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Besetztes Land in Brasilien - Ein Mann macht illegale Bewohner zu legalen Besitzern
Läuft geradeNeue FolgeAuch in Brasilien sind "Gated Communities" ein beliebtes Wohnmodell. Wer es sich in Brasilien leisten kann, zäunt sich ein. Bezahlbaren Wohnraum für die arme Bevölkerung gibt es kaum. Öffentliche Investitionen in die Infrastruktur sind Mangelware, sozialer Wohnungsbau ebenso. Darüber hinaus ist Grund und Boden in Brasilien zum einem großen Teil in privater Hand. So reich Brasilien an Fläche ist, so ungerecht ist Land verteilt. Die Folge: Wer keins hat, nimmt es sich, besetzt private Grundstücke und lebt in ständiger Angst, vertrieben zu werden. Das trifft Millionen Menschen, vor allem in urbanen Gebieten. Die Lösung dieses Problems ist eine Mammutaufgabe, der sich Andre Albuquerque im Bundesstaat Paraná verschrieben hat. Seine Organisation "Terra Nova" ist ein Dienstleister. Sie vermittelt zwischen Besetzern, Eigentümern und der Kommune. Albuquerque macht so illegale Besitzer zu legalen Besitzern und wurde für sein Engagement von der Schwab Foundation als Social Entrepreneur ausgezeichnet.
Behütete Festung – Was geschlossene Wohnanlagen so
Läuft geradeNeue FolgeIn der indischen Megacity Mumbai schießen "Gated Communities" - geschlossene Wohnanlagen - wie Pilze aus dem Boden. Sie bilden eine Insel inmitten des Chaos. Kein Verkehrsgewimmel, statt dessen Tennisplätze, Schwimmbad und Grünflächen.Große Bauunternehmen haben längst erkannt, dass die "Stadt in der Stadt" den Traum der aufstrebenden Mittelschicht darstellt. Die Festung als Zeichen der Abgrenzung. Nichts sehen, nichts hören, so lassen sich Armut, Gewalt und Großstadtlärm leichter ausblenden.
Globale Gesetze gegen Sklaverei - Interview Somaly
Läuft geradeNeue FolgeObwohl fast alle 192 UN-Staaten die Konvention zur Abschaffung der Sklaverei ratifiziert haben, werden Millionen Menschen durch Täuschung oder Androhung von Gewalt zur Arbeit gezwungen. Die Formen moderner Sklaverei sind weltweit so vielschichtig, dass es praktisch unmöglich ist, konkrete Zahlen zu erheben. Besonders gefährdet sind Frauen und Kinder.Die Kambodschanerin Somaly Mam wurde als Jugendliche an ein Bordell verkauft. Sie befreite sich und kämpft heute gegen Zwangsprostitution. Ihre öffentlichen Attacken gegen Korruption sowie spektakuläre Befreiungsaktionen machten sie immer wieder zur Zielscheibe von Angriffen. Somaly Mams Engagement wurde mit zahlreichen Menschenrechtspreisen gewürdigt. GLOBAL 3000 hat mit ihr gesprochen.
Fragebogen: Cort Wrotnowski aus Greenwich Connecti
Läuft geradeNeue FolgeCort Wrotnowski lebt und arbeitet in der Hochburg der Hedgefonds-Zentralen und macht sich Sogen, die Wirtschaftskrise könnte die Amerikaner noch härter treffen als ohnehin schon.Er interessiert sich für Fortschritte in der Medizin und isst als Besitzer eines Bio-Ladens am liebsten gesund.
