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Belgien: Gemeinschaft im Dienste der Armen
Läuft geradeNeue FolgeDer katholische Sankt Egidio Orden setzt sich in der ganzen Welt für ein friedvolles Zusammenleben der Kulturen ein. Die Gemeinschaft in Antwerpen hat ein Projekt auf die Beine gestellt, das Migranten integrieren und gleichzeitig Vorurteile abbauen soll: So gehen Migranten in Altenheime und besuchen dort die belgischen Bewohner. Außerdem gibt es regelmäßig einen Dialog zwischen katholischen Priestern, Rabbinern und Imamen.
Ukraine: Wahlkampf gegen den Frust
Läuft geradeNeue FolgeAm 17. Januar wählt die Ukraine einen neuen Präsidenten – zum ersten Mal seit der Orangenen Revolution. Damals, im Winter 2004, protestierten Zehntausende in Kiew friedlich gegen Wahlfälschungen. Heute ist von dieser Euphorie nicht mehr viel zu spüren. Die einstigen Helden der Revolution sind zerstritten.Das Land steckt politisch und wirtschaftlich tief in der Krise. Viele Ukrainer sind von ihren Politikern enttäuscht, wollen gar nicht zur Wahl gehen. Die ukrainische Sängerin Ruslana ist eine der Symbolfiguren der Orangenen Revolution. Allen persönlichen Enttäuschungen zum Trotz engagiert sie sich wieder politisch.
Frankreich: Porträt Jacques Delors
Läuft geradeNeue FolgeDer Franzose Jacques Delors gehört zu den großen Architekten des vereinten Europa. Als Kommissionspräsident der damaligen EG hat er nach dem Mauerfall die deutsche Wiedervereinigung maßgeblich unterstützt. Als es später um die EU-Osterweiterung ging, warnte Delors allerdings vor einer Überlastung. Erst müsse man das Haus aufräumen, dann könne man erweitern. Damals biss er auf Granit. Mit dem Lissabon-Vertrag gibt es endlich einen Rahmen, der die Zukunft der EU sichert. Delors aber ist wiederum unbequem: Mit dem Ratspräsidenten würden einseitig die Interessen der Einzelländer unterstützt. Viel wichtiger wäre es die Kommission und damit die gemeinsamen Interessen zu stärken.
Läuft geradeNeue FolgeSeit 2007, als Bulgarien und Rumänien der EU beitraten, liegt der Mittelpunkt der Europäischen Union im Main/Kinzig-Kreis in Hessen, im kleinen Dorf Meerholz. Zu sehen sind kaum mehr als ein Hügel, eine Flagge und ein Mittelstein Aber die Meerholzer sind stolz auf den Titel und begeisterte EU-Anhänger. Sie haben eigens eine EU-Ortsgruppe gegründet. Jetzt aber sind die Meerholzer alarmiert. Wenn EU-Kandidat Kroatien aufgenommen wird, würde sich der Mittelpunkt nach Bayern verschieben. Und mit dem seit 1. Dezember geltenden Lissabon-Vertrag steigen die Chancen für eine EU-Erweiterung.
Türkei: Schafhirtin wird Golf-Champion
Läuft geradeNeue FolgeArdahan im äußersten Osten Anatoliens ist der ärmste Landstrich der Türkei. Hier lebt die 15-jährige Özlem Aktürk. Sie träumt von einer internationalen Golfkarriere. Regelmäßig zieht sie mit anderen Kindern und Jugendlichen auf eine Weide um dort Pitchen und Putten zu üben. Selbst wenn sie Ziegen hüten muss, benutzt sie den Hirtenstab für Abschläge. Aber bei der Jugendmeisterschaft im fernen Istanbul trifft sie auf eine völlig andere Welt. Kinder aus wohlhabenden Familien, die selbstverständlich ihren eigenen Caddy haben. Özlem muss ihre schwere Tasche selbst schleppen. Hat sich ihr hartes Training gelohnt?
Läuft geradeNeue FolgeOsinow Dolny ist ein polnisches Straßendorf, ganz in der Nähe der deutschen Grenze. Ein reger Einkaufstourismus findet dort statt, weil in dem polnischen Dorf fast alles billiger ist als im Nachbarland. Der Clou sind aber die 30 Friseursalons. Von den gerade mal 200 Einwohnern arbeiten die meisten als Frisöre. Die Kundschaft kommt vom anderen Ufer der Oder – aus Deutschland. Vier Euro kostet so ein Haarschnitt – ein Preis der in wirtschaftlichen Krisenzeiten besonders willkommen ist.
