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  • Regionen im Wandel: Jena

    Regionen im Wandel: JenaLäuft geradeNeue Folge

    Jena verbinden viele Menschen noch immer mit dem Optikhersteller Zeiss. Doch die Stadt ist auch ein Wissenschaftsstandort von internationalem Rang. In den letzten 20 Jahren ist viel passiert und Jena ist zu einem „Leuchtturm“ des Wissens und des wirtschaftlichen Erfolgs in Ostdeutschland geworden.Hier finden sich neben Zeiss auch viele andere global tätige Hightech-Hersteller wie die Unternehmen Jenoptik oder Schott. Von entscheidender Bedeutung ist die international renommierte Universität. Studenten aus aller Welt prägen das Bild der Stadt mit ihren 100-tausend Einwohnern. Jena ist überraschend jung und innovativ - und das nicht nur in Naturwissenschaft und Technik. Unser Reporter Jürgen Schneider hat sich vor Ort umgesehen.

    • 13.11.09
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  • Studiogast der Woche: Alexander Herzog-Stein

    Studiogast der Woche: Alexander Herzog-SteinLäuft geradeNeue Folge

    Herzog-Stein ist Arbeitsmarktexperte der Hans-Böckler-Stiftung.DW-TV: Alexander Herzog-Stein ist hier bei uns im Studio, er ist Arbeitsmarktexperte der Hans-Böckler-Stiftung, herzlich willkommen Herr Herzog-Stein. Jena hat nun genau das: die blühenden Landschaften, die Altkanzler Helmut Kohl versprochen hat für den Osten, aber es sieht nicht überall so aus. Alexander Herzog-Stein: Nein, leider sieht es in der Fläche überhaupt nicht so aus. Die durchschnittliche Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland ist nach wie vor ungefähr doppelt so hoch wie in Westdeutschland. Und es ist uns nicht gelungen, eine eigenständige Volkswirtschaft mit einer eigenständigen Dynamik dort zu etablieren. DW-TV: Da fragt man sich zwangsläufig, warum ist das so, zwanzig Jahre nach der Wende? Alexander Herzog-Stein: Ich glaube, wir leiden immer noch stark unter den Nachwirkungen der falschen Wirtschaftspolitik, die unmittelbar nach der Vereinigung eingeleitet wurden, wenn man zum Beispiel an den viel zu hohen Wechselkurs denkt. Und damals einfach eine große Bürde für die ostdeutsche Volkswirtschaft darstellte. DW-TV: Schauen wir einmal auf die aktuellen Arbeitsmarktzahlen, jetzt haben wir ja im Moment mit einer großen Weltwirtschaftskrise zu tun. Nun hat sich aber die Lage der Arbeitslosen hier in Deutschland - entgegen allen Prognosen - gar nicht so schlecht entwickelt wie befürchtet. Noch einmal zur Erinnerung: Im Jahr 2005 lag sie bei 5 Millionen, ein Höhepunkt - lange vor der Krise. Derzeit sind 3,2 Millionen Menschen ohne Job, Experten hatten befürchtet, dass wir wieder bei den 5 Millionen ankommen. Was hat Deutschland besser gemacht, als die USA zum Beispiel, oder auch Großbritannien, oder Spanien? Alexander Herzog-Stein: Ich glaube, das ist ein ganzes Paket an Maßnahmen, das derzeit wirkt. Einerseits gibt es da natürlich die frühzeitige Reaktion der Bundesregierung mit der Fokussierung auf einen flexiblen Einsatz der Kurzarbeit, die sich wesentlich günstiger heute rechnet für die Unternehmen. Gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass in den letzten Jahren in Deutschland sehr viel in dem Bereich der internen Flexibilität, das heißt, beim Einsatz des Faktors Arbeit in den Unternehmen von den Tarifparteien getan wurde. Hier sind sehr flexible Anpassungsmechanismen vorhanden, um die Arbeitszeit, um den Faktor Arbeit an die wirtschaftlichen Gegebenheiten anzupassen. Zusätzlich kommt noch hinzu, dass die Konjunkturprogramme im Ausland sich für die deutsche Wirtschaft positiv bemerkbar machen. Und natürlich gibt es da auch das Konjunkturprogramm in Deutschland, das noch bis ins nächste Jahr wirken wird. DW-TV: Dann ist Kündigungsschutz nichts Negatives, wenn man Ihnen so zuhört. Aber die 1,1 Millionen Kurzarbeiter sind ja bei diesen 3,2 Millionen im Moment auch gar nicht mit eingerechnet. Was passiert, wenn die Kurzarbeit jetzt ausläuft? Alexander Herzog-Stein: Da haben Sie recht. Was wir brauchen ist Licht am Ende des Tunnels. Das heißt, Kurzarbeit wird nur nicht zur Arbeitslosigkeit werden, wenn irgendwann wieder für die Unternehmen eine Perspektive zu sehen ist. Das heißt, wenn es sich lohnt, Beschäftigung dauerhaft zu halten. Deswegen ist die Strategie der Regierung auf Wachstum zu setzten einerseits richtig. Die Maßnahmen die sie dafür anstreben, scheinen aber leider die Falschen zu sein. DW-TV: Wie sehen Sie denn die Prognosen für nächstes Jahr, wagen Sie doch mal eine? Alexander Herzog-Stein: Ich würde sagen, wir sind weit von den einst vorhergesagten 5 Millionen Arbeitslosen entfernt. Realistischer denke ich derzeit, wird eine Arbeitslosenhöhe im Jahresdurchschnitt von 4,2 Millionen sein. Was einfach aufgrund dieser günstigeren Entwicklung zu sehen ist. DW-TV: Vielen Dank, Alexander Herzog-Stein, Arbeitsmarktexperte von der Hans-Böckler-Stiftung. Und hoffen wir, dass die Prognosen stimmen.

    • 13.11.09
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  • Gipfelstürmerin - Antje von Dewitz

    Gipfelstürmerin - Antje von DewitzLäuft geradeNeue Folge

    Sie will hoch hinaus: Antje von Dewitz leitet den Sport-Ausrüster VAUDE und profitiert vom weltweit boomenden Kletter- und Bergsport. Mit gerade 36 Jahren übernahm sie in diesem Frühjahr den Chefsessel der Familienfirma im schwäbischen Tettnang.Die Konkurrenz im "Outdoor"- Segment ist hart. Der Markt fordert Design-Produkte mit Funktionalität. Ein Anspruch, dem sich Antje von Dewitz selbstbewusst stellt. Dass sie Sinn und Mut für neue Trends hat, bewies die inzwischen vierfache Mutter übrigens schon lange vor ihrem Aufstieg an die Unternehmensspitze: In den letzten Jahren baute sie VAUDE zu einem besonders familienfreundlichen Unternehmen um – inklusive Betriebskindergarten, Homeoffice- und Teilzeitkonzept. Patrick Benning.

    • 13.11.09
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  • Bauingenieure gesucht!

    Bauingenieure gesucht!Läuft geradeNeue Folge

    Die Wirtschaftskrise hat auch die deutsche Bauwirtschaft erreicht und zu massiven Entlassungen geführt. Eine Ausnahme sind die Bauingenieure – sie werden von Baufirmen und Planungsbüros zurzeit händeringend gesucht.Nach der langjährigen Flaute in der Branche haben sich nur noch wenige junge Leute für ein Bauingenieurs-Studium entschieden. Und nicht alle Absolventen entsprechen den Anforderungen der Arbeitgeber. Die Technische Universität Cottbus will nicht am Markt vorbei ausbilden und arbeitet deshalb eng mit der Bauindustrie zusammen. Für viele ihrer Absolventen und Studenten hat sich das bereits ausgezahlt. Sonja Schock.

