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  • Samba im Autotank: mal Benzin, mal Alkohol

    Samba im Autotank: mal Benzin, mal AlkoholLäuft geradeNeue Folge

    Brasilien, das größte Land Südamerikas, machte sich schon in den 1980ern daran, Benzin durch Alkohol aus Zuckerrohr zu ersetzen. Und aus der brasilianischen Niederlassung des deutschen Autozulieferers Bosch kommt eine clevere Erfindung. Dass Bioethanol mittlerweile ebenso selbstverständlich durch die Zapfsäulen am Zuckerhut fließt, wie herkömmliches Benzin, liegt an „Flex-Fuel“. Diese von der brasilianischen Bosch-Tochter entwickelte Motorensteuerung macht es möglich, dass Autofahrer - je nach Preissituation - beliebige Mischungen beider Treibstoffe tanken können. Fast kein Neuwagen in Basilien kommt mehr ohne "Flex-Fuel"-Technik auf den Markt. Bosch do Brasil hofft derweil, mit seiner Idee auch europäische Märkte zu erobern, die sich dem Bio-Sprit-Trend noch verweigern. Patrick Benning lässt sich das Geheimnis des Sprit-"Cocktails" in der Bosch-Zentrale nahe Sao Paulo erklären.

    • 17.03.10
    • Kommentare: 5
    • Stimmen: 12
  • Auf Kontrollgang: Prüfingenieure auf deutschen Baustellen

    Auf Kontrollgang: Prüfingenieure auf deutschen BaustellenLäuft geradeNeue Folge

    Pfusch auf dem Bau kann gefährlich werden: In Köln starben beim Einsturz des Stadtarchivs vor einem Jahr zwei Menschen. Kontrollen hätten das verhindern können. Sie sind fast überall in Deutschland vorgeschrieben. In Hamburg kümmert sich unter anderem Markus Wetzel darum, dass auf dem Bau alles mit rechten Dingen zugeht.Wetzel ist ein unabhängiger von der Hansestadt bestellter Prüfingenieur, vergleichbar etwa mit einem Notar. Dass er notfalls mit seinem direkten Draht zur Bauaufsichtsbehörde drohen kann, verschafft seiner Arbeit einigen Nachdruck. Und Wetzel lässt keinen Zweifel daran: Sollte jemals jemand versuchen ihn zu bestechen, würde er sofort die Justiz einschalten. Bisher hat das allerdings noch niemand probiert.

    • 17.03.10
    • Kommentare: 0
    • Stimmen: 1
  • Studiogast: Christine Schweikert

    Studiogast: Christine SchweikertLäuft geradeNeue Folge

    Zu Gast im Studio ist Christine Schweikert, Rohstoffexpertin der BHF-BankDW-TV: Frau Schweikert, Sie haben mir gesagt, sie fahren Auto. Was tanken Sie? Christine Schweikert: Diesel. DW-TV: Diesel? Aus Mangel an Flex-Fuel wahrscheinlich! Also Auto fahren auf Methanol-Basis, das klingt so verlockend einfach. Warum geht das hier in Deutschland nicht? Christine Schweikert: Brasilien hat natürlich den Vorteil, dass sie in ausreichendem Maß Zuckerrohr anbauen können, aus dem sie dann Ethanol relativ preiswert herstellen. Den Vorteil haben wir nicht. Wir können kein Zuckerrohr anbauen und die Fläche ist auch begrenzt. Das heißt, für uns ist das sehr viel teurer und sehr viel schwieriger, so etwas umzusetzen. DW-TV: Das heißt, wir müssten es importieren, das würde uns aber dann am Ende nichts bringen, weil wir dann mehr bezahlen. Christine Schweikert: Genau die Biokraftstoffe sind ja ohnehin noch teurer als Benzin. Das heißt, es müsste von staatlicher Seite subventioniert werden, damit es überhaupt für den Verbraucher interessant ist. Dann kann es natürlich aus Zuckerrüben oder aus Mais hergestellt werden. Aber Deutschland hofft ja so ein bisschen auf neue Kraftstoffe der zweiten Generation, wo man dann aus jeglicher Biomasse Treibstoff machen kann: aus Algen, aus Abfällen... Das würde uns dann natürlich auch viel leichter fallen. DW-TV: Wären das unsere Alternativen, um uns unabhängig zu machen von Rohstoffen oder welche Möglichkeiten hätten wir denn noch? Christine Schweikert: Das ist die eine Richtung und die andere Idee ist ja zum Beispiel, dass man sehr viel stärker auf Elektroautos zugreift, das heißt, Autos mit Strom fahren. Und dann ist eine Idee, dass man das Haus quasi als Batterie, als Aufladestation für's Auto nutzt. Die Idee ist: Sie haben eine Solaranlage auf dem Dach und stecken Ihr Auto abends in der Garage in die Steckdose und morgens fährt es dann. Trotzdem bräuchten Sie aber auch überall Tankstellen. Das ist auch das Problem bei den Biotreibstoffen. Es gibt ja kein flächendeckendes Tankstellensystem, wo sie jetzt Biokraftstoffe allein tanken könnten. DW-TV: Würden Sie derzeit auch in Kupfer investieren? Gast: Langfristig gesehen ja, nicht als kurzfristiger Investor, jetzt auf das nächste oder übernächste Quartal gesehen. Aber langfristig denke ich, ist ganz sicher: Kupfer wird sehr viel gefragt sein! DW-TV: Wenn man es vor einem Jahr angelegt hätte, dann hätte man jetzt schon ordentlich Gewinn gemacht. Im März 2009 lag der Preis pro Tonne noch bei 3500 Dollar und jetzt bei 7400 Dollar. Woran liegt das denn? Christine Schweikert: Das liegt hauptsächlich an den Chinesen, salopp gesagt. Während die Kupfernachfrage in den USA sehr stark zurückgegangen ist, haben die Chinesen in unglaublichem Maße Kupfer importiert. Das liegt zum einen daran, dass sie Vorräte aufgebaut haben, aufgrund der niedrigen Preise und zum anderen an diesem riesigen Konjunktur- und Infrastrukturprogramm. DW-TV: Sie sagen, langfristig lohnt sich das durchaus. Der Kupferabbau in der Lausitz - 700 Millionen Euro will das Unternehmen jetzt in den neuen Bergbau investieren. Also das lohnt sich schon, diese Investition? Christine Schweikert: Ich denke schon, denn wir haben große Schwellenländer, die mit der Industrialisierung noch nicht abgeschlossen haben. Das heißt, die in Infrastruktur investieren müssen, in Hausbau. Das ist eben auch der Hauptnachfragesektor für Kupfer. Also denke ich, dass wir mittel- bis langfristig weitere Preiszuwächse bei Kupfer sehen können. DW-TV: Das ist ja nun nicht nur China, das gerade sehr große Kupferreserven anlegt. Also wenn man sich so ein bisschen umschaut, es wird sehr viel in Rohstoffe investiert. Ist das ein Zeichen oder ein Indikator auch für eine Inflation? Christine Schweikert: Nein, ich glaube nicht, dass das zusammenhängt. Die Inflation hängt hauptsächlich von der Geldpolitik ab und nicht von den Rohstoffpreisen. Es ist einfach das Bewusstsein, dass einige Rohstoffe endlich sind und wir für andere eben auch begrenzte Vorkommen haben. Und dass man da investieren will und sich Bestände sichern möchte. Interview: Anja Heyde