Norwegen: Von Riesenkrabben und russischen Pötten
Läuft geradeNeue FolgeVor 20 Jahren fiel die Berliner Mauer. Der Eiserne Vorhang hatte ausgedient – auch ganz im Norden Europas am Eismeer in der norwegischen Grenzstadt Kirkenes. In östlicher Richtung geht’s es nach Murmansk und nördlich über die Barentsee geradewegs zum Nordpol. Reporter Tilmann Bünz trifft norwegische Hummerfischer, die den einst von Stalin ausgesetzten Riesenkrabben nachstellen, und russische Kapitäne, die auf ihren längst ausgemusterten Schiffen ausharren. Nur mit Sondererlaubnis gelangt er ins Niemandsland, einen nur zehn Meter breiten Streifen zwischen Ost und West.
Deutschland: Schweizerkinder vor 60 Jahren
Läuft geradeNeue FolgeVor 60 Jahren fuhren Kinderzüge kreuz und quer durch Deutschland und die Nachbarländer. Sie brachten Zehntausende ausgehungerte und traumatisierte deutsche Kriegskinder in die Ferien – 44.000 nahmen allein Schweizer Gastfamilien auf, ganz gleich was die Eltern der Kinder in Deutschland während des Kriegs gemacht hatten. Die Schweizer gaben den Kriegskindern was diese über Jahre vermissen mussten: Essen, Kleider, Schuhe – eine intakte Welt. Ihre Reisen von der ‚Hölle ins Paradies’ hat bis heute keiner der Betroffenen vergessen.
Russland: Mit Gottes Beistand gegen Raser
Läuft geradeNeue FolgeAlle zwei Wochen stellt sich Priester Pawel Rachlin auf die Straße. Im Gebiet Jaroslaw - ca. 200km östlich von Moskau unterstützt er die Verkehrspolizei bei ihren Kontrollen. Die Ordnungshüter winken Raser und Rowdys aus dem Verkehr. Vater Pawel redet ihnen dann ins Gewissen. Im letzten Jahr starben auf Russlands Straßen 30.000 Menschen. Jetzt setzt die Verkehrspolizei auf Gottes Beistand. Verkehrspriester Pawel Rachlin weiht Straßen und Autos und bekehrt Fahrschüler zu einer christlichen Fahrweise.
Deutschland: Parfüm für den Frieden
Läuft geradeNeue FolgeIn einer Berliner Hinterhof-Idylle arbeitet der Künstler Daniel Josefsohn. Seine Eltern siedelten Anfang der 60er Jahre von Israel nach Deutschland über. Trotzdem besitzt Josefsohn nur einen Pass – den israelischen. Und auch seine künstlerischen Themen spiegeln vor allem den Israel-Palästina-Konflikt wieder. In einer Fotoserie „Jewing Gun“ zeigt er israelische Soldatinnen, die ihre Maschinenpistolen wie ein modisches Accessoire tragen. Dem Leben als ständiger Kampf, wie es seine Freunde in Israel führen, stellt er sein Friedensparfum „Unifaith“ entgegen. Ein Duft der die Religionen versöhnen soll oder wie es Josefsohn ausdrückt: „Damit wir uns endlich riechen können.“
Läuft geradeNeue FolgeBaarle ist ein kleiner Ort von 10.000 Einwohnern an der niederländisch-belgischen Grenze. Baarle-Nassau ist niederländisch, Baarle-Hertog gehört zur belgischen Provinz Antwerpen. Damit nicht genug: Es liegen auf belgischem Gebiet wiederum niederländische Enklaven - und umgekehrt.Die Grenze verläuft zum Teil quer durch Häuser - es ist möglich, mit dem Kopf in Belgien und den Füßen in den Niederlanden zu schlafen. Bürgermeister, Polizei, Feuerwehr alles gibt es doppelt in Baarle. Die Verständigung bereitet keine Probleme - hüben wie drüben wird Niederländisch gesprochen.
Läuft geradeNeue FolgeEin Klaps auf den Po hat noch niemandem geschadet. Nach dieser Maxime erziehen immer noch viele französische Eltern. Damit soll jetzt Schluss sein.Eine Abgeordnete der Regierungspartei UMP will ein generelles Züchtigungsverbot durchsetzen, wie es in Deutschland und den meisten EU Staaten schon Praxis ist. Frankreich ist zwar das Land der Aufklärung. Doch bei der Erziehung setzt man eher auf Strenge. Lange Zeit wurden selbst die Kinderbücher von Astrid Lindgren zensiert. Pippi Langstrumpf war für den französischen Geschmack zu anarchisch. Und auch die geplante Abschaffung der Prügelstrafe halten viele Franzosen für etwas überzogen.
