948 gegründete Familienbetrieb "Hofmann Markierungssysteme" hat sich erfolgreich auf eine Marktnische spezialisiert. Inzwischen sind diese Maschinen weltweit im Einsatz. Dabei sind Fahrbahnmarkierungen nicht nur schlichte Streifen auf der Straße. Sie haben heutzutage viel mit Hightech zu tun. Mit einer Geschwindigkeit von rund 15 km/h rollt die Maschine über den Asphalt, während eine heiße oder kalte Plastikmasse auf die Fahrbahn gelegt wird. Oder gespritzt – je nach dem, wie es der Kunde wünscht. Kein Problem für die Firma Hofmann. Sie hält weltweit verschiedene Patente für die Mal- und Spritztechnik auf der Straße. Die Markierungen sind aus einem Guss, gepunktet oder profiliert. Und zur Zeit tüfteln Hofmanns Entwickler an einem neuen Verfahren, das auch bei strömendem Regen eingesetzt werden kann. Hagen Tober hat sich angeschaut, wie die Striche auf die Straße kommen.
Ehrenamt: Gutes tun mit dem Segen vom Chef
Läuft geradeNeue FolgeDer Küchenchef des Chemiekonzerns Henkel kocht in der Armenküche des Franziskanerklosters. Ein Azubi vom IT-Unternehmen Mikado erklärt Senioren die Welt des Internets. Und das alles geht auf Kosten der Firma. "Corporate Volunteering" heißt dieses Konzept. Die Idee kommt aus den USA und verspricht eine klassische Win-Win-Situation: Wenn ein Unternehmen die ehrenamtliche Arbeit eines Mitarbeiters fördert, profitiert nicht nur die soziale Einrichtung. Auch das Unternehmen selbst hat etwas davon. Denn ein Mitarbeiter, der sich von seinem Arbeitgeber bei seinem Ehrenamt unterstützt fühlt, ist umso motivierter beim Job in der Firma. Und ganz nebenbei polieren die Firmen so ihr Image auf. Henkel zum Beispiel ist das Ehrenamt seiner Mitarbeiter viel Geld wert. Der Lebensmittel- und Chemiekonzern investiert jährlich zwei Millionen Euro in das Programm "Miteinander im Team". Hier können Mitarbeiter für ihre soziale Tätigkeit finanzielle Unterstützung oder zusätzliche Urlaubstage beantragen. Aber "Corporate Volunteering" ist nicht nur Sache der Großen, hat Carmen Meyer erlebt. Auch immer mehr klein- und mittelständische Betriebe wie der IT-Spezialist Mikado aus Berlin leisten sich soziales Engagement.
Familienunternehmen Dolezych: Gurte und Seile – seit mehr als 70 Jahren
Läuft geradeNeue FolgeDie Reichstagsverhüllung von Christo und Jeanne-Claude im Jahr 1995 - das war bisher ihr spektakulärster Einsatz: Das Familienunternehmen Dolezych sicherte mit 2340 Gurten und 25 Kilometer Gurtband die Stoffbahnen, die um den Berliner Reichstag gewickelt wurden. Die Zurrgurte, Hebebänder, Rundschlingen und Seile des Dortmunder Traditionsunternehmen sichern aber nicht nur große Kunstaktionen. Viel häufiger halten sie Ladungen auf Lastwagen, Güterzügen und Flugzeugen. Und damit ist Dolezych deutscher Marktführer. Der Chef des Hauses Udo Dolezych ist mittlerweile auch international erfolgreich: mit Tochterunternehmen in Polen, der Ukraine, China und demnächst auch in Chile. Als Präsident der Industrie und Handelskammer Dortmund war er mit Bundeskanzlerin Merkel auf Delegationsreise in China. Für Udo Dolezych war früh klar: "Wer sich nicht kümmert, der darf sich nicht wundern, wenn Chinesen, Inder und vielleicht auch bald Russen hier stehen und der Wettbewerb noch härter wird." Maren Hummel hat das Familienunternehmen besucht.
Slowakei: Auf Wiedersehen Krone - willkommen Euro!
Läuft geradeNeue FolgeDie Slowakei führt am 1. Januar 2009 den Euro ein. Nach Slowenien ist es das zweite Land in Ost- und Mitteleuropa, das bei der gemeinsamen europäischen Währung mitmacht. Im Gegensatz zu anderen "Neulingen" im Osten der EU hat die Slowakei seit Jahren konsequent an der Einführung des Euro gearbeitet. Sie haben die Bedingungen, die sog. Maastrichter Kriterien, voll erfüllt. Nun ist es soweit. Die Hauptstadt Bratislava steht in diesen Tagen ganz im Zeichen der Euro-Einführung. Mit Spannung warten die Slowaken auf den Countdown. Vom Hochhaus der Nationalbank ragt ein riesiges Euro-Plakat. In allen Läden werden schon jetzt die Preise in Slowakischer Krone und in Euro ausgezeichnet. Profitieren werden auch die zahlreichen ausländischen Investoren. Für sie gibt es kein Wechselkursrisiko mehr und die Buchhaltung wird um einiges einfacher. Karl Harenbrock war in der Slowakei unterwegs.
Läuft geradeNeue FolgeDie Lage der Warenhäuser ist dramatisch: Karstadt, Hertie, SinnLeffers- im besten Fall haben sie nur miserable Geschäftszahlen, im schlechtesten müssen sie Insolvenz anmelden. "Kaufhaus" hieß lange Zeit: Masse statt Klasse, Austauschbarkeit, Mittelmaß. Genau das aber wollen die Kunden nicht mehr: entweder ganz billig oder Luxus! Ist das klassische Warenhaus also noch überhaupt noch zeitgemäss ? Es kommt darauf an, was es aus sich macht. Die "Galeria Kaufhof" am Berliner Alexanderplatz hat sich deshalb einem Komplettwandel unterzogen: junges Image, boutiquenähnliche Verkaufsflächen, ausgesuchte Premiumprodukte statt massenhaft Durchschnittswaren. Die Neuausrichtung des Kaufhauses war umso nötiger, als sich direkt vor der Tür ein Großkonkurrent angesiedelt hat: das Shoppingcenter Alexa. Hier finden die Kunden nicht nur mehr Produkte als im Kaufhaus sondern auch Restaurants, Cafés und Veranstaltungen. Sind solche Shoppingcenter also die Zukunft? Wollen die Kunden lieber Erlebniscenter statt Kaufhäuser? Grit Hofmann hat sich umgesehen.
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