    • 17.03.10
    • Kommentare: 0
    • Stimmen: 1
  • Riesige Kupfervorkommen: Goldgräberstimmung in der Lausitz

    Riesige Kupfervorkommen: Goldgräberstimmung in der LausitzLäuft geradeNeue Folge

    In 1000 Metern Tiefe in der ostdeutschen Lausitz werden riesige Kupfervorkommen vermutet im Wert von mehreren Milliarden Euro: mehr als 100 Mio. Tonnen Kupfererz. Da die Nachfrage nach Kupfer in der Zukunft steigen wird und China schon jetzt eine strategische Kupferreserve anlegt, wird der Kupferpreis absehbar weiter steigen. Die Kupferschiefer Lausitz GmbH wird in den kommenden Jahren das Edelmetall aus der Erde holen. Arbeitsplätze für rund 900 Bergleute entstehen. Mehr als ein Hoffnungsschimmer in der strukturschwachen Region, die lange Jahre vom Braunkohleabbau geprägt war. Zur Zeit laufen die letzten Probebohrungen, die alle Prognosen über das erwartete Kupferaufkommen übertroffen haben. Schon zu DDR-Zeiten ahnten Geologen, dass es hier ein umfangreiches Kupfervorkommen gibt. Doch es fehlten die finanziellen Mittel, diesen Schatz zu heben. Bei den heutigen Rohstoffpreisen ist ein neuer Kupferbergbau in der Lausitz inzwischen mehr als nur rentabel.

    • 17.03.10
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    • Stimmen: 1
  • Hüttenzauber: Frauenpower am Hochofen

    Hüttenzauber: Frauenpower am HochofenLäuft geradeNeue Folge

    950 Männer stehen unter ihren Fittichen, aber nur 50 Frauen. Seit vier Jahren ist Nicola Hirsch Geschäftsführerin der beiden Unternehmen Ruhrort und Hochfeld des weltweit größten Stahlkonzerns Arcelor Mittal – und die einzige Arbeitsdirektorin in der deutschen Stahlindustrie. Nicola Hirsch will die Belegschaft für künftige Zeiten fit machen. So gibt es etwa Lehrgänge über Hydraulik und Schweißen, aber auch ein Gesundheitsprogramm mit speziellen Angeboten vom Rückentraining bis zu einer Ernährungsberatung. Nicola Hirsch will sich dabei nicht in eine ideologische Schublade stecken lassen. Nicht weibliche Akzente würden ihre Personalpolitik bestimmen, sondern nur, was dem Unternehmen und den Leuten nützt.

    • 17.03.10
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    • Stimmen: 1
  • Kaufen gegen die Krise – Neue Produkte im Konsumtest

    Kaufen gegen die Krise – Neue Produkte im KonsumtestLäuft geradeNeue Folge

    Der Konsument - das ewige Rätsel! Trotz Wirtschaftskrise steigt die Kauflaune der Deutschen seit Monaten, wenn auch auf relativ niedrigem Niveau. Das fand die GFK, die Gesellschaft für Konsumforschung, heraus. Es ist weltweit das viertgrößte Markt-Forschungsinstitut.Das Dorf Haßloch liegt in der Mitte Deutschlands in Rheinland-Pfalz. Auf den ersten Blick scheint es sich nicht von anderen, vergleichbar großen Gemeinden zu unterscheiden. Für die Gesellschaft für Konsumforschung hat es aber eine ganz spezielle Bedeutung: In den Supermärkten des Dorfes testet die GFK, ob zukünftige Industrie-Produkte beim Konsumenten Erfolg haben werden. Ob Joghurts mit Waldmeistergeschmack oder neue Spülmittel mit Wellnessduft - am Dorf Haßloch kommt keine Firma vorbei, die wissen will ob ihr Produkt Chancen hat, sich erfolgreich zu verkaufen. Christian Pricelius hat sich in Haßloch umgesehen.

    • 10.03.10
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    • Stimmen: 1
  • Studiogast: Holger Schäfer

    Studiogast: Holger SchäferLäuft geradeNeue Folge

    Zu Gast im Studio ist Holger Schäfer, Arbeitsmarktexperte vom Institut für Wirtschaftsforschung, KölnDW-TV: Herr Schäfer, Angst am Arbeitsplatz, täglich bis zu 5 unbezahlte Überstunden, das sind nicht die Zustände, die man in Deutschland erwarten würde, schon gar nicht mit den Gewerkschaften. Wer ist eigentlich Schuld an der Entwicklung? Holger Schäfer: Nun ja, der Einzelfall ist schwer zu beurteilen, es gibt ja aber in Deutschland durchaus Gesetze, die verhindern, dass man unbezahlt arbeiten muss und die auch verhindern, dass bestimmte unhaltbare Zustände am Arbeitsplatz vorherrschen. Also insofern kann ich dem Einzelfall jetzt nicht raten, was er tun sollte, aber es gibt durchaus Möglichkeiten, gegen solche Zustände vorzugehen. DW-TV: Ich weiß aber nicht, ob man wirklich von einem Einzelfall reden kann, denn allein im Handel soll es 1,2 Millionen solcher geringfügig Beschäftigten geben. Das klingt in erster Linie nach einer Art lukrativem Geschäftsmodell für die Unternehmen, die dadurch natürlich billige Arbeitskräfte haben. Holger Schäfer: Ja, aber man muss unterscheiden, zwischen dem Niedriglohnbereich, das können alle möglichen Arbeitsplätze sein, das kann Vollzeit sein, das kann Teilzeit sein, das kann geringfügige Beschäftigung sein – und der geringfügigen Beschäftigung als solche, die besagt ja zunächst erst einmal nur, dass ich in geringem Umfang arbeite, also bis zu 15 Stunden in der Woche mit einem Bruttolohn, von monatlich höchstens 400 Euro. Das können aber durchaus auch Jobs sein, die besser bezahlt sind. DW-TV: Aber es lässt sich ja nicht leugnen, dass insbesondere dieser Teil, also gerade die geringfügig Beschäftigten, der Minijobber, gewachsen ist in den letzten Jahren. Das besagt ja sogar Ihre Studie. Holger Schäfer: Ja, richtig. Die Zahl der geringfügig Beschäftigten ist stark gestiegen. Das lag insbesondere an einer gesetzlichen Änderung im Jahr 2003. Im Rahmen der Hartz-Reform hat man eine Minijob-Reform gemacht. Da hat man unter anderem die Geringfügigkeitsgrenze von 325 auf 400 Euro angehoben. Es wurde damit attraktiver so einen Minijob zu machen, auch aus Sicht der Beschäftigten. DW-TV: Herr Schäfer, der Fachmann vom Amt für Grundversorgung, der hat uns gerade genau das Gegenteil von dem erzählt, was Ihre Studie besagt, dass nämlich Mini-Jobs kein Sprungbrett sind in die Vollbeschäftigung. Holger Schäfer: Ja, unsere Studie hat auch nicht so sehr ergeben, dass Minijobs ein Sprungbrett in normale Beschäftigungen sind, sondern diese Sprungbrettfunktion, die üben eher andere Formen atypischer Beschäftigung aus, zum Beispiel befristete Beschäftigung oder sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung. Da haben wir recht hohe Übergangsraten in unbefristete Vollzeitbeschäftigung, bei den Minijobs ist das eher nicht so der Fall. DW-TV: Und was noch hinzukommt ist, dass wenn ich so einen Minijob habe, dass ich dann – das sagt Ihre Studie ja auch – nahe an der Armutsgrenze lebe. Was muss man denn machen, um diese Minijobs tatsächlich zu einem Sprungbrett zu machen? Holger Schäfer: Ja, nun ist es natürlich auch relativ attraktiv, einen Minijob auszuüben und ergänzend Arbeitslosengeld II zu kassieren, da sind die Freibeträge relativ hoch, das heißt, ich bekomme da pro gearbeitete Stunde mehr raus, als wenn ich zum Beispiel eine Vollzeitbeschäftigung mache und dann aber meinen Anspruch auf ergänzendes Arbeitslosengeld II komplett oder zum größten Teil einbüße. Das heißt, da gibt es auch Anreize auf beiden Seiten so eine Beschäftigung anzunehmen. DW-TV: Ja eben, auf beiden Seiten. Im Moment reden wir über den Arbeitnehmer, aber für den Arbeitgeber ist es vermutlich genauso lukrativ? Dann entfällt die Bürokratie, es ist billiger... Holger Schäfer: Nein, billiger ist es nicht. Geringfügig Beschäftigte zahlen zwar keine Arbeitnehmer-Beiträge zur Sozialversicherung, die Arbeitgeber-Beiträge zur Sozialversicherung, die sind aber sogar noch höher als bei regulärer Beschäftigung. DW-TV: Würde gegen dieses Argument des Armutsrisikos, das bei Minijobbern ja angestiegen ist, vielleicht ein Mindestlohn helfen, sollte man darüber noch mal nachdenken? Holger Schäfer: Das ist die Frage, ob das wirklich helfen würde, weil natürlich immer die Gefahr besteht, wenn ich einen Mindestlohn einführe, dass dann die Beschäftigungsgelegenheit komplett wegfällt, weil sich das dann einfach nicht mehr lohnt, jemanden zu beschäftigen. Denn zu dem höheren Lohn würden ja noch die Lohnzusatzkosten hinzukommen. Ob dann jemand besser damit bedient ist, als gar keinen Arbeitsplatz mehr zu haben, ist eine andere Frage. DW-TV: Aber in England funktioniert das ja auch zum Beispiel. Holger Schäfer: Ja, man kann aber jetzt das Sozialsystem von England nicht 1:1 übertragen oder sich einen Aspekt herausgreifen, um ihn dann auf Deutschland zu übertragen, das funktioniert nicht. Und in England sind es zum Beispiel ganz andere Regeln der sozialen Grundsicherung, die dort gelten. Interview: Anja Heyde