    • 13.11.09
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  • Union Werkzeugmaschinen – eine turbulente Firmengeschichte

    Union Werkzeugmaschinen – eine turbulente FirmengeschichteLäuft geradeNeue Folge

    Die Union Werkzeugmaschinen aus Chemnitz stand nach der Wende vor dem Aus. 1996 gab es für Deutschlands ältesten Werkzeugmaschinenhersteller kaum noch Hoffnung. Doch das wollten die Mitarbeiter nicht akzeptieren und retteten ihren Betrieb, indem sie ihn kurzerhand selbst kauften.Dafür mussten die Mitarbeiter damals eine Million D-Mark auftreiben. Einige nahmen Hypotheken auf ihr Haus auf, andere verkauften ihr Auto. Ein enormes Wagnis, doch es zahlte sich aus: Zwar bleibt auch Union Werkzeugmaschinen nicht von der aktuellen Krise verschont, aber in den vergangenen Jahren kletterte der Umsatz kräftig auf rund 30 Millionen Euro. Die Rettung von Union durch die Angestellten ist einmalig für einen mittelständischen Betrieb aus der ehemaligen DDR. Unser Reporter Miltiades Arsenopoulos traf einige Mitarbeiter, die die turbulenten Zeiten mitgemacht haben.

    • 13.11.09
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  • Weltmeister Hahnemühle - Traditionsbewusst und innovativ

    Weltmeister Hahnemühle - Traditionsbewusst und innovativLäuft geradeNeue Folge

    Das Papierunternehmen Hahnemühle ist dieses Jahr 425 Jahre alt geworden und erneuert sich ständig. Bei beschichteten Papieren ist Hahnemühle Weltmarktführer. In den letzten Jahren hat das Unternehmen mehr im Ausland verkauft als auf dem heimischen Markt.Auch die Papierbranche steht unter dem Druck der Globalisierung. Neues Wachstum ist nur im Ausland zu erreichen, im Fokus steht dabei der gigantische chinesische Markt. Mit rund 180 Mitarbeitern weltweit ist Hahnemühle in den letzten Jahren stetig gewachsen. Und das Unternehmen produziert nach wie vor in Deutschland. Eine Reportage von Dagmar Zindel.

    • 13.11.09
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  • Studiogast der Woche: Andreas Bremer.

    Studiogast der Woche: Andreas Bremer.Läuft geradeNeue Folge

    Bremer ist Auto-Experte im Institut für Automobilmarktforschung.DW-TV: Wir sprechen jetzt über das Thema mit Andreas Bremer vom Institut für Automobilmarktforschung in Essen, herzlich Willkommen. Herr Bremer, in den 60iger Jahren als Zukunftsbranche gefeiert, heute – ich will nicht sagen vor dem Zusammenbruch - aber auf jeden Fall ist sie im Rückwärtsgang die gesamte Automobilmarktbranche und man muss sich nur einmal die Zahlen von Opel anschauen: Die Neuzulassungen von Opel-Fahrzeugen haben sich in Deutschland seit 1998 halbiert! Von ehemals Fünfhunderttausend auf gerade einmal Zweihundertachtundfünfzigtausend im Jahr 2008. Ist da überhaupt noch was zu retten bei Opel? Andreas Bremer: Ja, ich denke schon. Einmal muss man ja auch sehen, dass der Gesamtmarkt natürlich rückläufig gewesen ist. Das ist nicht nur Opel, die jetzt nun ein eigenes Problem haben. Und Opel steht mit den beiden Modellen, die neu sind, mit dem Signia und dem Astra wirklich sehr gut da, sie sind qualitativ sehr gut, sie sind technisch recht ordentlich und preislich gut aufgestellt. Sie sind aber auch gleichzeitig die einzige Option, die Opel hat in diesem Rennen. Denn die anderen Modelle hinken doch technisch hinterher, auch was die Motorentechnik angeht. Da wird sicherlich Investitionsbedarf sein, wenn Opel eine Zukunft haben soll. DW-TV: Woher soll das Geld kommen, Steuergelder? Andreas Bremer: Steuergelder werden sicherlich ins Gespräch kommen, natürlich muss GM sich zunächst einmal überlegen, wo die Gelder herkommen, das ist nun einmal primär deren Aufgabe nach diesen letzten Entscheidungen. Und da wird es sicherlich Vorstellungen geben. Ich würde doch fast darauf wetten, dass das Thema Steuergelder damit zugehört. DW-TV: Warum sollte GM jetzt einen besseren Plan vorlegen, als vor einem Jahr? Andreas Bremer: Das ist eine gute Frage. Das ist genau das, was wir uns alle auch fragen. Wie schnell hat man denn da auf einmal gelernt und umgedacht? Und da sehe ich eigentlich auch mit großer Skepsis dem Ganzen entgegen. Natürlich macht es strategisch viel Sinn, Opel zu behalten für GM, aber macht es auch für Opel Sinn bei GM zu bleiben? Und einen wirklichen Neuanfang mit dem alten Eigentümer hinzubekommen, da haben wir doch etwas Zweifel allein auf der emotionalen Seite. Die Arbeiter sind sicherlich nicht nur pro GM eingestellt. DW-TV: Es könnte also auch auf eine Insolvenz hinauslaufen? Andreas Bremer: Ich halte die Insolvenz als eine Option, möglicherweise die berühmte Option B, die mal so in den Raum gestellt worden ist, für möglich. DW-TV: Angenommen die Bundesregierung würde Opel tatsächlich retten mit Steuergeldern, dann käme natürlich Mercedes, dann käme BMW, dann käme auch VW und würden sagen, das ist Wettbewerbsverzehrung. Was muss man dann machen? Andreas Bremer: Ich denke, die Gefahr besteht natürlich, dass die anderen Hersteller auch sagen, Moment, was ist mit uns? Aber auf einer höheren oder größeren Ebene müsste man sagen, wir müssten einen Plan für die gesamte deutsche Automobilindustrie erstellen. Was wollen wir eigentlich erreichen und was wollen wir mit Steuergeldern erreichen? Wenn wir ein einzelnes Unternehmen retten, diese Diskussion werden wir immer wieder haben, wir haben sie in anderen Branchen schon gehabt. In dem Moment, in dem Steuergelder ausgegeben werden, kommen die anderen Unternehmen und heben auch die Hand. DW-TV: Wir müsste denn Plan B für die gesamte Automobilbranche aussehen? Andreas Bremer: Ich denke, wir müssen uns zunächst einmal darüber im Klaren sein, was wollen wir politisch auch umsetzen und wozu wir bereit sind, die Steuergelder auszugeben. Das ist eine kurze bis mittelfristige Überlegung. Langfristig ist das ein ganz anderes Thema. DW-TV: Vielen Dank Andreas Bremer vom Institut für Automobilmarktforschung in Essen, ohne Steuergelder wird es wohl nicht gehen bei Opel.

