PeterLicht - ein Künstler, dessen Gesicht die Öffentlichkeit noch nie zu Gesicht bekam, ist erfolgreich wie eh und je.
01.09.08
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Über diese Sendung
PeterLicht, bisher eher als Ironiker denn als Melancholiker bekannt, gibt seinem vierten Album „Melancholie und Gesellschaft“ nun einen durchaus freundlichen Dreh: Fortan darf man sich den Melancholiker als glücklichen Menschen vorstellen.
Auf dem neuen Album meldet sich der Mensch hinter PeterLicht stärker als bisher zu Wort. Der da bisher so leichtfüßig tänzelte, scheint sich jetzt auf einen der Steine am Wegesrand gesetzt zu haben, um durchzuatmen und eine Art persönliches Zwischenresümee zu ziehen. Ein freundlicher Melancholiker gewinnt an Konturen, ernsthafter und sehnsüchtiger als zuvor. Stimmungen des Abschieds durchziehen die zehn Lieder. So manches ist abhanden gekommen, es werden Koffer gepackt, Beziehungen beendet, die eigenen Wände sind einem fremd geworden. Manches mag verschwunden und der Sommer vorbei sein – aber, und das singt PeterLicht auf diesem zugleich schwermütigen und weltbejahenden Album so emphatisch wie derzeit kein zweiter: „Der Traum geht weiter“. Vieles ist abhanden gekommen, aber nichts ist verloren. Wir träumen von der Freiheit jenseits der Freiheit. Man muss sich den Melancholiker als glücklichen Menschen vorstellen.