    • 10.03.10
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    • Stimmen: 1
  • Geringverdiener – mehr Jobs für weniger Geld

    Geringverdiener – mehr Jobs für weniger GeldLäuft geradeNeue Folge

    Feste Arbeitsverhältnisse werden in Deutschland immer seltener. Dafür steigt die Zahl der Teilzeit- oder Mini-Jobber, der Leiharbeiter. Die Gehälter reichen oft nicht mehr, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Made in Germany stellt eine Frau aus Ostdeutschland vor, die gerade mal 30 ist und Geringverdienerin.Sandra O. (Name von der Redaktion geändert) ist IT-Bürokauffrau, ihre Jobs waren immer befristet. Heute arbeitet die alleinerziehende Mutter für 325-, Euro bei einem Lebensmitteldiscounter. Sie braucht den Job, fürchtet Schikanen von ihrem Arbeitgeber, will deshalb anonym bleiben. Weil sie immer auf Abruf sein muss, kann sie keinen Zweitjob annehmen. So ist sie zusätzlich auf staatliche Unterstützung angewiesen. Die Zahl der geringfügig Beschäftigten ist in den letzten 10 Jahren überproportional gestiegen: um über 70 Prozent.

    • 10.03.10
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    • Stimmen: 1
  • Die Weltmeister: Blitzanlagen von Jenoptik Robot

    Die Weltmeister: Blitzanlagen von Jenoptik RobotLäuft geradeNeue Folge

    Ein heller Blitz und die Laune des Autofahrers ist dahin. Er war zu schnell und das ist dann meist nicht billig. Die Kommunen dagegen freut es, denn sie beruhigen mit den Blitzgeräten nicht nur den Verkehr, sie verdienen damit richtig Geld. Spitzenreiter ist ein Blitzer an der Autobahn bei Bielefeld. Er hat der Stadt 2009 10 Millionen Euro an Bußgeldern beschert.Rund 5000 mal pro Woche schoss die Bielefelder Anlage ein Messfoto, beinahe Dauerbetrieb. Bei Wind und Wetter müssen die Blitzer einwandfrei arbeiten. Dafür sorgt der Hersteller die Jenoptik Robot GmbH. Sie ist Weltmarktführer in dem Segment. Ihre Blitzanlagen stehen in über 60 Ländern der Welt. 1956 hat die Firma als erste einen PKW mit einer mobilen Blitzanlage ausgerüstet. Heute versuchen vor allem die arabischen Länder mit den Anlagen aus Deutschland ihre Verkehrsteilnehmer zu disziplinieren. Zur Zeit installiert die Jenoptik Robot ihre neueste Technik im Sultanat Oman.

    • 10.03.10
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    • Stimmen: 1
  • Portrait Michael Grote

    Portrait Michael GroteLäuft geradeNeue Folge

    Inzwischen gehört er zu den wichtigsten Experten zum Thema Finanzkrise. Und er ist wohl auch der schillerndste: Michael Grote, Professor für Finanzwissenschaften an der Frankfurt School of Finance and Management. Mit seinem üppigen Vollbart und der Dreadlocks-Mähne bis zu den Kniekehlen passt er so gar nicht in das Klischeebild der Finanzwissenschaftler. Eigentlich ist er Professor für Übernahmen und Fusionen und gilt als einer der Besten seines Fachs. Doch in Zeiten der Finanzkrise hat er sich schnell zum Fachmann für alles entwickelt und zum Medienstar. Ins Rampenlicht rückte Michael Grote als die Commerzbank die Übernahme der Dresdner Bank bekannt gab und bald darauf die Deutsche Bank ihren Einstieg bei der Postbank. Bei Fusionen interessieren ihn vor allem die Reaktionen am Kapitalmarkt, die Auswirkungen auf lange Sicht. Aktuell erforscht er die Bedeutung von Fusionen über die europäischen Landesgrenzen hinaus. Schon in der Schulzeit hatten ihn die internationalen Kapitalmärkte in ihren Bann gezogen. Grote jobbte mit sechzehn Jahren auf dem Parkett der Frankfurter Börse. Damals, als dort noch richtig gehandelt, geschwitzt und geschrien wurde, lief er als Bote für die Händler der Deutschen Bank durch die Gänge. Ungefähr zu dieser Zeit fing er an seine Haare wachsen zu lassen. Irgendwann wurde die Mähne zu seinem Markenzeichen. Viele Gesprächspartner guckten zwar erstmal befremdet, merkten aber dann schnell, dass er ganz der Finanzwissenschaftler war.