    • 13.11.09
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  • Versorgungsschiffe – Hightech trotzt stürmischer See

    Versorgungsschiffe – Hightech trotzt stürmischer SeeLäuft geradeNeue Folge

    Wie werden Bohrinseln versorgt? Spezialschiffe steuern täglich die Offshore-Inseln an und beliefern sie mit Bohr-Ausrüstungen und allem, was sonst noch gebraucht wird. Bei stürmischer See war das früher oft nicht möglich. Für die Unternehmen hieß das: Produktionsausfall.Jeder Tag, der deshalb nicht auf der Plattform gearbeitet werden konnte, kostete die Ölfirmen bis zu 30 Millionen Euro. Um das zu verhindern hat die Firma Voith Turbo ein intelligentes Antriebssystem entwickelt. Die neuen Versorgungs-Schiffe sind mit Propellern ausgestattet, die das Schiff auch bei hohen Wellen und extremen Winden auf Kurs halten. Von Aberdeen aus fährt unser Reporter Hagen Tober auf einem Schiff mit, das mit der neuen Propellertechnik ausgestattet ist – ein Test auf stürmischer See.

    • 13.11.09
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  • Familienunternehmen: Rasch – Jedes Jahr ein Tapete

    Familienunternehmen: Rasch – Jedes Jahr ein TapeteLäuft geradeNeue Folge

    Das Tapetengeschäft ist schwierig. Erst war der "Wandbelag" jahrelang als spießig verschrien, dann kam die Renaissance der Tapete und mit ihr der Preisverfall. Überleben kann heute nur, wer absolut im Trend liegt. Das Familienunternehmen Rasch druckt seit über 100 Jahren Tapeten. Auch die berühmten Bauhaus-Tapeten kamen aus dem Hause Rasch.Eine Generation folgte der nächsten, heute liegt die Verantwortung bei den Cousins Frederik und Dario Rasch. Sie haben erst im vergangenen Jahr 9 Millionen Euro in den Produktionsstandort in Bramsche investiert: in neueste Digital- und Drucktechnik. Denn das ist neben dem richtigen Design verkaufsentscheidend. 25 Millionen Tapetenrollen werden jedes Jahr hergestellt, erfuhr unsere Reporterin Dagmar Zindel. 60 Prozent der Tapeten gehen in den Export, vor allem ins europäische Ausland, aber auch nach Russland und China.

    • 11.11.09
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  • Aus der MADE IN GERMANY – Serie „20 Jahre Mauerfall“: Berlin

    Aus der MADE IN GERMANY – Serie „20 Jahre Mauerfall“: BerlinLäuft geradeNeue Folge

    Seit dem 9. November 1989 hat sich die Berliner Wirtschaft im Ostteil radikal geändert. So gehört das ehemalige Grenzgebiet Osthafen/Mediaspree zu einem der größten Investitionsprojekte der deutschen Hauptstadt. Früher hat Hafenmeister Harald Busch hier Säcke in die Lagerhallen geschleppt, heute residiert dort die Kreativindustrie. Mode- und Medienfirmen gehören zum Aushängeschild Berlins.Nur 100 Meter Spreewasser lagen zwischen dem Arbeitsplatz des Hafenmeisters Busch und dem anderen Ufer, Westberlin, und das 22 Jahre lang. Sein Wunsch war es, einmal in seinem Leben auf der anderen Seite zu stehen. Das konnte er dann nach dem Fall der Mauer. Im Osthafen der DDR arbeitete er sich vom einfachen Hafenarbeiter bis zum Hafenmeister hoch. Heute ist er immer noch bei der BEHALA, der Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft, beschäftigt, allerdings im Westhafen. Nebenan haben sich Medien- und Modefirmen angesiedelt, auch mit Hilfe von Stefan Sihler, dem Geschäftsführer der Firma Labels Berlin. Er will und muss weitere Modefirmen nach Hugo Boss & Co auf dem Mediaspree-Gelände ansiedeln. Als Metropole zwar touristisch sehr gefragt, hat Berlin aber wirtschaftlich einiges aufzuholen, die Arbeitslosenquote liebt bei 14 Prozent. Carmen Meyer.

    • 10.11.09
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  • Abgefahren: Über 13.000 Ulmer unterwegs in die Zukunft

    Abgefahren: Über 13.000 Ulmer unterwegs in die ZukunftLäuft geradeNeue Folge

    „Car2go“ – so heißt das zurzeit wohl ambitionierteste Mobilitätsprojekt der Automobilbranche. In Ulm testet der Stuttgarter Daimler-Konzern seit dem Frühjahr ein Carsharing-Konzept. Aber nicht mal die Macher haben damit gerechnet, dass sich innerhalb nur eines halben Jahres über 13.000 Ulmer, rund 10 Prozent der Bevölkerung, am Projekt beteiligen und regelmäßig mit 200 Smarts unterwegs sind.Im November startet der Autokonzern das Experiment auch in der texanischen Hauptstadt Austin. Daimler reagiert damit auf einen Trend, dass immer mehr Menschen in den großen Städten gar kein Auto besitzen wollen. Nur manchmal wollen sie ein Auto benutzen, ein Auto zum Mitnehmen, „Car2go“. Braucht man ein Auto, nimmt man sich eins, nutzt es, und lässt es dort stehen, wo man es nicht mehr braucht, für den Nächsten. Das alles zum Handy-Tarif: 19 Cent pro Minute. Abgerechnet wird über einen Chip am Führerschein, entwickelt am Ulmer Forschungszentrum von Daimler. Joachim Eggers

    • 10.11.09
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  • Eisiger Wind für grüne Energie?

    Eisiger Wind für grüne Energie?Läuft geradeNeue Folge

    Erneuerbare Energien galten bisher als Hoffnungsträger der deutschen Wirtschaft, staatliche Subventionen garantierten zudem den Solarunternehmen satte Gewinne. Doch Absatzkrisen und eine mögliche Kehrtwende unter der neuen Berliner Koalition versetzen die Branche in Aufruhr. MiG macht sich auf nach Brandenburg – hier wird grüne Energie besonders stark gefördert.In der Nähe von Prenzlau hat Made in Germany-Reporterin Elisabeth Pongratz ein geplantes Hybridkraftwerk entdeckt. Es verlinkt Windenergie mit Wasserstoff und Biogas und liefert Strom und Wärme, wenn es gebraucht wird – diese Flexibilität ist weltweit ein Novum. Damit könnten die grünen Energien effizienter und ökonomischer eingesetzt werden. Das Kombikraftwerk wird gebaut von Enertrag, das mit der Erzeugung von Windenergie und dem Betreiben von Windparks mit rund 390 Mitarbeitern jährlich mehr als 250 Millionen Euro umsetzt. Made in Germany war auch bei Conergy – einst Börsenliebling und Hoffnungsträger der Solar-Industrie. Die Firma aus Frankfurt an der Oder ist durch Fehlinvestitionen und schlechtes Management ins tiefe Loch gerutscht. Sinkende Nachfrage und die Krise gaben den Rest. Nach einem massiven Umbau hat sich Conergy inzwischen etwas stabilisiert, das Management setzt trotz schwieriger Zeiten auf steigende Nachfrage aus aller Welt.

    • 10.11.09
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  • Atomkraft in Schweden – ja, bitte!