Befreite Sklavin im Niger - Ein Präzedenzurteil
Läuft geradeNeue FolgeWie überall auf der Welt ist Sklaverei auch in Niger offiziell verboten. Und wie in vielen Regionen wird sie auch dort noch immer geduldet. Die in Großbritannien ansässige Organisation "Anti Slavery International" schätzt die Zahl der Sklaven im Niger auf mindestens 40.000. Meistens sind es Frauen.Hadijatou Mani Koraou hat das für viele Frauen im Niger schier Unvorstellbare erreicht: zehn Jahre lang schuftete sie für ihren Besitzer, bis sie schließlich den Mut fasste, zu fliehen und für ihre Rechte zu kämpfen. Sie befreite sich aus der Sklaverei und wurde für ihr Leid – zumindest symbolisch – entschädigt. In einem beispiellosen Prozess hat der Gerichtshof der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten das Land Niger verurteilt, weil es seine Bürger nicht vor der Leibeigenschaft schützt. 15.000 Euro muss die nigerische Regierung der jungen Frau zahlen. Hadijatou Manis Prozess hat Signalwirkung, denn das Urteil hat auch in anderen westafrikanischen Staaten Gesetzeskraft.
"Africa is calling": Völkerverständigung im Zeiche
Läuft geradeNeue FolgeDas sportliche und mediale Großereignis des kommenden Jahres ist sicherlich die Fußball-WM in Südafrika. Doch viele Rundfunkanstalten aus Entwicklungsländern können es sich nicht leisten, eigene Korrespondenten nach Südafrika zu schicken.Aus diesem Grund hat die DW-Akademie vierzehn Journalisten aus der ganzen Welt zu einem WM-Vorbereitungskurs nach Südafrika eingeladen - aus Afrika, Asien, Lateinamerika und dem arabischen Raum. Sie sollen während der WM Geschichten rund um den Fußball erzählen und sich schon einmal an die Gegebenheiten vor Ort gewöhnen. Das Seminar ist auch eine gute Gelegenheit, Ängste und Vorurteile abzubauen. Wiebke Feuersenger
Läuft geradeNeue FolgeDiesmal sind wir zu Gast in der Millionen-Metropole Singapur, bei Dominique, Mark und ihren drei Kindern.In ihrem Wohnzimmer hängen historische Bilder der Stadt. Sie zeigen, wie sehr sich Singapur in den letzten Jahren verändert hat. Manuela Kasper-Claridge
Makarapa - ein Plastikhelm als Symbol südafrikanis
Läuft geradeNeue FolgeJane, Dalia und Carlos drehten während des Kurses einen Beitrag über den südafrikanischen Fanartikel schlechthin. Die drei machten sich auf die Suche nach dem Erfinder der originellen Kopfbedeckung und besuchten ihn in seiner Werkstatt in Johannesburg.Alfred Baloyi hatte schon vor zwanzig Jahren die Idee, aus einem einfachen Minenarbeiterhelm den Makarapa zu machen. Mit der Zeit sind die „Helme“ unter den südafrikanischen Fußballfans immer populärer geworden. Baloyi hofft darauf, dass während der WM auch viele ausländische Besucher einen Makarapa mit nach Hause nehmen.