Tschetschenien: Familien klagen gegen Menschenrech
Läuft geradeNeue FolgeDutzende von tschetschenischen Familien klagen beim Europäischen Gerichtshof in Straßburg gegen Russland. Sie sind Angehörige von Opfern des Tschetschenienkrieges und sie wollen endlich Gerechtigkeit. Und sie sind erfolgreich. Moskau verliert so gut wie jeden Prozess. Die Straßburger Richter verhängen Geldstrafen bis zu 100.000 Euro. Die russische Regierung steht unter Druck. Sie will jetzt ein eigenes Entschädigungsgesetz auf den Weg bringen und so die Klageflut in Straßburg stoppen.
Farbspiel schwarz/gelb: Wahlkampf und Wirtschaftsk
Läuft geradeNeue FolgeIn aktuellen Umfragen liegt Kanzlerin Angela Merkel deutlich vor ihrem Herausforderer Frank-Walter Steinmeier.Deshalb halten einige die Wahl schon für ausgemacht, eine schwarz-gelbe Koalition aus CDU und der FDP. Gerade Parteien, die eins ganz für sich reklamieren: wirtschaftspolitischen Sachverstand. Wir fragen nach dem Erfolg bereits existierender schwarz-gelber Regierungen. Baden-Württemberg etwa hat eher schwer zu kämpfen – das gilt für große Konzerne wie Daimler aber auch viele mittelständische Betriebe.
Atomkraft, na bitte: Die Grünen in der Sackgasse
Läuft geradeNeue FolgeDeutschland ist die Heimat der Antiatomkraftbewegung. Ein Vorreiter für die grüne Linke auch in anderen europäischen Ländern. Aber während die rot-grüne Regierung den Rückzug aus der Atomkraft noch antrat – wird jetzt ausgerechnet in Deutschland breit über den Wiedereinstieg diskutiert. Die Befürworter pochen auf Energiesicherheit und führen sogar den Klimaschutz als Argument an. Geht den Grünen langsam der Atem aus und wie kommt das im Ausland an?
Läuft geradeNeue FolgeIn der Türkei werden regelmäßig Frauen ermordet, weil in manchen Gegenden immer noch ein archaischer Ehrenkodex herrscht. Im letzten Jahr gab es 220 solcher so genannten Ehrenmorde. Die Gesetze gegen solche Straftaten wurden deutlich verschärft. Vor allem auf Druck der EU hin, die von dem Beitrittskandidaten verlangt, die Rechte der Frauen besser zu schützen. Die größere öffentliche Aufmerksamkeit in der Türkei für das Thema zeigt auch schon Wirkung. Immer öfter wenden sich bedrohte Frauen an Frauenorganisationen, die dann häufig mit Erfolg in den Familien intervenieren - bevor es zu spät wird. Wie Frauen vor dem sicheren Tod bewahrt werden können, zeigt unsere Reportage aus Diyarbakir.
Läuft geradeNeue FolgeDie Europäer werden immer größer. Wissenschaftler machen dafür vor allem die besseren Lebensbedingungen verantwortlich. Aber es gibt kleine, feine Unterschiede zwischen den Europäern. So kommt es auch, dass z.B. Kleidergrößen nicht einheitlich sind. Und: Die Holländer sind die größten, also die längsten Europäer. Und die finden eben auch nur selten Anziehsachen, die auf Anhieb passen. Wir begleiten einen 2-Metermann in Amsterdam und besuchen einen deutschen Designer in Antwerpen, der fünf Kleidergrößen für völlig ausreichend hält. Das bisherige System frustriere die Kunden nur unnötig, wenn es statt der erhofften Größe 36 doch eine 38 oder gar 40 sein muss.
Großbritannien: Kein Ende des Nanny-Staates
Läuft geradeNeue FolgeDie Briten sind für ihre Toleranz bekannt: Über Exzentriker regt sich niemand auf, jeder kann tun und lassen was er will. Aber in den letzten Jahren hat sich das Land verändert. Der Staat greift immer mehr in die Privatsphäre der Bürger ein.Mit geschätzten vier Millionen Überwachungskameras ist Großbritannien weltweit Spitzenreiter bei der Bespitzelung seiner Bürger. Gesetze, die ursprünglich zur Bekämpfung von Terrorismus und organisiertem Verbrechen gedacht waren, werden von Gemeindeverwaltungen jetzt dazu benutzt, Bürger auf Schritt und Tritt zu überwachen.