    Atomkraft in Schweden – ja, bitte!Läuft geradeNeue Folge

    11 Städte hatten sich beworben, jeder wollte das neue Endlager für atomaren Müll haben. Ein Scherz? Nein, Realität in Schweden. Denn die Gemeinden hätten durch diese Investition und wirtschaftlichen Folgen auf Jahre ausgesorgt. Jetzt hat das für Nuklearmüll zuständige Unternehmen SKB entschieden. Östhammer bekommt den Zuschlag, die anderen Bewerber wie Oskarshamn gehen leer aus.In Oskarshamn gibt es bereits seit den 80er Jahren ein Atomendlager, die Gemeinde wollte das Neue und damit ihr veraltetes Lager entlasten. Doch der Ort liegt mitten im Naturpark der Schäreninseln. Doch Umweltschutz wiegt hier als Argument wenig. Östhammar, der Ort, wo SKB das neue Atommülllager errichten wird, hatte geologisch einfach die besseren Karten. Die massiven Granitschichten garantieren laut schwedischen Untersuchungen ein Vielfaches mehr an Sicherheit. Die Schweden haben im Vergleich zu Deutschland ein anderes Verhältnis zum Thema Atomstrom. Über die Hälfte der elektrischen Energie liefern dort die Kernreaktoren. Die Abhängigkeit von Stromimporten wäre für die Schweden keine Option, um das Abschalten von Kernkraftwerken zu rechtfertigen. Hagen Tober

    • 10.11.09
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  • Studiogespräch mit Thomas Ilka Industrie+Handel

    Studiogespräch mit Thomas Ilka Industrie+HandelLäuft geradeNeue Folge

    Thomas Ilka ist Experte für Europa, Umwelt, Energie und Verbraucherpolitik beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). MADE IN GERMANY spricht mit ihm über die aktuelle Lage der Koalitionsverhandlungen zum Thema Zukunft der regenerativen Energien und der Kernkraft in Deutschland.DW-TV: Wie geht es weiter mit Windkraft, Sonnenstrom und Co?Welcher Strom kommt bei Ihnen aus der Steckdose? Thomas Ilka: Bei mir kommt Strom aus der Steckdose, der verlässlich erzeugt wird und der relativ günstig erzeugt wird. Es gibt heute verschiedene Möglichkeiten, auf Strom zurückzugreifen. Man kann auch seinen eigenen Mix wählen bei einigen Anbietern. Das ist auch eine gute Sache, das sorgt für Transparenz bei den Kunden und für Möglichkeiten der Auswahl. DW-TV: Einige Menschen tun das ja auch. Sie entscheiden sich absichtlich für grünen Strom. Wie viele Menschen sind bereit, gerade auch in der Wirtschaftskrise, dafür auch mehr Geld zu zahlen? Teurer ist dieser ja. Thomas Ilka: Das ganze Thema Kosten hat zwei Seiten. Die eine Seite ist die der Verbraucher, die wählen können zwischen verschiedenen Angeboten. Die andere ist die Industrie, die ja teilweise sehr stromintensiv ist. Bei beiden, ob Industrie oder Verbraucher, kommt es darauf an, dass wir eine sichere Energieversorgung haben. Und eine, die im internationalen Wettbewerb, soweit es die Industrie angeht, auch konkurrenzfähig ist. Hier setzt der Koalitionsvertrag, den wir jetzt vorliegen haben, ein gutes Signal, weil er einen breiten Energiemix in die Stromerzeugung einbezieht. Mit klarer Zielrichtung auf regenerative Energien. Das ist etwas, was wir tun müssen vor dem Hintergrund der Klimadiskussion. Es ist politisch schon entsprechend festgezurrt. Aber durch die Laufzeitverlängerung kaufen wir uns gewissermaßen Zeit auf der Atomkraftseite. So dass wir hier auch politisch einen guten Mix hinbekommen haben. DW-TV: Zur Atomkraft kommen wir gleich. Schauen wir uns einmal den aktuellen Energiemix an. Denn es könnten nicht alle grüne Energie wählen. Den größten Anteil an der deutschen Stromversorgung hat die Kohle mit 43 Prozent. Dann folgen die Atomkraftwerke. Erneuerbare Energien machen derzeit 15 Prozent am Energiemix aus. Diese sollen aber nach und nach Hauptstromlieferant , Hauptenergiebringer sein. So steht es im Koalitionsvertrag. Das ist doch ein wenig wage ausgedrückt. Wann kann es soweit sein? Thomas Ilka: Die Zeiten, gerade im Bereich Energiepolitik, misst man eher in Jahrzehnten. Wir haben jetzt Diskussionen über die Klimapolitik. Was passiert im Jahr 2050? Das sind von heute an gerechnet vier Jahrzehnte. Da geht es um die Umsteuerungsziele beim CO2 Ausstoß. Wenn Sie die Investitionen in große Kraftwerke oder in die Netze betrachten, die wir machen müssen, um hier zu einem Fortschritt im energiewirtschaftlichen Bereich zu kommen im, sind das Dinge, die sie von Jahr zu Jahr machen. Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung hat jetzt die Zielvereinbarung im Blick, die erneuerbaren Energien auszubauen. Gleichzeitig zeigt diese auf, dass das nur funktioniert, wenn wir nach wie vor auf die gesamte Breite des Energiemixes setzen. DW-TV: Das schließt auch die Atomkraftwerke mit ein. Eine Laufzeitverlängerung ist vereinbart worden. Das klingt jetzt nicht unbedingt wie ein zukunftsträchtiges Signal. Thomas Ilka: Das sehe ich nicht so. In der Tat halte ich die breite des Energiemixes für sehr wichtig für unsere Stromversorgung. Gerade für unsere im Wettbewerb stehende Industrie. Und es ist auch kein schlechtes Signal für die erneuerbaren Energien. Wir kaufen hier Zeit, die mehr Möglichkeiten für die Entwicklung von Speichertechnologie und für die Verbreiterung von beispielsweise erneuerbaren Energien ermöglicht. DW-TV: Wie viele Jahrzehnte braucht es bis alternative Energien tatsächlich den Hauptanteil stellen? Geben Sie eine Prognose ab? Thomas Ilka: Das würde ich ungern tun. Das ist ein Prozess der angetrieben durch die KIimadiskussion voranschreiten wird. Interview: Sandra Berndt

    • 09.11.09
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  • Studiogast: Timm Tiller, Gründer International Ins