    • 10.03.10
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    • Stimmen: 1
  • Solarenergie - Deutsche Unternehmen suchen Perspektiven

    Solarenergie - Deutsche Unternehmen suchen PerspektivenLäuft geradeNeue Folge

    Sie waren die Pioniere der Branche. Doch die guten Zeiten sind vorbei. Konkurrenz aus China, Überkapazitäten, und gekürzte Subventionen machen den deutschen Solarfirmen das Leben schwer. Wie geht es weiter? Solon und Sulfurcell, zwei Hersteller, auf der Suche nach Perspektiven. Das Berliner Unternehmen Solon war einst der Liebling der Börse- inzwischen steckt man tief in den roten Zahlen. Das Markenzeichen, hochwertig und individuell angefertigte Module made in Germany kann sich gegenüber der billigen Konkurrenz aus China nicht behaupten. Der Gründer des Unernehmens musste gehen, nun sitzt ein Sanierer im Chefsessel und bringt dem einst erfolgsverwöhntem Unternehmen bei, wie man Produktionskosten senkt und Auslandsmärkte erschließt. Nicht weit entfernt hat Sulfurcell seine Produktionsstätte, ein junges Unternehmen, spezialisiert auf Dünnschichtzellen. Die Module lassen sich als Dachziegel oder Fassadenelemente verwenden. Jeder vierte Mitarbeiter arbeitet in der Entwicklungsabteilung, das Unternehmen setzt auf Technologieführerschaft und Ästhetik. Sulfurcell arbeitet mit Architekten zusammen und hofft so, Abnehmer für die Produkte zu finden.

    • 10.03.10
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    • Stimmen: 1
  • Made in Germany | Internationales Finanz-Casino

    Made in Germany | Internationales Finanz-CasinoLäuft geradeNeue Folge

    Lückenhafte Regeln und zu wenig Kontrolle der Finanzmärkte- das waren die Hauptauslöser der weltweiten Wirtschaftskrise. Den Abgrund vor Augen gelobten alle Besserung: Die Politik versprach strengere Regeln und mehr Transparenz. Die Banken räumten zerknirscht ein,ihre eigenen Geschäfte nicht im Griff gehabt zu haben und gaben sich geläutert. Doch was ist se

    • 09.03.10
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    • Stimmen: 1
  • Made in Germany | Die Banken verdienen

    Made in Germany | Die Banken verdienenLäuft geradeNeue Folge

    Ist die internationale Finanzkrise schon vorbei? Zumindest die Gewinne von amerikanischen und europäischen Banken sprudeln wieder wie vor der Krise. Milliardengewinne bei Goldman Sachs,Citigroup und J.P.Morgan: Geht das mit rechten Dingen zu?Gleich vier große US-Banken legten in der letzten Woche ihre Bilanzen für das 2.Quartal vor. Allein die Citigroup ver

    • 09.03.10
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    • Stimmen: 1
  • Frankreich: Frauenquote in den Chefetagen

    Frankreich: Frauenquote in den ChefetagenLäuft geradeNeue Folge

    Frankreich will in die Fußstapfen der Norweger treten und seinen Unternehmen eine Frauenquote vorschreiben. Nach einem Gesetzesvorschlag, der ins Parlament eingebracht wurde, soll der Frauenanteil in den Kontrollgremien börsennotierter Unternehmen bis 2016 auf 40 Prozent erhöht werden. Der Widerstand ist groß. Kein Wunder, denn in den Chefetagen Frankreichs sind die Männer unter sich. Von den Aufsichtsräten der 500 größten Unternehmen sind nur zehn Prozent Frauen. Deutschland schneidet mit 13 Prozent ein bisschen besser ab.

    • 04.03.10
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    • Stimmen: 1
  • Apps-Boom

    Apps-BoomLäuft geradeNeue Folge

    Anfangs wurden sie von Experten nur müde belächelt – die sogenannten Apps, kleine Anwendungen für die Nutzer von Smartphones und mobilen Computern. Doch der Markt mit Mini-Software fürs Mobiltelefon boomt. Die meisten Apps stammen von Apple. Der amerikanische Konzern selbst bietet rund 100.000 Programme an. Aber auch viele deutsche Softwareschmieden verdienen an den Apps. Das iPhone von Apple ist Kult geworden und mit ihm die kleinen Anwendungen. Mehr als zwei Milliarden Apps hat Apple bereits verkauft - von der perfekten Eieruhr bis zum Projektverwaltungsprogramm. „Made in Germany“ ist dem Erfolg der Apps auf der Spur. Unser Magazin hat mit App-Nutzern gesprochen und deutsche Softwareschmieden besucht, die gut von der Programmierung von Apps leben können.

    • 04.03.10
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    • Stimmen: 1
  • Studiogespräch mit Heiner Thorborg