Deutschland: Die Entschuldigung der Kirche
Läuft geradeNeue FolgeEtwa eine halbe Million Kinder wurden in den 50er und 60er Jahren in kirchlichen Erziehungsheimen misshandelt. Prügel, seelische Gewalt und Missbrauch waren an der Tagesordnung. Die Opfer leiden heute noch unter den Folgen.Sie fordern Anerkennung des Unrechts und eine angemessene Entschädigung. Nur zögerlich wagt sich die Kirche sich an die Aufarbeitung des Tabu-Themas. Als eine der ersten hat sich jetzt die Evangelisch-lutherische Landeskirche von Niedersachsen entschuldigt.
Norwegen: Klimawandel vertreibt den Kabeljau
Läuft geradeNeue FolgeDie Kabeljaubestände im Nordostatlantik leiden zunehmend unter den Folgen des Klimawandels. Die Erwärmung des Wassers führt dazu, dass der Fisch immer langsamer wächst. So frischen immer weniger neue Exemplare die ohnehin durch Überfischung geschwächten Bestände auf. In der Barentsee wandert der verbliebene Kabeljau in die russischen Gewässer ab. Probleme mit den norwegischen Fischern sind programmiert. In Norwegen ist der Kabeljau Grundnahrungsmittel und wichtiger Exportartikel: Er wird für Fischstäbchen verwendet und ist getrocknet Nationalgericht in Portugal und Spanien.
Läuft geradeNeue FolgeWenn im Internet Spitzenweine angeboten werden, unterhalb der üblichen Handelspreise, dann ist Vorsicht geboten. Nicht selten sind die Weine gestohlen. In Frankreich klagen die Besitzer zahlreicher Chateaus über Weindiebstahl.Immer wieder muss die Gendarmerie anrücken, um wegen leer geräumter Weinkeller zu ermitteln. Und auch bekannte Feinkostläden wie Hédiard sind betroffen. Erst kürzlich wurde ein Dieb gestellt, der teure Grand Crus mitgehen lassen wollte. Nun treffen immer mehr Weinhändler umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen – mit Überwachungskameras und schweren Panzertüren.
Griechenland: Die letzte Station
Läuft geradeNeue FolgeDie EU ist verärgert über Griechenlands Umgang mit Flüchtlingen. Die Verhältnisse in den griechischen Flüchtlingslagern gelten als menschenunwürdig. Auch ein ordnungsgemäßes Asylverfahren fehlt. Dadurch wird das Abkommen von Dublin ausgehebelt: danach müssen Flüchtlinge in dem Land ihren Asylantrag stellen, in dem sie zuerst EU-Boden betreten haben. Doch vor der Abschiebung nach Griechenland fürchten sich die Flüchtlinge. Von dort werden sie zumeist in ihr Herkunftsland zurückgeschickt, wo sie nicht selten um ihr Leben fürchten müssen.
Slowenien: Der Erfinder (Erfindermesse IENA in Nür
Läuft geradeNeue FolgeAnfang November treffen sich in Nürnberg Tüftler aus aller Welt auf der iENA, der international wichtigsten Messe für Erfindungen. Peter Floriancic ist so etwas wie der Nestor der Erfinderbranche. Der 90-jährige Slowene hat sich so praktische Dinge wie den Plastik-Reißverschluss, den Diarahmen oder das Parfumfläschchen mit Pumpzerstäuber ausgedacht. Vor allem letztere Erfindung hat ihn reich und berühmt gemacht. Floriancic ist kein zurückgezogener Bastler – er verkehrt mit Filmstars und Maharadschas. Auch heute noch sprudelt er vor Ideen – seine vorerst letzte Erfindung: Ein Fitnessbett. Und ganz klar: Im Werbevideo stellt er es selbst vor.
Türkei: Schreiber für Gerechtigkeit
Läuft geradeNeue FolgeEs gibt nicht mehr viele von ihnen, aber in der Türkei sind sie immer noch gefragt: Gerichtsschreiber. Bei Wind und Wetter sitzen sie mit einer Kofferschreibmaschine und einem Klapptisch ausgerüstet auf der Straße und bieten ihre Dienste an.Mit klammen Fingern tippen sie Zeugenaussagen, Vormundschaftsanträge und Beschwerden. Schreiber gab es schon während des Osmanischen Reichs - ein Service nicht nur für Analphabeten. Doch mit höheren Bildungsstandards und dem Siegeszug von Laptop und Internet droht dieser Beruf auch in der Türkei zu verschwinden.