Thilo Bode von "Foodwatch" - Social Entrepreneur D
Läuft geradeNeue FolgeRinderwahnsinn, „Analog“-Käse, Gammelfleisch – Skandale ums Essen sind für Thilo Bode nicht traurige Ausnahme, sondern „Spitze des Eisbergs“. Der 62-jährige Soziologe und Volkswirt sieht Recht und Gesundheit der Verbraucher durch das unkontrollierte Schalten und Walten mächtiger Nahrungsmittelkonzerne bedroht. Mit seiner Organisation „Foodwatch“ stellt sich Thilo Bode, der bis 2001 Geschäftsführer von GREENPEACE war, einem Trend entgegen, den er „Körperverletzung durch Irreführung“ nennt. „Wenn man synthetische Geschmacksstoffe aus Sägemehl als naturidentisches Aroma verkaufen darf, läuft etwas falsch!“, findet Bode, der sich auch traut, die Urheber des ganz alltäglichen Betrugs am Verbraucher beim Namen zu nennen. Für seinen Kampf für mehr Transparenz bei Lebensmitteln wurde Thilo Bode als „Social Entrepreneur 2009“ in Deutschland ausgezeichnet. Patrick Benning
Läuft geradeNeue FolgeSteigender Konsum und Energiebedarf sowie globale Vernetzung – das sind nur einige Faktoren die dazu führen, dass jährlich Unmengen von Müll produziert werden. Abfall aus Haushalten, Firmen und Büros.Aber auch jede Menge elektronischer Müll: 62 Billionen Spam-Mails landeten im letzten Jahr in elektronischen Papierkörben. Widukind Zenker
Hinter den Kulissen der IAEO - Die Kontrolleure kn
Läuft geradeNeue FolgeGeht es um nukleare Sicherheit in der Welt, ist vor allem eine Agentur gefragt: die Internationale Atomenergiebehörde, IAEO. Sie ist eigenständig, aber eng angebunden an die Vereinten Nationen. Sie soll die friedliche Nutzung von Kernkraft fördern und über einen möglichen Missbrauch wachen.Rund 300 Millionen Dollar gibt die internationale Staatengemeinschaft dafür jedes Jahr aus. Viel Geld, das sinnvoll eingesetzt werden muss. Darüber wachen externe Rechnungsprüfer. Bei der Internationalen Atomenergiebehörde genauso, wie bei allen Unterorganisationen der UN. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, gerade in Zeiten international knapper Kassen. Christian Jaburg
Klimaflüchtlinge im Südpazifik – das Dilemma des P
Läuft geradeNeue FolgeDie Südpazifischen Inseln von Kiribati: noch leben 100.000 Menschen auf den 32 Inseln. Doch der Klimawandel lässt den Meeresspiegel ansteigen. Die Inselgruppen im Pazifik, auf halber Strecke zwischen Australien und Hawaii, liegen nur zwei Meter über dem Meeresspiegel und gelten als besonders gefährdet. Die ersten zwei Atolle sind schon verschwunden.Der Präsident steht vor einem Dilemma: Muss er alle Einwohner evakuieren lassen? Und wenn ja: wohin? Australien und Neuseeland hat er schon um Hilfe gebeten. Jetzt hat er für die nächsten Jahre neue Projekte angeschoben, unter anderem den Anbau von Nutzpflanzen, die einen höheren Salzgehalt im Wasser vertragen. Und die Regierung investiert verstärkt in die Ausbildung der jungen Insulaner.
Turbinen auf Hochtouren – warum Windkraft in Schot
Läuft geradeNeue FolgeIm Norden Großbritanniens, in Schottland, weht fast immer ein kräftiger Wind. Und den wollen die Schotten verstärkt nutzen. Die ehrgeizigen Pläne der Regional-Regierung: bis 2020 sollen rund 50 Prozent des erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien wie Wind- und Wasserkraft stammen.In das große, lukrative Geschäft mit der Windkraft werden Milliarden investiert. Aber nicht alle sind davon begeistert.
Energiesparen beim Wohnen – weshalb ein Passivhaus
Läuft geradeNeue FolgeVor dem Klimagipfel hat Japan angekündigt, seine CO2-Emissionen bis 2020 um 25% zu reduzieren. Bereits jetzt gilt das Land als eines der Energieeffizientesten, auch die Industrie gilt als vorbildlich, allen voran die Autobauer. Nur beim Hausbau ist Japan ein großer Energieverschwender.Nach Ansicht von Experten hinkt Japan 15 bis 20 Jahre hinterher. „Plastikbau“ ist immer noch an der Tagesordnung, ebenso wie schlechte Isolierung und Einfachverglasung. Jetzt wurde das erste Passivhaus in Japan gebaut, und es zeigt, dass kosteneffizientes und umweltbewusstes Planen und Bauen jede Menge Energie und Geld sparen kann.