    Studiogespräch mit Heiner ThorborgLäuft geradeNeue Folge

    Zu Gast im Studio ist Heiner Thorborg – Personalberater, aktiv in der Initiative „Generation CEO“ und Autor des Buches "Oben ohne - warum wir keine Frauen in Führungspositionen haben".DW-TV: Herr Thorborg, brauchen wir eine Frauenquote? In Norwegen wurde ja darauf bestanden. Es soll dort jetzt 42% Frauenquote in den Führungsebenen geben. Also scheint es ja zu funktionieren! Heiner Thorborg: Ja, aber die Frauenquote in Norwegen ist extrem irreführend, weil sie sich nur auf den Verwaltungsrat und den Aufsichtsrat bezieht, also nicht auf das operative Management. Wenn sie nach Norwegen gehen, sieht das völlig anders aus, da hat sich nichts geändert. DW-TV: Was müssen wir also tun, wenn die Frauenquote nicht hilft? Heiner Thorborg: Wir müssen in Deutschland - und ich möchte jetzt gern über Deutschland reden - etwas völlig anderes machen. Die Frauen leiden in Deutschland unter Jahrhunderte lange Sozialisierung: nämlich das Thema "Heim und Herd", das setzt sich bis in diese Tage fort. Die Frauen sind diejenigen, die sich in der Regel entscheiden müssen: Will ich eine Familie gründen oder will ich arbeiten?. Die Umwelt ist da bisher ziemlich feindlich gewesen. Und wenn die Frau dann nicht stark genug ist, dann knickt sie ein und macht dann ihren Weg nicht nach oben, obwohl sie von ihren Fähigkeiten und von ihrem Potential her könnte. Ich kann nur an die Männer appellieren, den Frauen nicht nur Mut zu machen, sondern den Frauen auf dem Weg nach oben zu helfen. Die Frauen brauchen Vorbilder. Auch die haben wir in Deutschland nicht. Es gibt ein einziges weibliches Vorstandsmitglied in einem Dax-Unternehmen, das ist einfach beschämend für uns. DW-TV: Aber das klingt mir so ein bisschen danach, als ob wir jetzt auch noch selber daran Schuld sind an unserer Misere! Heiner Thorborg: Teilweise ja, das muss ich ganz offen sagen, so gerne ich etwas anderes sagen würde. Frauen sind zum Teil selbst Schuld, weil sie sich letztlich nicht durchsetzen. Sie müssen sich durchsetzen und die Chancen nutzen.... DW-TV: Es coacht uns ja auch keiner! Heiner Thorborg: Das stimmt! Das wird aber in diesen Jahren geändert. Eigentlich bin ich gegen die Quote. Aber wenn ich mir überlege, dass meine 12-jährige Tochter noch 200 Jahre warten muss, bis sich extrem etwas geändert hat, dann sage ich mal: das letzte Mittel ist dann die Quote und dann muss sie kommen. DW-TV: Wie würde denn eine Lösung aussehen? Also wo müsste denn der Weg hingehen, damit wir endlich Frauen in Führungspositionen heben ohne Zwang? Heiner Thorborg: Das muss oben anfangen. Das heißt, der Vorstandsvorsitzende, der Chef des Unternehmens muss es wollen und er muss es durchsetzen. Die Frauen kommen ja von unten, sie sind ja da. Und er muss es durchsetzen, durch seine hierarchischen Ebenen, dass die Männer mitspielen. Die Männer spielen häufig deswegen nicht mit, weil sie Angst haben. Die wissen nicht, wie das funktioniert, mit Frauen zu arbeiten. Frauen sind dann ganz plötzlich Konkurrenten. Sie wissen nicht, wie sie mit dem Thema umgehen sollen, also muss das Unternehmen diese Männer darauf einstellen, muss Trainings machen, coaching. Genauso müssen die Frauen gecoacht werden, damit sie ihren Durchhaltewillen stärken. Und dann klappt das. DW-TV: Es gibt Studien aus den USA, die belegen, dass gemischte Teams unter Umständen auch gut für das Unternehmen an sich sind, weil einfach der Umsatz steigt. Warum hat sich das noch nicht rumgesprochen? Das ist doch eigentlich ganz einfach. Heiner Thorborg: Das kann sich ja nur herumsprechen, wenn es genügend Leute gibt, die das auch deutlich sagen. Es gibt einfach zu wenig. Es gibt diese Studien, ich sage das jedem meiner Gesprächspartner, jedem meiner Klienten, der dann auf die betriebswirtschaftlichen Gründe sofort hört. DW-TV: Herr Thorborg, ich hoffe, dass heute ganz viele Leute zugehört haben. Vielen Dank, dass Sie bei uns waren! Heiner Thorborg: Gerne! Interview: Anja Heyde

    • 04.03.10
    • Kommentare: 0
    • Stimmen: 1
  • Porträt: Ulrike Detmers – Managerin, Professorin, Mutter

    Porträt: Ulrike Detmers – Managerin, Professorin, MutterLäuft geradeNeue Folge

    "Norwegische Verhältnisse" wünscht sich Ulrike Detmers: Frauen sollen die Hälfte aller Spitzenjobs innehaben. Als BWL-Professorin erforscht sie, was die Karrieren von Frauen bremst – und ändert die Verhältnisse im eigenen Familienunternehmen, in der der Großbäckerei Mestemacher. Die Großbäckerei in Gütersloh wird von Ulrike Detmers, ihrem Mann und ihrem Schwager geleitet. Beide Männer fördern nun gezielt weibliche Führungskräfte. Als BWL-Professorin hat Detmers die Karrierebremsen für Frauen untersucht – ihre These: die wahren Hindernisse seien nicht etwa Kinder, sondern die Seilschaften der Männer. Ulrike Detmers will gegensteuern. Das Portrait einer ungewöhnlichen Geschäftsfrau, die ihre Kraft aus der Familie schöpft. Sie hat zwei Kinder, ein Enkelkind und lebt mit der ganzen Familie, einschließlich ihrer Eltern, unter einem Dach.

    • 04.03.10
    • Kommentare: 0
    • Stimmen: 1
  • Wirtschaftsware Musik

    Wirtschaftsware MusikLäuft geradeNeue Folge

    Der Musikbranche geht es nicht gut, die Umsätze fallen und die großen Major-Labels besetzen den Mainstream. Als kleineres Label, wie Tapete Records aus Hamburg, muss man sich da einiges einfallen lassen, um zu überleben. Der Ausweg ist die Nische, ein langer Atem und ein Riecher für gute Gruppen. Setzt deren Erfolg ein, drohen die Major-Labels mit der Übernahme.Die Umsätze der Musikbranche sind in den vergangenen Jahren massiv eingebrochen. Von 1999 bis 2008 fielen die Umsätze von 2,6 auf 1,575 Milliarden Euro. Die Zeiten sind hart, sowohl für die Künstler als auch für die Labels. Tapete Records geht dabei seinen eigenen Weg, als eines der größten deutschen Independent-Label versuchen sie gerade die neue deutschsprachige Gruppe Herpes bekannt zu machen. Dabei sind sie sogar auf Steuergelder angewiesen, die „Initiative Musik“ der Bundesregierung fördert die Auftritte deutscher Künstler. Im Frühjahr ist Herpes auf ein Festival nach England eingeladen worden. Ein guter Schritt für eine Band, die nur deutsche Texte singt. Mit Newcomern braucht man als Label sowieso Geduld. Erst nach ein paar Jahren sind die Gruppen meist rentabel. Vorher müssen die gestandenen Bands die neuen mitfinanzieren. Aber wehe sie werden zu erfolgreich, dann schnappen sich die Major-Labels gerne auch mal eine Band aus der Nische weg. Neben der reinen Musik werden auch Poster und T-Shirts vermarktet. Wie kann man mit Musik heute noch Geld verdienen? Und wie reagiert man als Gruppe und als Label auf die neuen Gegebenheiten?

    • 04.03.10
    • Kommentare: 0
    • Stimmen: 1
  • Made in Germany | DAX-Portale: Lufthansa

    Made in Germany | DAX-Portale: LufthansaLäuft geradeNeue Folge

    Gleich Nebenan dröhnen die Jets auf dem Rollfeld,alle zwei Minuten steigen Flugzeuge über das Gebäude hinweg in den Himmel – die neue Repräsentanz der Lufthansa ist auch räumlich ganz nah dran am Hauptgeschäft des Konzerns: Der Fliegerei. Seit 3 Jahren steht das neue Lufthansa Aviation Center direkt am Frankfurter Flughafen,dem wichtigsten Drehkreuz für Deu

    • 25.02.10
    • Kommentare: 0
    • Stimmen: 1
  • Made in Germany | MANAGER VON MORGEN - Teil 3

    Made in Germany | MANAGER VON MORGEN - Teil 3Läuft geradeNeue Folge

    26 junge Leute aus der ganzen Welt studieren an der European School of Management and Technology,kurz ESMT. Innerhalb eines Jahres wollen sie den MBA erwerben,den Master of Business Administration. Das bedeutet harte Arbeit. Auch an den Wochenenden. Normalerweise. In der dritten Folge unserer Serie begleiten wir am Wochenende Laura und zwei Kommilitonen auf

    • 25.02.10
    • Kommentare: 1
    • Stimmen: 2
  • Griechenland: Deutsch–griechische Handelsbeziehungen und Schuldenkrise

    Griechenland: Deutsch–griechische Handelsbeziehungen und SchuldenkriseLäuft geradeNeue Folge

    Griechenland ist im Moment in aller Munde. Der Staat ist hoch verschuldet und das hat Auswirkungen auf den Euro. Die Aktienmärkte sind hochnervös. Für deutsche Firmen in Griechenland ist es momentan nicht leicht. Wie gehen sie damit um, wenn die Aufträge wegbrechen? Viele deutsche Unternehmen beklagen vor allem die mangelnde Zahlungsmoral. Manche Firma bekommt jetzt erst Rechnungen aus den Jahren 2005/2006 bezahlt. Die Firma Paul Hartmann ist z.B. seit Jahren in Griechenland vor Ort. Sie stellt Medizin- und Pflegeprodukte her, machte zuletzt weltweit einen Gesamtumsatz von 1,38 Milliarden Euro. Der Geschäftsführer in Athen, selbst ein Grieche, kann einiges über deutsch-griechische Handelsbeziehungen erzählen. Gerade erst hat er ein Buch darüber geschrieben, was der moderne Manager aus der griechischen Antike lernen könnte. Unser Reporter Miltiades Arsenopoulos besucht das Unternehmen sowie die deutsche Firma Helios Index, die in Griechenland Solaranlagen verkauft.