Rumänien: Der lange Arm der Securitate
Läuft geradeNeue FolgeDie Hinrichtung des rumänischen Diktators Ceaucescu liegt 20 Jahre zurück. Sein berüchtigter Geheimdienst ist aber weiter aktiv. Die alten Seilschaften manipulieren die alten Akten, schüchtern Journalisten ein und besetzen Schlüsselpositionen in der Wirtschaft.Die aus Rumänien stammende Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller hat die Machenschaften der Securitate beschrieben. Nach ihrer Ausreise nach Deutschland 1987 wurde das Gerücht gestreut, sie sei selbst eine kommunistische Agentin. Und noch heute wird sie bei Lesereisen durch ihre alte Heimat Rumänien von den Schattenmännern verfolgt.
Türkei: Kampf für das Priesterseminar
Läuft geradeNeue FolgeAm 14.Oktober legt die Europäische Kommission den Fortschrittsbericht für die Türkei vor. Penibel wird aufgelistet, wo sich die Türkei bewegt hat und wo es noch klemmt mit Blick auf eine mögliche EU-Mitgliedschaft. Ein Knackpunkt ist die mangelnde Religionsfreiheit. Die orthodoxe Priesterschule auf der Insel Halki nahe Istanbul ist seit 30 Jahren zwangsweise geschlossen. Die EU fordert ihre Wiedereröffnung. Die Wiedereröffnung liegt auch Dositheos Agnastopolous am Herzen. Der deutsch-griechische Priester ist Sprecher des Patriarchen und kämpft für die Aussöhnung von Griechen und Türken.
Niederlande: Der Muschelboykott
Läuft geradeNeue FolgeBelgier lieben Muscheln aus dem niederländischen Zeeland. Trotzdem haben belgische Politiker zum Boykott der Delikatesse aufgefordert.Der Grund für den drohenden Muschelkrieg: Die Niederlande haben sich bisher geweigert, die Westerschelde zu vertiefen. Aus Gründen des Naturschutzes. Die Belgier halten das für vorgeschoben: Eigentlich ginge es den Niederländern nur darum, die Vormacht des Rotterdamer Hafens zu stärken und die Konkurrenz aus Belgien klein zu halten. Nur wenn die Westerschelde ausgebaggert wird, kann die nächste Generation superschwerer Containerschiffe Antwerpen ansteuern.
Frankreich: Selbstmorde bei der Telekom
Läuft geradeNeue FolgeDer Abschiedsbrief von Michel Deparis ist ein erschütterndes Dokument. Er begehe Selbstmord, schreibt der France Telekom-Mitarbeiter, weil im Unternehmen Terror herrsche.Binnen 18 Monaten haben sich bei dem Telekomkonzern 24 Mitarbeiter das Leben genommen. Der Konzern hat in den letzten 5 Jahren fast 19.000 Stellen gestrichen. Tausende Mitarbeiter wurden auf andere Arbeitsplätze verschoben – im Unternehmen geht die Angst um. Inzwischen wurde der Vizechef des Unternehmens auf Druck der Gewerkschaften gekündigt. Sein Nachfolger verspricht soziale Erneuerung. Noch ist davon wenig zu spüren.
Belgien: Von der Straße auf den Laufsteg
Läuft geradeNeue FolgeMisswahlen unter Obdachlosen – eine private Initiative, die provozieren will: Sie soll Aufmerksamkeit auf diejenigen lenken, die am Rande der Gesellschaft stehen.Insgesamt 11 Frauen stehen im Finale. Leonie Reniers, Anfang 40, ist eine von Ihnen. Jahrelang lebte sie auf der Straße, lange im Südbahnhof von Brüssel. Für sie hat sich die Teilnahme an den Vorrunden schon gelohnt: Dank des Projekts hat sie eine Wohnung gefunden und findet langsam wieder Tritt im normalen Leben.
Europa Aktuell: Deutschland - Streit um Knut
Läuft geradeNeue FolgeDer Berliner Zoo und der Tierpark von Neumünster streiten um die Millionenrechte an Knut. Die Bilder von dem niedlichen Eisbären, der von seinem Tierpfleger mit der Flasche aufgezogen wurde, gingen um die ganze Welt. Der Berliner Zoo hat mit Eintrittskarten, Stoffbären und Schlüsselanhängern viel Geld verdient. Der Tierpark Neumünster möchte beteiligt werden, schließlich hat man Knuts Vater nach Berlin entliehen. Und zu diesem Bärentourismus gehört, dass Knut als erster Nachkömmling Neumünster gehört. Jetzt wird um die Ablösesumme gefeilscht.
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