    Studiogast: Timm Tiller, Gründer International InsLäuft geradeNeue Folge

    Universität Witten/Herdecke – anlässlich des German- Arab Family Business Summit 2009 in Bahrain (30.10. – 01.11.2009)DW-TV: Bei uns ist Timm Tiller, er ist Mitbegründer des International Institutes for Family Enterprises der Universität Witten/Herdecke, das sich vor allem mit arabischen Familienunternehmen beschäftigt. 2007 haben Sie das Institut zusammen mit einem Kommilitonen gegründet. Wie sind Sie denn auf die Idee gekommen? Timm Tiller: Schaut man sich an, welche ökonomische und gesellschaftspolitische Bedeutung und Rolle arabische Familienunternehmen in der Region haben und sieht dann, dass es nirgendwo auf der Welt eine Institution oder eine Professur gibt, die sich mit arabischen Familienunternehmen beschäftigt, dann drängt es sich geradezu auf, sich des Themas anzunehmen und es voranzutreiben. DW-TV: Letztes Jahr haben Sie in diesem Zusammenhang auch das erste mal den deutsch-arabischen Familienunternehmer-Kongress durchgeführt. Dieses Jahr findet er zum zweiten Mal am 30. Oktober in Bahrain statt. Welche Erfahrungen haben Sie denn in der Zusammenarbeit gemacht? Timm Tiller: Ganz spannende Erfahrungen, die wir so auch noch nicht erlebt haben. Wir haben erstmalig deutsche und arabische Familienunternehmer auf Eigentümerebene zusammengeführt. Und wir haben gesehen, dass sie sich unglaublich füreinander interessieren. Nicht nur auf menschlicher Ebene, sondern auch was die business opportunities angeht. Wir verfolgen das bis zum jetzigen Kongress und sehen, dass es ein großes Potential, ein sehr großes Interesse gibt, sich auch nachhaltig und persönlich auszutauschen. DW-TV: Gibt es das große Potential bei den Gemeinsamkeiten oder eher bei den Unterschieden? Die Strukturen sind doch sehr unterschiedlich in beiden Ländern. Timm Tiller: Wir können festhalten, dass es viele Gemeinsamkeiten gibt. Die Potentiale, die Herausforderung aber auch die Probleme - all das sind Gemeinsamkeiten. Es gibt auch Unterschiede, aber die sind dann kultureller, religiöser oder z.B. politischer Natur. Darin unterscheiden sich deutsche und arabische Familienunternehmen natürlich. DW-TV: Behindert das bei der Zusammenarbeit? Wenn man davon ausgeht, dass beide ja auch irgendwie voneinander lernen sollen? Timm Tiller: Überhaupt nicht. Ich denke, dass es eher inspirierend ist. Denn gerade die Unterschiede führen dazu, dass man voneinander lernen kann. DW-TV: Geht man auch mit der Weltwirtschaftskrise unterschiedlich um? Die betrifft ja beide Länder auch differenziert? Timm Tiller: Natürlich betrifft die Krise auch die arabische Welt. Man darf nichts verallgemeinern. Es gibt Länder oder Regionen in der arabischen Welt, die natürlich stärker betroffen sind. Zum Beispiel weil sie sich viel mehr der globalen Weltwirtschaft geöffnet haben, wie die UAE oder andere Länder. Und welche, die weniger betroffen sind. Es hängt von der Industrie ab, aber auch sicherlich von dem Land. DW-TV: Haben denn Familienunternehmen im arabischen Raum eine genauso große Bedeutung wie in Deutschland? Wenn man davon ausgeht, dass in Deutschland 95 Prozent der Unternehmen Familienunternehmen sind? Timm Tiller: Es gibt keine valide Zahl, die das jetzt bestätigen würde, was wir für Deutschland wissen. Wir wissen aber um die große Bedeutung, und ich denke, dass es einen ähnlichen Stellenwert arabischer Familienunternehmen in der Volkswirtschaft dort gibt. DW-TV: Vielen Dank, Timm Tiller, vom International Institutes for Family Enterprises! (Interview: Anja Heyde)

    • 23.10.09
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  • Mr. Biotech - mit winzigen Bakterien Umsatz in Mil

    Mr. Biotech - mit winzigen Bakterien Umsatz in MilLäuft geradeNeue Folge

    Seine Leidenschaft für die Biologie hat er zum Geschäft gemacht. 1996 verließ Holger Zinke die Universität und gründete BRAIN, sein eigenes Biotech-Unternehmen im hessischen Zwingenberg. Zinke macht mit seiner Firma Millionen Euro Umsatz. Die Chemieindustrie braucht sie, etwa für Waschmittel oder Kosmetik, Kunden wie BASF oder Henkel.Doch Zinke ist damit nicht nur Vorreiter seiner Branche. Er bekam auch den Deutschen Umweltpreis. Weil seine Bakterien helfen, die Prozesse der Chemieindustrie energiesparender durchzuführen. Doch ausruhen will sich Zinke darauf nicht. Er ist ein Macher, lässt die Firma ausbauen. Er will die hauseigenen Forschungsergebnisse selbst industriell nutzen. Und er will seine Begeisterung weitergeben - an den Nachwuchs in der Firma und an jeden, der nichts von Biotech versteht: gerade macht er einen Bildband. Grit Hofmann

    • 23.10.09
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  • Rostock – das Tor zur Ostsee

    Rostock – das Tor zur OstseeLäuft geradeNeue Folge

    Schon zu DDR-Zeiten war Rostock ein bedeutender Werftenstandort. Im alten Schiffbaukombinat arbeiteten 55.000 Menschen. Nach der Wende ¬- der Kahlschlag. Heute sind es nur noch einige Tausend. Und es überlebt nur, wer sich spezialisiert. So wie die traditionsreiche Neptun-Werft: dort bauen sie heute Fluss-Kreuzfahrtschiffe. Und dieser Markt boomt.Aber auch im ehemaligen Dieselmotorenwerk Rostock haben sich die Zeiten geändert. Früher ein Zulieferer vor allem für den Schiffbau, werden heute unter anderem Teile für Windkraftanlagen produziert. Denn längst hat sich in der windreichen Region an der Küste ein bedeutender Standort für diesen aussichtsreichen Industriezweig entwickelt. MIG-Reporter Christian Jaburg begleitet Mitarbeiter, die den Umbruch in der Region hautnah miterlebt haben.

    • 23.10.09
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  • Weltweit gefragt: Berufsfeuerwehr aus Deutschland

    Weltweit gefragt: Berufsfeuerwehr aus DeutschlandLäuft geradeNeue Folge

    In Deutschland arbeiten rund 1 Million Feuerwehrmänner und 60.000 Feuerwehrfrauen. Von ihnen müssen immer komplexere Brandszenarien gemeistert werden, wie in Industrieanlagen oder Recyclingbetrieben. Im kommunalen Bereich werden die Feuerwehren mit immer neuen Brennmaterialien konfrontiert.Die richtige Taktik und Vorgehensweise beim Löschen kann erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden abwenden. Die Berufsfeuerwehr aus Bonn schickt ihre Auszubildenden einmal im Jahr in die Niederlande zu der Firma Falck Risc. Hier werden auf einem Trainingsgelände verschiedene Feuerarten gelöscht. MiG-Reporter Karl Harenbrock war für uns dabei.

    • 23.10.09
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  • Bankensystem - zu groß für die Pleite?

    Bankensystem - zu groß für die Pleite?Läuft geradeNeue Folge

    Hypo Real Estate: Systemrelevant! Commerzbank: Systemrelevant! Ebenso wie die Citybank, der Versicherer AIG und etliche andere. „To Big to Fail“ - die immer größer und unübersichtlicher werdenden Finanzinstitute haben den Boden für die Krise bereitet, hieß es im Herbst 2008. Doch: Mit der Krise kamen weitere Fusionen, der Trend ist ungebrochen. Ist das der Freibrief, weiter zu machen wie bisheSchließlich kann jede große Bank damit rechnen, im Notfall mit Staatsgeldern gerettet zu werden. Nicht wenige Branchenexperten fordern eine "Entflechtung" des Bankensystems. Risikofaktor Großbank – wie bewerten Banker, Professoren und Bundesbank die Lage? Marion Hütter hat sich in Frankfurt umgehört.

    • 19.10.09
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  • Studiogast: Jörg Rocholl, Finanzmarktexperte ESMT