Licht ins Dunkel – wie eine junge Solartechnikerin
Läuft geradeNeue FolgeEs begann vor 3 Jahren. Da hörte Mena Hailemichael von einem geplanten Pilotprojekt im abgelegenen Bergland nördlich von Addis Abeba. Die deutsche „Stiftung Solarenergie“ wollte ein ganzes Dorf mit einfachen Solarsystemen versorgen und gleichzeitig eine Ausbildungsstätte für zukünftige Solartechniker in Äthiopien gründen.Die damals 20jährige setzte sich als einzige Frau unter den Bewerbern durch. Ihr Stadtleben in Addis Abeba hat sie dafür mit einem schlichten Leben auf dem Land getauscht. Seit kurzem leitet sie eines der fünf neu gegründeten Solarcenter im Land. Das Ziel des Projektes ist, sich in naher Zukunft selbst zu tragen.
Fragebogen: Vimi Devan aus Mumbai, Indien
Läuft geradeNeue FolgeVimi Devan ist 40 Jahre alt und lebt in Mumbai - wenn sie nicht gerade in der Luft ist, denn Vimi ist Stewardess und zwei Drittel des Monats gar nicht zu Hause.In ihrer Freizeit setzt sie sich für den Umweltschutz in ihrem Land ein. Sie kämpft für den Erhalt der indischen Mangrovenwälder. Globalisierung bedeutet für sie, dass alle Menschen sich mit Respekt behandeln.
Läuft geradeNeue FolgeDas Wohnzimmer der Familie Tsissina ist ein riesiges offenes Zelt. Dort sitzen die Älteren abends am Feuer und erzählen sich Geschichten von früher. Die Jüngeren dagegen sitzen auch im Sommer gerne drinnen und sehen sich türkische Seifenopern an.
Infiziert und Ignoriert - Aidskranke in Russland
Läuft geradeNeue FolgeDie Aids-Ansteckungsrate in Russland ist eine der höchsten in der Welt, doch die Behörden verdrängen das Problem. Ein Grund: Dreiviertel der Infizierten sind Drogen-Abhängige und die werden von der Gesellschaft ausgegrenzt. Methadon als Ersatzdroge ist verboten, da sie laut russischen Gesundheitsbehörden "noch abhängiger als Heroin mache". Der Global Aids Fund und auch andere ausländische Organisationen denken schon laut darüber nach, das Land zu verlassen. Die Zusammenarbeit mit den Behörden ist zu schwierig. Doch nur Aufklärungsarbeit kann helfen, die Ansteckungsrate nicht weiter steigen zu lassen.
Klimaflüchtlinge im Südpazifik – das Dilemma des Präsidenten (Teil 1)
Läuft geradeNeue FolgeDie Südpazifischen Inseln von Kiribati: noch leben 100.000 Menschen auf den 32 Inseln. Doch der Klimawandel lässt den Meeresspiegel ansteigen. Die Inselgruppen im Pazifik, auf halber Strecke zwischen Australien und Hawaii, liegen nur zwei Meter über dem Meeresspiegel und gelten als besonders gefährdet. Die ersten zwei Atolle sind schon verschwunden. Der Präsident steht vor einem Dilemma: Muss er alle Einwohner evakuieren lassen? Und wenn ja: wohin? Australien und Neuseeland hat er schon um Hilfe gebeten.
Aids in Südafrika - Das Geschäft mit der Hoffnung
Läuft geradeNeue FolgeSüdafrika hat nach wie vor eine der höchsten Infektionsraten. Über fünfeinhalb Millionen Menschen sind schon mit dem HI-Virus infiziert. Vor allem arme Familien sind davon betroffen und müssen weitgehend ohne staatliche Unterstützung mit den Folgen der Krankheit umgehen. Ihre Hilflosigkeit wird von selbsternannten Heilern und profitgierigen Unternehmen ausgenutzt.Aber auch eine gezielte staatliche Desinformation der Bevölkerung führt dazu, dass die Menschen sich von allen möglichen Heilsversprechen locken lassen. Die Beispiele sind vielfältig: von einem Massagekissen bis zu einem Saft aus Aloe-Extrakt, die angeblich Wunder vollbringen sollen.