    • 25.02.10
    • Kommentare: 6
    • Stimmen: 12
  • Irland: Der Inselstaat fährt einen knallharten Sanierungskurs

    Irland: Der Inselstaat fährt einen knallharten SanierungskursLäuft geradeNeue Folge

    Die Iren machen schon das, was den Griechen noch bevorsteht. Sie sparen, wo sie können. Im Dezember 2009 wurden die Ausgaben noch einmal drastisch gekürzt. Die Iren wollen das Vertrauen zurück gewinnen. Denn das hatten sie verspielt – mit einem extrem hohen Staatsdefizit und einer langjährigen Europa-Skepsis. Sie wollen unbedingt kreditwürdig bleiben. Denn auch die Iren haben, wie die Griechen, ein zweistelliges Staatsdefizit. Bis 2012, so die Planung der Regierung, soll das Defizit von über 12 Prozent auf 7,2 Prozent des BIP heruntergeschraubt werden. Doch im Gegensatz zu den Griechen haben die Iren ihre desaströse Wirtschaftslage nie verschleiert. Die Iren spüren den Sparkurs. Angestellte im öffentlichen Dienst haben in 2009 neben Steuererhöhungen gleich zweimal massive Lohnkürzungen hinnehmen müssen. Der Unmut im Land wächst, zumal Irland als erstes europäisches Land eine "bad bank" gegründet hat, um den aufgeblasenen Immobilienmarkt in den Griff zu bekommen. Sie hat den Banken faule Kredite abgenommen, auf Kosten der Steuerzahler. Trotz alledem: der EZB-Chef, Jean-Claude Trichet, nannte Irlands Sparkurs kürzlich „beeindruckend“. Wolfgang Bernert fragt nach in Dublin.

    • 25.02.10
    • Kommentare: 0
    • Stimmen: 1
  • Deutschland: Banken haben hohe Forderungen an die Defizitsünder

    Deutschland: Banken haben hohe Forderungen an die DefizitsünderLäuft geradeNeue Folge

    Die deutschen Banken sorgen sich um ihre Forderungen. Allein die griechischen Außenstände liegen bei rund 43 Mrd. Euro, laut Bank für internationalen Zahlungsausgleich. Nimmt man Portugal, Irland, Spanien und Griechenland zusammen, liegen die Forderungen bei mehreren hundert Milliarden. Käme es zu notwendigen Abschreibungen, weil die Länder nicht zurückzahlen könnten, dann könnte das für die Banken bedrohlich werden, fürchten Experten. In Deutschland hoffen vor allem Hypothekenbanken, dass es nicht zum Schlimmsten kommt. Muss und kann hier die Europäische Zentralbank eingreifen? Mabel Gundlach

    • 25.02.10
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  • Studiogespräch mit Jörg Rocholl, Teil 1

    Studiogespräch mit Jörg Rocholl, Teil 1Läuft geradeNeue Folge

    Er ist Finanzmarktexperte und Professor an der ESMT. DW-TV: Jörg Rocholl ist hier im Studio. Er ist Finanzexperte von der European School of Management and Technology. Herzlich Willkommen, Herr Rocholl! Herr Rocholl - Griechenland braucht noch Zeit, um aus der Krise zu kommen. Wie viel Zeit haben wir denn noch? Jörg Rocholl: Wir haben sicherlich nicht viel Zeit, denn Griechenland muss jetzt ein schlüssiges Konzept vorlegen, um Investoren zu gewinnen, die dann auch wieder griechische Staatsanleihen kaufen, damit Mittel zur Verfügung zu stellen, die Griechenland dringend benötigt. Darüber hinaus ist es auch ganz wichtig, dass Griechenland ein Signal sendet an die anderen europäischen Partner, die jetzt ja zu Recht einfordern, dass Griechenland Fortschritte zeigen muss. Und dass sie zeigen können, dass sie zu Recht in der Eurozone sind und auch bleiben können. DW-TV: Schauen wir doch mal auf das Bruttoinlandsprodukt der Länder, die wir heute auch hier in der Sendung haben. Das Bruttoinlandsprodukt der Länder an der Eurozone: Da wäre Irland mit 2,0%, Griechenland mit 2,6%, Spanien 11,8% und schließlich Deutschland mit 27%. Wenn man sich mal die Anteile von Griechenland und Irland anschaut, so zwischen zwei und drei Prozent, was soll uns denn da passieren, diese zwei oder drei Prozent, die können wir doch verkraften, oder nicht? Jörg Rocholl: Ich glaube, dass die Anteile am Bruttosozialprodukt in der Eurozone nicht unbedingt ausschlaggebend sind. Ich glaube, was im Moment entscheidender ist, gerade für die kurzfristigen Folgen, die diese Krise haben könnte, ist die Frage: Wie groß die Anteile sind, die z.B. deutsche Banken oder französische Banken, an den griechischen Staatsschulden haben und wie viel sie davon finanzieren. Denn alles das, was jetzt an Abwertung dort vonstatten gehen könnte, würde sich sofort auf die Bilanzen der anderen europäischen Banken niederschlagen, dementsprechend auch diese Banken, die ja ohnehin noch im recht schwierigen Fahrwasser sind durch die Finanzkrise, noch mal in größere Probleme bringen. DW-TV: Sagen Sie uns doch mal eine Zahl: Wie hoch sind denn die Schulden ungefähr? Jörg Rocholl: Also man spekuliert natürlich im Moment viel, aber es heißt, dass allein in Griechenland mehr als 50 Milliarden Euro für deutsche und französische Banken dort zu Buche stehen. DW-TV: Was würde also passieren, nehmen wir mal das Worst-Case-Szenario an, wenn Griechenland tatsächlich pleite geht. Bei Island ist es ja schon passiert, da war aber nicht so viel an Konsequenzen. Jörg Rocholl: Bei Island konnte man ähnliche Konsequenzen dahingehend sehen, das ja auch z.B. die Bayrische Landesbank auch Abschreibungen vornehmen musste, die dann auch diese Bank in Probleme gebracht hat. Ähnliches erwarte ich dann auch auf größerem Niveau, auch für diese jetzige Situation, dass weitere deutsche Banken in Mitleidenschaft geraten könnten. DW-TV: Das heißt, wir haben überhaupt keine Chance, wir müssen Griechenland retten. Mit Sparen alleine wird es nicht funktionieren. Jörg Rocholl: Das ist im Moment noch nicht ganz klar. Also der entscheidende Punkt ist im Moment erst mal den Druck auf Griechenland zu erhöhen und das, was an Misswirtschaft dort in der Vergangenheit nachweislich vollzogen wurde, möglichst stark zu bekämpfen. Das heißt, die Steuereinnahmen zu erhöhen, vielleicht auch den Umfang der Sozialleistungen zu reduzieren. Das heißt, zunächst ist erst mal die Hausaufgabe bei Griechenland.