    Studiogast: Jörg Rocholl, Finanzmarktexperte ESMTLäuft geradeNeue Folge

    MADE IN GERMANY spricht mit Jörg Rocholl von der European School of Management and Technology über das Problem der Großbanken und die Diskussion um Bonuszahlungen.DW-TV: In Pittsburgh auf dem G20-Gipfel sollen die Spielregeln geändert werden, muss man da nicht einmal ganz, ganz dringend über die Gefahr von solchen Megabanken sprechen? Jörg Rocholl: Ja, das wird sicherlich ein ganz wichtiger Punkt der Beratung sein, denn diese Megabanken unter dem Stichwort "Too big to fail" können tatsächlich eine Bedrohung für das gesamte Finanzsystem darstellen. Weil sie immer davon ausgehen können, dass die Staaten sie hinterher retten, wenn sie tatsächlich in Gefahr geraten. Und das zeigt sich auch dadurch, das zum Beispiel die Finanzierungskosten für diese Banken geringer sind, als für andere Banken, weil Anleger wissen, das sie weniger Risiko eingehen, wenn sie dort investieren. DW-TV: Wäre das Kartellrecht ein Hebel an dem man ansetzen könnte, denn das große Fusionieren geht ja gerade weiter, die Banken werden immer größer? Jörg Rocholl: Das wäre sicherlich ein wichtiger Hebel. Allerdings wäre der natürlich vor allem für Einzelfälle wichtig und nicht für eine generelle Betrachtung von Großbanken. Dort gibt es dann andere Möglichkeiten, wie zum Beispiel ein generell höheres Eigenkapital oder ein höhere Anforderung an Eigenkapital für größere Banken, oder aber auch die Anforderung ein "Testament" für diese Banken zu schreiben, in dem Augenblick zu definieren, was passiert wenn die Banken Konkurs gehen oder vor dem Konkurs stehen. DW-TV: "Testament" heißt das in ihren Augen auch, man muss über das Risikomanagement sprechen, also wie reagiert man, wenn die Bank pleite geht? Jörg Rocholl: Genau, das ist wirklich ein ganz zentraler Teil des Risikomanagements, weil man damit verhindern kann, dass das Risiko, das von dieser Bank ausgeht sich zu stark auf die Realwirtschaft niederschlägt. Und daneben sind natürlich noch andere Dinge zu betrachten, wie zum Beispiel eine Frage danach, wie es sein konnte, das Wahrscheinlichkeiten die ausgerechnet wurden, so stark neben der Realität lagen. DW-TV: Und wer kontrolliert das denn am Ende? Jörg Rocholl: Das ist im Idealfall die Bankenaufsicht. Aber auch dort ist es wichtig eine qualitativ und quantitativ gutausgestattete Bankenaufsicht zu haben. DW-TV: Die Qualität der Kontrolle, ist die denn ausreichend? Jörg Rocholl: Sie ist im Moment sicherlich nicht ausreichend, wie wir das allein daran sehen, das es so viele Fälle von Konkursen oder Beinahe-Konkursen gab. Es muss einfach weiterhin dort investiert werden. DW-TV: Bonuszahlungen haben mittlerweile Ausmaße angenommen, die Otto-Normalverdiener gar nicht mehr nachvollziehen können. 1985 haben Banker allein an der Wall Street - und die gibt ja den Takt an für alle anderen in diesem Bereich- noch 1,9 Milliarden Dollar verdient. 2007 waren es dann 34 Milliarden - nur an der Wall Street! 2008 mit der Krise waren es immer noch über 18 Milliarden. Wenn man sich das einmal anschaut, ganz ehrlich muss das sein, dass ein Manager, wie vor zwei Jahren der Chef von Goldman Sachs zum Beispiel 67,9 Millionen US-Dollar an Boni zusätzlich zu seinem Gehalt bekommt? Jörg Rocholl: Das sind tatsächlich unvorstellbar große Zahlungen, die dort vorgenommen wurden. Und das ist, glaube ich, auch unstrittig jetzt und das wird auch von den Banken inzwischen zugestanden, das ein großer Teil der Krise von den Bonuszahlungen mit beeinträchtigt wurde oder zumindest noch weiter befeuert wurde. Allerdings sollte man jetzt auch sehr vorsichtig sein, die richtigen Schlussfolgerungen daraus zuziehen, also die Frage: wie man jetzt die Regulierung ansetzen kann. Es gibt gute Argumente wie zum Beispiel eine längere Haltedauer für Boni und auch die Frage, wie man Verluste gegen rechnen kann. Es gibt aber auch genauso gut Vorschläge, die sehr schwierig werden durchzusetzen. Die eventuell sogar ins Gegenteil verkehren können, wie zum Beispiel absolute Obergrenzen für bestimmte Gehaltsbestandteile, weil man zum Beispiel in den USA gesehen hat, dass das genau dazu führen kann, das andere Gehaltsbestandteile dann umso stärker steigen werden. DW-TV: Was wäre denn dann in Ihren Augen eine Möglichkeit dieses Anreizsystem so zu regulieren, das es nicht wieder aus dem Ruder läuft? Jörg Rocholl: Zwei zentrale Punkte sind zu nennen, wir zahlen die Boni erst nach vier oder fünf Jahren aus, wenn man gesehen hat, dass das Risiko, was eingegangen wurde sich nicht tatsächlich auch niedergeschlagen hat. Und ein anderer Teil ist auch zu sagen, das man das an absolute Performance-Maßstäbe, also Benchmarks vergleicht. Das heißt, um zusehen, ob es tatsächlich ein Unternehmen ist, das besser abgeschnitten hat, als andere Unternehmenswettbewerber. DW-TV: Am Ende liegt es immer noch in der Verantwortung der Beteiligten. Interview: Anja Heyde

    • 19.10.09
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  • Bonuszahlungen - Ein Investmentbanker packt aus

    Bonuszahlungen - Ein Investmentbanker packt ausLäuft geradeNeue Folge

    Millionen-Provisionen für Investmentbanker sind Gift für die Wirtschaft und haben die Wirtschaftskrise mit verursacht, meint der 36-jährige Geraint Anderson. Er war zwölf Jahre lang Investmentbanker in London und arbeitete sowohl für die Commerzbank als auch für die Dresdner Kleinwort.Kurz vor der Finanzkrise kündigte er seinen Job und schrieb ein Buch über seine Erfahrungen. Für ihn und seine Kollegen waren Bonuszahlungen, die weit höher lagen als das Fixgehalt, die Regel. Je riskanter die abgeschlossenen Geschäfte, desto höher der Bonus. Wie wollen die Banken in Zukunft mit den kritisierten Manager-Boni umgehen? Wird eine Regelung, auf die sich die Staats- und Regierungschefs in Pittsburgh einigen könnten, etwas am System ändern? Christian Pricelius und Sascha Quaiser berichten.

    • 19.10.09
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  • Die Weltmeister - Mülltonnen von ESE für Bagdad

    Die Weltmeister - Mülltonnen von ESE für BagdadLäuft geradeNeue Folge

    Massenware in Deutschland produzieren? Dass sich das durchaus lohnen kann, beweist die Firma Ese Industrie in Neuruppin. Der Mittelständler ist Weltmarktführer für Mülltonnen auf Rädern und beliefert nicht nur die europäischen Nachbarn sondern auch Kunden in Lateinamerika und Asien mit jährlich über zwei Millionen Müllbehältern. Zur Zeit wird ein Großauftrag aus Bagdad abgearbeitet.Das Erfolgsrezept der Neuruppiner ist eine Mischung aus drei Komponenten: Ein Produkt, das einiges aushält, die Fähigkeit, flexibel auf Kundenwünsche einzugehen und Kapazitäten, um in kurzer Zeit vollautomatisch hohe Stückzahlen herzustellen. Sonja Schock stellt den Weltmarktführer vor.

    • 19.10.09
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  • Nach der Wahl – Wie ist die Stimmung?

    Nach der Wahl – Wie ist die Stimmung?Läuft geradeNeue Folge

    „Anständige Löhne“, „Mehr Netto vom Brutto“, „Reichtum besteuern“, „Jobs, Jobs, Jobs“ – die Parteien zielten in diesem Wahlkampf auf die ökonomische Situation des Bürgers. Die Wirtschafts- und Finanzkrise ist noch nicht ausgestanden, die Folgekosten unabsehbar. Was bringt die neue Bundesregierung?Gibt es Steuererhöhungen? Mehr Investitionen in die Bildung? Wird die Kurzarbeit aufgehoben? Unsere Reporterin Mabel Gundlach hat eine Familie nach der Wahl getroffen und nach ihren Erwartungen gefragt.