Träume vom Glück - wie eine Straßen-Band die Welt
Läuft geradeNeue FolgeStaff Benda Bilili heißt die Formation von acht an Polio erkrankten Musikern. Sie leben unter freiem Himmel in Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo.Poliokranke dort haben zwei Vergünstigungen: sie dürfen gratis in den Zoo. Und sie dürfen umsonst auf die Fähre über den Kongofluss, was viele Poliokranke nutzen um ein paar kongolesische Francs dazu zu verdienen. Staff Benda Bilili haben sich für die Musik entschieden. Kongolesischer Rumba mit einer Prise Funk und Soul. Ihre Songs dokumentieren den Alltag einer Stadt in der es nach Schätzungen bis zu 40 000 Straßenkinder, darunter auch viele ehemalige Kindersoldaten gibt. Staff Benda Bilili bedeutet so viel wie: „das nicht Sichtbare hervorbringen“. Ihr Lebensmut hat sie inzwischen weltberühmt gemacht. Im Moment touren sie durch Europa.
Fragebogen: Elzbieta Zieciak aus Pobierowo, Polen
Läuft geradeNeue FolgeElzbieta Zieciak ist Konditorin und liebt ihre Arbeit.Ohne Brot könnte sie leben, sagt sie. Aber Kuchen muss sie immer haben. Ihr Traum ist eine Reise in die Karibik.
Globalzahl „Virtuelles Wasser“
Läuft geradeNeue FolgeDuschen, Wäschewaschen, Kochen, Putzen – wie selbstverständlich verbrauchen wir im Alltag jede Menge Wasser. Was viele auf den ersten Blick nicht vermuten: Auch jedes Blatt Papier, jedes Steak und selbst unsere Kleidung belasten unsere tägliche Wasserbilanz. Denn vom Anbau- bis zur Verarbeitung eines jeden Produktes verbrauchen wir Unmengen. Diese versteckte Menge ist das sogenannte "virtuelle Wasser". Beispiel Jeans: Bis sie beim Kunden ankommt, „kostet“ ein Paar rund 6000 Liter Wasser. Das Konzept des virtuellen Wassers hat der britische Wissenschaftler John Anthony Allan bereits in den 90er Jahren entwickelt. Unsere Globalzahl zeigt drei Beispiele.
Haushalt statt Schule - warum Kindersklaven in Haiti toleriert werden
Läuft geradeNeue FolgeBildung und genug zu essen – mit diesem Versprechen geben arme Bauernfamilien in Haiti ihre Kinder, vor allem Mädchen, in die Obhut fremder Familien in der Stadt. Sie glauben, dass es ihnen dort besser ergehen wird als auf dem Land.Tatsächlich arbeiten die Kinder in ihrem neuen Zuhause als Haussklaven. Restavek werden sie genannt, aus dem französischen „rester avec“ – also bei „jemandem bleiben“. Die Vereinten Nationen schätzen, dass es rund 200.000 Restavek in Haiti gibt. Andere Schätzungen gehen von mindestens 300.000 aus. Ausgerechnet in Haiti, das vor 200 Jahren durch Sklavenaufstände unabhängig geworden ist, wird dieses System der Kindersklaverei widerspruchslos geduldet. Es ist gesellschaftlich etabliert. Das macht es Menschenrechtsorganisationen besonders schwer, die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren. Alinx Jean-Baptiste ist Koordinator der Kindernothilfe in Haiti. In den Armenvierteln der Hauptstadt Port-au-Prince versucht er „Pflegeeltern“ davon zu überzeugen, ihre Restaveks zumindest 3 Stunden am Tag in die Schule zu schicken. Denn während die leiblichen Kinder den Unterricht besuchen, kümmern sich die Kindersklaven meistens um die Hausarbeit.