    • 25.02.10
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  • Spanien: Hohe Arbeitslosigkeit, vor allem bei Jugendlichen

    Spanien: Hohe Arbeitslosigkeit, vor allem bei JugendlichenLäuft geradeNeue Folge

    Viele Jahre erstaunte Spanien damit, dass es so viele Arbeitsplätze schuf wie kein anderes Land in der Europäischen Union. Dem Höhenflug, getrieben durch einen nie dagewesenen Bauboom, folgte ein tiefer Fall, der aufgeblähte Immobilienmarkt fiel wie ein Kartenhaus zusammen. Die Folge: In kaum einem anderen Land brechen zur Zeit so viele Arbeitsplätze weg wie in Spanien.Die Gesamtarbeitslosigkeit liegt laut Eurostat bei nahezu 20 Prozent, die Arbeitslosigkeit der Jugendlichen bei dramatischen 44%. Beide Quoten sind doppelt so hoch wie der EU-Durchschnitt und steigen weiter. Die junge Generation zwischen 16 und 25 Jahren leidet unter der höchsten Arbeitslosenquote der EU. Als „Generation null“ werden die jungen Spanier schon bezeichnet – weil sie null Chancen haben. Auch junge Akademiker machen die brutale Erfahrung, dass das Studium immer öfter in die Arbeitslosigkeit führt. Michael Altenhenne begleitet in Barcelona einen jungen Spanier bei der Arbeitssuche.

    • 25.02.10
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  • Studiogespräch mit Jörg Rocholl, Teil 2

    Studiogespräch mit Jörg Rocholl, Teil 2Läuft geradeNeue Folge

    Er ist Finanzmarktexperte und Professor an der ESMT. DW-TV: Jörg Rocholl ist bei uns, Finanzexperte von der European School of Management and Technology. Herr Rocholl, schauen wir doch mal auf den Eurokurs. Zwischen 2002 und Januar 2010. 2002 haben wir losgelegt mit knapp 91 Cent für den Dollar, zwischendurch waren wir mal 2008 bei auf fast 1,60 Euro für den Dollar. Jetzt sind wir bei 1,35. Der Kurs macht grad wieder den Abgang, sag ich jetzt mal ganz salopp. Wie tief kann denn der Euro noch fallen? Jörg Rocholl: Das ist immer schwer vorherzusagen. Ich denke, wenn ich es vorher sagen könnte, dann würde ich auch mein eigenes Vermögen drauf setzen und darauf wetten. Aber ganz klar ist, dass es natürlich Fluktuationen gegeben hat, die es auch im Übrigen schon weit vor der Einführung des Euro gab. Auch die D-Mark hat gegenüber dem Dollar sehr stark geschwankt. Man muss insbesondere zwei Punkte sehen: der erste Punkt ist der, dass das Staatsdefizit in den USA noch weit höher ist, als im Schnitt der Eurozone, insbesondere sind es Defizitquoten von über 10% in diesem Jahr, die dort zu Buche schlagen. Das zweite ist, dass natürlich auch die Zinssätze in den USA sehr gering waren im letzten Jahr, so dass auch die Investitionen, die Investoren in den USA tätigen konnten, nicht besonders attraktiv waren. DW-TV: Aber wenn wir jetzt von den natürlichen Schwankungen absehen und nur die Krise betrachten, dann muss man schon sagen, es gab sicherlich auch Fehler, die gemacht wurden, wenn es um die Eurozone geht. Jörg Rocholl: Ganz eindeutig. Insbesondere Fehler bei der Aufnahme von Ländern, wie z.B. Griechenland, die jetzt nachgewiesenermaßen Statistiken gefälscht haben und sich in dem Sinne den Zutritt in die Eurozone erschummelt haben. DW-TV: Hätte man das nicht vorher eigentlich wissen können? Jörg Rocholl: Das hätte man wissen können, nur leider ist das Kind in den Brunnen gefallen. Das Entscheidende ist jetzt, wenn es darum geht, weitere Mitglieder in die Eurozone aufzunehmen, wirklich genau nachzuschauen und die Kriterien, die man damals zu Recht eingeführt hat, auch wirklich zu beherzigen. DW-TV: Das heißt, wir brauchen einen neuen Plan. Wie wäre es denn vielleicht mit einer europäischen Wirtschaftsregierung? Jörg Rocholl: Da gibt es jetzt im Moment viele Diskussionen zum Thema europäische Wirtschaftsregierung. Mir ist nur im Moment noch nicht ganz klar, in welche Richtung das gehen soll. Denn das, was bisher eigentlich nur diskutiert wird, ist, dass man damit vielleicht Subventionen von einem Land leichter in das andere Land kanalisieren könnte, was ganz sicherlich auf politischen Widerstand, gerade in den Geberländern stoßen würde. DW-TV: Nehmen wir doch mal den Worst-Case an, die Währungsunion bekommt die Finanzprobleme nicht in den Griff und der Euro rutscht ins Bodenlose. Was machen wir dann? Jörg Rocholl: Ich denke, dass wir noch einen weiten Weg bis dorthin haben. Insbesondere, und dass muss man sich immer wieder vor Augen führen, ist es sozusagen ein Horrorszenario für die Länder, wie z.B. Griechenland, die im Moment auf der Kippe stehen. Denn das hieße automatisch, dass die Auslandsverpflichtung noch größer wäre und dementsprechend noch mehr gespart werden müsste und vielleicht auch die sozialen Unruhen noch weiter zunehmen müssten. DW-TV: Vielen Dank Jörg Rocholl von der European School of Management and Technology, dass Sie hier bei uns waren. Hoffen wir das Beste für den Euro!!