    • 19.10.09
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  • Regionen im Wandel - Im Osten viel Neues: 1. Teil: Ludwigsfelde

    Regionen im Wandel - Im Osten viel Neues: 1. Teil: LudwigsfeldeLäuft geradeNeue Folge

    Der Übergang von der Plan- zur Markwirtschaft kostete viele Ostdeutsche ihren Job und Milliarden an Fördergeldern. ”Wirtschaftswüste Ostdeutschland” – das war der Tenor und ist noch immer ein weit verbreitetes Vorurteil. Nun haben sich zwischen Erzgebirge und Ostsee 20 Jahre nach dem Mauerfall durchaus einige ”blühende Landschaften” entwickelt.MADE IN GERMANY porträtiert die Regionen im Wandel. Unsere erste Reportage führt uns ins brandenburgische Ludwigsfelde. Zu DDR-Zeiten war die Stadt eine Hochburg für Automobil- und Luftfahrttechnik. Viel hat sich verändert, doch der Standort hat überlebt. Grit Hofmann taucht ein in das technikbegeisterte Ludwigsfelde. Sie trifft "Tüfftler und Schrauber" im Verein "Freunde der Industriegeschichte" und besucht die "neuen" Schwergewichte Mercedes Benz und MTU.

    • 19.10.09
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  • Studiogast Joachim Ragnitz, IFO Dresden

    Studiogast Joachim Ragnitz, IFO DresdenLäuft geradeNeue Folge

    MADE IN GERMANY spricht mit Joachim Ragnitz über die Stimmung in der Wirtschaft nach der Wahl und die Entwicklung in den neuen Bundesländern.DW-TV: Die FDP sagt: keine staatlichen Eingriffe, aber die Kanzlerin sagt: durchaus, wenn es wichtig ist, machen wir noch ein Konjunkturpaket. Wird die FDP sich dann sperren? Joachim Ragnitz: Ich denke, sie wird sich nicht sperren können. Also ich meine, einmal sind die Mehrheitsverhältnisse in dieser Koalition natürlich klar. Die CDU ist eben die stärkere Fraktion. Man muss auch sehen, wie es überhaupt weitergeht. Wir haben zwar derzeit einen Aufschwung, aber wir wissen nicht ganz genau, wie der weiter geht, was im nächsten Jahr dort passiert. DW-TV: Glauben sie denn, dass es ein Konjunkturpaket 3 geben könnte? Joachim Ragnitz: Also nach dem derzeitigen Stand rechne ich eigentlich nicht damit. Wir erwarten eigentlich im nächsten Jahr irgendwo ein Wachstum von ein einhalb Prozent. Das ist nicht viel, aber es ist eben nicht dieser massive Absturz, den wir in diesem Jahr gehabt haben. Darüber hinaus hat sich auch gezeigt, dass diese Konjunkturpakete, wie wir sie in der Vergangenheit gemacht haben, nicht so schrecklich viel bringen. Und angesichts dieser Staatsverschuldung, die man ja gleichzeitig auch irgendwie in den Griff kriegen will, wird man, glaube ich, nichts weiter machen. DW-TV: Gut, also: kein neues Konjunkturpaket. Aber – trotz der Staatsverschuldung: 1,6 Billionen Euro, so hoch wie noch nie in Deutschland – haben beide Parteien versprochen, es soll Steuersenkungen geben. Wie funktioniert das? Joachim Ragnitz: Es würde funktionieren, wenn man eben sagt, wir reduzieren die Ausgaben ganz massiv. Aber ich meine, ich will nicht wissen, was das dann hier in Deutschland los ist. Also da sehe ich, ehrlich gesagt, keine großen Spielräume. Das bedeutet aber im Umkehrschluss: für Steuersenkungen ist derzeit und wahrscheinlich auch in den nächsten zwei, drei Jahren noch kein Raum. DW-TV: Dann funktioniert ja beides nicht? Joachim Ragnitz: Wir sind da in einem Dilemma, ist völlig klar. Aber wir haben uns da ja selber mit hineinmanövriert mit diesen Entscheidungen, die wir in der Vergangenheit getroffen haben. Es läuft aber eigentlich darauf hinaus, dass man eine Politik macht, die mehr oder minder weit weg ist von dem, was man im Wahlkampf jetzt versprochen hat. DW-TV: Oder - wie Hans-Werner Sinn, der Präsident des ifo Instituts, gesagt hat – wir leben halt weiter auf Pump. Joachim Ragnitz: Eine Zeit lang wird das sicher so sein. Also ich meine, man kann sich nicht vorstellen, dass diese 100 Mrd. Defizit, die wir derzeit haben, von heute auf morgen eben reduziert werden, also das ist so oder so ausgeschlossen. Man kann auch sagen, in bestimmten Bereichen ist es ja sinnvoll, dass man sich verschuldet, beispielsweise bei längerfristigen Investitionen. So gesehen glaube ich schon, dass wir noch eine Weile mit hohen, also auch noch mit steigenden, Staatsschulden werden leben müssen. DW-TV: Am neunten November soll sich die neue Regierung unter Angela Merkel konstituieren. Wird dann alles anders im Osten? Joachim Ragnitz: Nun, da wir sich auch erst einmal nicht so viel ändern. Der Osten ist in beiden Teilen doch sehr rückständig gegenüber Westdeutschland. Das lässt sich eben nicht erzwingen, dass man da ganz schnell versucht, stärker zu forcieren, dass dieser Aufbau vorankommt. DW-TV: Herr Ragnitz, warum ist das so: da sind schon 1,9 Billionen an Sozial- und Aufbauleistungen hineingeflossen. Und trotzdem ist der Osten noch so rückständig. Joachim Ragnitz: Nun, es ist sehr viel Geld reingeflossen, das stimmt schon. Für die reinen Investitionen, für die reinen Aufbauleistungen sind es natürlich nicht diese große Summe, die sie da nennen, sondern deutlich weniger. Man muss quasi die ganze Wirtschaft neu aufbauen. Und das dauert dann sehr lange, bis dann auch tatsächlich eine hinreichende Dynamik in Gang kommt, auch das Bruttoinlandsprodukt der Einwohner sich dann eben an westdeutsche Werte annähern kann. Leider Gottes ist es allerdings so, dass da in Teilbereichen auch quasi falsche Weichenstellungen getroffen worden sind. Man hat sehr viele sogenannte verlängerte Werkbänke in Ostdeutschland, so dass die Forschung häufig fehlt. Man hat teilweise dort Infrastrukturen gebaut, die man eigentlich nicht mehr braucht, wenn die Bevölkerung so stark zurückgeht. So gesehen muss man das sicherlich noch schauen, wie man da neu justieren kann. DW-TV: Also erstmal mit der Gießkanne rangegangen, statt gezielt zu gucken. Was wäre denn eine Möglichkeit gewesen, den Osten – auch in den letzten zwanzig Jahren – ganz anders zu etablieren? Joachim Ragnitz: Nun, jetzt über Fehler der Vergangenheit zu reden, bringt ja nichts mehr, wir müssen ja in die Zukunft schauen. Das ist da, glaube ich, schon wichtig. Das ist wohl so, dass man jetzt schauen muss: wie können wir Forschung und Entwicklung in Ostdeutschland stärken, man muss schauen: wie können wir die Bildungssysteme in Ostdeutschland stärken, um auf diese Art und Wese zu erreichen, dass hinreichend viele qualifizierte Menschen da sind und man muss dafür sorgen, dass eben weitere Ansiedlungen nach Ostdeutschland kommen. Das ist auch ein wichtiger Punkt, der leicht vernachlässigt wird. Das wird alles nicht einfach, aber wir hoffen halt alle, dass es zumindest in den meisten Regionen gelingt, bis 2019 dann deutlich stärker an westdeutsche Verhältnisse ranzukommen. DW-TV: Umgekehrt: Was hat man denn eigentlich alles richtig gemacht in den letzten Jahren? Denn Brandenburg zum Beispiel, Ludwigsfelde, ist eine Region, die funktioniert, die prosperiert. Was hat man da richtig gemacht und an anderen Stellen nicht? Joachim Ragnitz: Sie können das nicht unbedingt auf die Politik schieben, weil Ludwigsfelde liegt ja in der Nähe von Berlin und die Ausstrahlkraft von Berlin, die hat dazu beigetragen, dass es in Ludwigsfelde – wie im gesamten Speckgürtel um Berlin – vergleichsweise gut geht. So ähnlich ist das auch in den großen Ballungszentren in Sachsen. Das Umland von Dresden, Leipzig und Chemnitz steht vergleichsweise gut da, aber sobald sie da in die Peripherie kommen, ist es da auch vergleichsweise schwach. Also es bedeutet: wichtig sind die Standortbedingungen ,die man da hat und dazu gehört eben vor allem auch das Vorhandensein von größeren Agglomerationen. Nur die können sie nicht nach Ostdeutschland pflanzen. So gesehen muss man damit rechnen, dass man in den ländlich geprägten Regionen auch auf lange Sicht zumindest deutlich hinter westdeutschen Durchschnittswerten zurückliegt. Aber das ist im Emsland oder in der Südpfalz ja auch nicht anders. Interview: Anja Heyde