Fragebogen: Unser Zuschauer Alexander aus Kenia
Läuft geradeNeue FolgeAlexander aus Kenia hat uns ein selbst gedrehtes Video geschickt.Er ist 21 Jahre alt, handelt mit ausrangierten Computern und meint, die Menschheit sei der größte Feind der Globalisierung. Alexander findet Bildung in Kenia zu teuer, dadurch würden so viele Talente in seinem Land keine Chance bekommen.
Vernetzt und Verblüfft − wie Indiens Kinder spiele
Läuft geradeNeue FolgeSugata Mitra arbeitet bei NIIT, einem indischen Unternehmen, das Lernsoftware herstellt. Die Firmenzentrale in Delhi grenzt an den Kalkaji-Slum. Beide Welten trennt eine mannshohe Mauer. Schon vor zehn Jahren hatte Mitra die Idee, ein Loch in die Mauer zu schlagen und darin einen Computerterminal zu installieren. Der Computer wurde ans Internet angeschlossen. Fertig. Das Experiment hatte begonnen.Schon bald stellte sich heraus, dass Kinder, die nie zuvor einen Computer gesehen hatten, in kürzester Zeit - ohne Hilfe von außen - lernten, zielsicher im Internet zu surfen. Das Experiment machte schnell Karriere. ”Hole in the wall” ist heute eine globale Initiative, die von NIIT und der Weltbankgesellschaft IFC unterstützt wird. Seit der Jahrtausendwende hat die Initiative durch Computerterminals mit geringem Aufwand für mehr als 300.000 Kinder Bildung möglich gemacht. Vor allem in Indien, Kambodscha und einigen Ländern Afrikas.
Läuft geradeNeue FolgeWie zufrieden sind die Bewohner eines Landes? Genau das ermittelt der Happy Planet Index. Im Gegensatz zu etablierten volkswirtschaftlichen Indizes wie dem Bruttoinlandsprodukt, bezieht der Happy Planet Index das Kriterium der Nachhaltigkeit mit ein. Ermittelt werden dabei die Zufriedenheit der Bevölkerung, ihre Lebenserwartung und der ökologische Fußabdruck, den sie hinterlässt.Spitzenreiter ist Costa Rica. Kein Land hat einen besseren Happy Planet Index. Rumänien liegt im Mittelfeld. Vor allem wegen ihres hohen Energieverbrauchs schneiden die Vereinigten Arabischen Emirate beim HPI mit am schlechtesten ab.
Fragebogen: Samuel Lima Santana aus Brasilien
Läuft geradeNeue FolgeSamuel Lima Santana ist 19 Jahre alt und arbeitet als Motorradtaxi in der Kleinstadt Valente im Bundesstaat Bahia. Er ist am liebsten Pizza und würde gerne Frankreich kennenlernen.Samuel wünscht sich, noch etwas zu lernen und einen besser bezahlten Job zu finden.
Fragebogen Alida Vracic aus Bosnien-Herzegowina
Läuft geradeNeue FolgeAlida Vracic ist 31 und lebt in Sarajewo, Bosnien-Herzegowina. Sie leitet dort einen Think-Tank. Dieser Think-Tank ist ein, wie sie sagt, klitzekleines Forschungsinstitut in dem sie die soziale, wirtschaftliche und politische Lage in ihrer Heimat 16 Jahre nach dem Krieg analysiert.
Läuft geradeNeue FolgeIn unserer Serie "Wohnzimmer Weltweit" sind wir diesmal zu Gast bei Alastair Yates und seiner Familie. Sie leben in Teddington, einem Vorort von London. Ihr Wohnzimmer ist für britische Verhältnisse eher untypisch eingerichtet. Reisemitbringsel aus aller Welt schmücken die Wohnung.Besonders begeistert ist Alastair von dem 52-Zoll-Fernseher, der sich durch einen Schwingarm in jede Richtung drehen lässt.
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