    • 25.02.10
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  • René Lezard

    René LezardLäuft geradeNeue Folge

    Der französische Fantasiename soll frankophiles Lebensgefühl vermitteln: für eine Modefirma, die ihren Sitz in der hessischen Provinz hat. Für den Gründer Thomas Schäfer muss Mode vor allem tragbar sein. "Normale Mode" - dieses Image präsentiert Schäfer auch bei Modenschauen. Statt auf Laufstegen werden Jacken, Kleider und Hosen zum Anfassen gezeigt.In einem riesigen Loft liegen sie auf Stühlen, Sofas oder hängen in Schränken. Bodenständig klassisch und trotzdem chic - "René Lezard" will in der Oberliga spielen, sich mit den großen Modelabels wie etwa Hugo Boss messen. Deshalb wurde der Designer Matthias Heitzler engagiert. Seit einem halben Jahr ist er der Kreativ-Chef im Hause. Er hat einiges umgestellt im Haus – bleibt aber gleichzeitig der Marke treu. Grit Hofmann

    • 17.02.10
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  • Bio-Hauptstadt Berlin

    Bio-Hauptstadt BerlinLäuft geradeNeue Folge

    Trotz Krise legen die Deutschen Wert auf gutes Essen. Die Umsätze mit konventionellen Lebensmitteln stagnieren, dafür werden mehr Bio-Produkte gekauft. Der Umsatz im Bio-Fachhandel legte im letzten Jahr um 4 Prozent zu. Berlin gehört in der Branche mit zu den größten Märkten Europas. Hier kämpfen klassische Supermärkte, Bio-Ketten und kleine Händler um ihr Stück vom Bio-Kuchen.In der Metropole werden mehr Bio-Waren abgesetzt als in Paris oder London. 41 Biosupermärkte gibt es und rund 80 Bioläden. Seit es Bioprodukte auch in klassischen Supermärkten und Discountern gibt, sind die Käufer keine sogenannten Ökos mehr, sondern kommen aus allen gesellschaftlichen Schichten. Der zweitgrößte dt. Handelskonzern Rewe umwirbt seit einigen Jahren seine Käufer mit einer eigenen Bio-Marke. Dieses Wachstum verschärft den Wettbewerb um die besten Standorte, erhöht den Druck auf viele kleine Bio-Geschäfte. Im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg ist die Dichte der Bio-Händler besonders hoch. Hier ist eines der größten Bio-Geschäfte in Deutschland: die LPG. Ein Bio-Kaufhaus auf zwei Etagen. Die konventionellen Einzelhändler erweitern ihre Bio-Produktpaletten. Und viele der kleinen Läden setzen auf Spezialisierung und Regionalität. Claudia Laszczak

    • 17.02.10
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  • Griechenland und die Schuldenkrise

    Griechenland und die SchuldenkriseLäuft geradeNeue Folge

    Die griechische Schuldenkrise beschäftigt ganz Europa, vor allem die Euro-Länder. Durch die hohe Staatsverschuldung Griechenlands ist der Euro unter Druck. Im Dezember galt die Gemeinschaftswährung als Garant in der Wirtschaftskrise. Dann fiel der Euro auf rund 1.37 Dollar. Mittlerweile haben die EU-Länder grundsätzlich Hilfe angeboten, um die finanzielle Stabilität der Eurozone zu sichern. Und die griechische Regierung – sie will einen rigiden Sparkurs fahren. Spüren die Bürger überhaupt etwas von der Staatsverschuldung ihres Landes? Jahrelang haben die Griechen ihren Staatshaushalt nicht im Griff gehabt. Die Menschen haben sich an diese griechische Tragödie gewöhnt, man wurschtelt sich so durch. Wie kommt nun der drohende Bankrott bei den Griechen selbst an? Spüren die in ihrem Alltag die Überschuldung? Unser Reporter Miltiades Arsenopoulos ist in Athen und fängt die Stimmung vor Ort ein.

    • 17.02.10
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  • Produktpiraterie

    ProduktpiraterieLäuft geradeNeue Folge

    Produktpiraterie kostet Unternehmen Milliarden. Weil die Entwicklung viel Zeit und Geld kostet – und Nachahmer sich dann ins gemachte Nest setzen. Made in Germany ist mit dem Zoll auf der Fachmesse „Ambiente“ unterwegs. Die Ermittler suchen gefälschte Markenartikel und ziehen sie aus dem Verkehr. Hersteller berichten über den Schaden, der ihnen durch Fälschungen entsteht. Und zeigen, wie sich immer mehr Firmen wehren. Auf der Fachmesse „Ambiente“ ist MADE IN GERMANY außerdem bei der Verleihung des Negativpreises „Plagiarius“ dabei. Eine „Auszeichnung“, die jedes Jahr besonders dreiste Fälschungen bloßstellt. An Beispielen erklären uns Aussteller, warum Produktpiraterie für ihr Unternehmen und auch für den Kunden problematisch werden kann. Die Kopien haben meist eine schlechte Qualität und schaden so dem Ruf des Original-Herstellers. Und der Käufer kann sich z. B. an nachgemachten vermeintlichen Qualitätswerkzeugen verletzen. Dan Hirschfeld

    • 17.02.10
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Über diese Folge

Sie ist Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)DW-TV: Strom sparen und sich damit auch unabhängig machen von den großen Versorgern.

Claudia Kemfert ist bei mir, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung – ist eine tolle Idee, oder?



Claudia Kemfert: Es ist nicht nur eine Idee. Es ist in der Tat aber auch keine NEUE Idee, muss man sagen, denn man kann dadurch, dass man gleichzeitig Strom produziert und auch Wärme, viel effizienter mit Energie umgehen. Es ist eine sparsame Energieform. Wenn man es dann noch mit klimaneutraler Produktion koppelt, zum Beispiel mit erneuerbaren Energien oder mit Gas ist das natürlich optimal.



DW-TV: Wenn 100.000 Kraftwerke die Leistung von zwei Atomkraftwerken übernehmen, könnte die Regierung eigentlich an ihrem Ziel des Atomausstiegs festhalten?



Claudia Kemfert: Ja, das sind nur zwei Atomkraftwerke – oder mir wäre es lieber zwei Kohlekraftwerke, muss ich deutlich sagen – denn die sind natürlich diejenigen, die den Klimawandel verursachen. Insofern ist es schon ganz eindeutig die richtige Richtung. Aber gern dann eben auch erneuerbare Energien oder in der Übergangszeit Gas.



DW-TV: Sie beraten ja die Regierungen und auch die EU-Kommission, ziehen sie doch mal ein Fazit: Welche Arbeit leisten die? Ist es genug, was die bisher machen?



Claudia Kemfert: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Also so langsam ändert sich ja was, das ist auch sehr gut. Man hat das Energie- und Klimapaket auf den Weg gebracht, denn man will ja auch die Treibhausgase deutlich eindämmen, aber jetzt muss man natürlich auch den Fahrplan festlegen, wie man dahin kommen will.



DW-TV: Wir können uns mal anschauen, wie viel Geld die Regierungen gemessen an ihren Konjunkturpaketen, das wiederum gemessen am Bruttoinlandsprodukt, ausgeben.


Da haben wir eine Grafik vorbereitet: Da sehen wir China deutlich vorne mit 4,8 Prozent gefolgt von Südkorea, den USA und Deutschland gerade mal mit 0,4 Prozent. Das sieht jetzt auf den ersten Blick ernüchternd aus. Kann man das in den Kontext setzen?



Claudia Kemfert: Auf der einen Seite ist es natürlich schon so, dass China sehr viel ausgibt. In absoluten Größen ist das auch schon eine Summe, die ordentlich ist. Auf der anderen Seite rechnen die natürlich aber hinein, dass es Infrastrukturgelder sind für die Schiene oder für das Energiesystem. Das sind Gelder, die wir hier natürlich nicht aufbringen müssen. Die deutschen oder auch europäischen Gelder sind dann wirklich die reinen Gelder, die für Klimaschutzmaßnahmen ausgegeben werden.

DW-TV: Vielen Dank erst einmal hier an dieser Stelle, wir sprechen uns gleich noch einmal!


(Interview: Thomas Helfrich)

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