    • 19.10.09
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  • Profilerin - Führungskräfte im Feinsieb

    Profilerin - Führungskräfte im FeinsiebLäuft geradeNeue Folge

    35 Prozent aller Besetzungen von DAX-Vorstandsposten scheitern in den ersten 18 Monaten. Laut Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung wechseln die Vorstände in Europa heute doppelt so schnell wie in den USA - und in Deutschland zweimal so schnell wie im Rest Europas. Das ist die Lücke, in die ein wachsendes Gewerbe stößt. Die Profiler.Sie haben in Deutschland viel zu tun. Denn sie sollen verhindern, dass die Kosten für die Unternehmen weiterhin in die Milliarden gehen, wenn wichtige Managerposten fehlbesetzt werden. Anders als Headhunter sorgen die Profiler für die Passgenauigkeit – sie schauen hinter die "polierten Fassaden" von Referenzschreiben, Zeugnissen. Mehrere "heiße" Kandidaten werden mit psycho- und graphologischen Methoden durchleuchtet – soweit es die Datenrechtslage zulässt. Sozialkompetenz, Motivationsfähigkeit der Mitarbeiter, Verhältnis zwischen Schein und Sein – solche Fragen sind zu klären. In Schweden nutzen bereits 70 Prozent der großen Unternehmen ihre Dienste, in den USA 80 Prozent. Holger Trzeczak zeigt das Verfahren am Beispiel eines deutschen Großhandelsriesen.

    • 19.10.09
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  • Mercedes in der Puszta

    Mercedes in der PusztaLäuft geradeNeue Folge

    Ungarn befindet sich in der Krise. Überall im Land entlassen die großen Konzerne Menschen. Wird die Industrie ihre Produktion vielleicht ganz aus Ungarn abziehen, dorthin wo es noch billiger ist? Das, was im Städtchen Kecskemét vor sich geht, scheint diese Sorge zu widerlegen. Hier herrscht Aufbruchstimmung, denn vor den Toren der Stadt entsteht das erste Daimler-Werk in Osteuropa.800 Millionen Euro investiert der deutsche Konzern. Dies ist die größte ausländische Investition in Ungarn seit der Wende. Ab 2012 sollen in Kecskemét jedes Jahr 100.000 Autos der neuen A- und B-Klasse produziert werden. Und schon jetzt weckt die Zukunft große Hoffnungen, bei einigen aber auch Skepsis und Ängste. Made in Germany hat sich in Kecskemét umgesehen, ein Jahr nach der Entscheidung von Daimler für den Ort, der auch als Tor zur Puszta bekannt ist. Michael Wetzel.

    • 19.10.09
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  • FDP an der Macht – was sagt die Wirtschaft?

    FDP an der Macht – was sagt die Wirtschaft?Läuft geradeNeue Folge

    Deutschland hat gewählt und die neue Regierung wird, das scheint sicher, eine Koalition aus CDU/CSU und FDP. Viele Unternehmer freut´s.Die Liberalen haben Programmpunkte, die bei den Arbeitgebern ankommen: den Mittelstand stärken, die Neuverschuldung eingrenzen und dennoch Steuern senken. Wie marktradikal kann die FDP in der Koalition agieren? Miltiades Arsenopoulos hat sich bei Brachenvertretern in der Wirtschaft umgehört.

    • 19.10.09
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  • Konsum: Kinder im Fokus der Werbung

    Konsum: Kinder im Fokus der WerbungLäuft geradeNeue Folge

    Auch Kinder sind Konsumenten. Heutzutage werden schon Dreijährige von der Werbung als Zielgruppe ausgemacht. Experten schätzen die jährlichen Gesamtausgaben der 6- bis 19 jährigen auf über 20 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 10 Prozent weniger, ein bisschen spüren auch sie die Krise. Vieles von ihrem Taschengeld fließt in den Konsum von Süßigkeiten, Comics, Kleidung.Das Münchner Marktforschungsinstitut "iconKids&youth" hat sich darauf spezialisiert, den Markt der Jugendlichen im Auftrag der Industrie zu analysieren. Regelmäßig werden neue Produkte und Verpackungen an Jugendlichen getestet. Unser Reporter Henry Hasberg ist bei einem dieser Tests dabei, spürt den Wünschen der Jugendlichen aber auch in Einkaufszonen nach: In Berlin begleitet er drei Teenager, die mal wieder in Konsumlaune sind.

    • 19.10.09
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  • Bitterfeld - grün, lebenswert, erfolgreich

    Bitterfeld - grün, lebenswert, erfolgreichLäuft geradeNeue Folge

    Bitterfeld war bis zur Wiedervereinigung der giftigste Ort Deutschlands. Die Chemieindustrie verätzte und verdreckte die Stadt. Die DDR-Bürger reimten damals: "Bitterfeld, Bitterfeld, wo der Dreck vom Himmel fällt." 20 Jahre später ist der Dreck weg, die Luft sauber und viele neue Arbeitsplätze wurden geschaffen.Auch im komplett entgifteten Chemiepark arbeiten wieder über 11.000 Menschen, 360 Firmen haben sich hier angesiedelt. MIG-Reporter Joachim Eggers begleitet den Geschäftsführer des Chemieparks, Matthias Gabriel. Der zeigt ihm das neue Bitterfeld, kennt aber auch die Stadt zu DDR-Zeiten. Gabriel kann sich noch gut daran erinnern, wie er sich vor der Wende mal auf eine Bank gesetzt hat. Danach, sagt er, hätte er seine Hose wegwerfen können, weil ihm die niedergeregneten chemischen Schadstoffe Löcher in den Stoff gefressen hatten.

    • 19.10.09
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Über diese Folge

Die deutschen Verlage verkaufen von Jahr zu Jahr weniger Tageszeitungen und Zeitschriften. In den letzten 10 Jahren sind die Auflagen der Blätter von insgesamt 29 Millionen Exemplaren auf 23 Millionen zurück gegangen.Das bedeutet

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