Über dieses Video
Donald Davidson versucht die Frage "Was kann ich wissen" neu zu beantworten und er bezieht dabei das Wissen über meine eigenen Überzeugungen, das Wissen über die Außenwelt und das Wissen über die Überzeugungen der anderen wechselseitig aufeinander.
Kommentare (2)
weil ich gerade den folgenden Text in der Hand halte und er hierher passt:
Jan Slaby schreibt über Donald Davidson (in Gefühl und Weltbezug): "Schon für Davidsons Konzeption des Mentalen ist zentral, dass sich sinnvoll nur dort von mentalen Zuständen sprechen lässt, wo sich das Handlungsvermögen von vornherein mitthematisiert wird - nur ein handelndes Wesen hat mentale Zustände."
Slaby kontrastiert auch explizit Davidson Konzept von jeder cartesischen Sichtweise, für die das Attribut "Zuschauerperspektive" sicher angemessener ist als für Donald Davidson.
Grüße Jörn Budesheim
schön, dass Sie einen solchen Podcast eingerichtet haben. Gefällt mir gut.
Zu der Situation der Triangulation möchte ich eine Bemerkung machen. In einem Aufsatz gibt Davidson ein Triangulationsbeispiel, bei dem es um eine Maus geht. Er schreibt: „Angenommen, der Sprecher erblickt eine geschickt angefertigte mechanische Maus und äußert sein »Ratón«. Da muß der Interpret entscheiden, ob die Worte und der Begriff des Sprechers mechanische Mäuse mitumfassen oder ob es sich um einen Fehler seitens des Sprechers handelt. Eine solche Entscheidung zu treffen, übersteigt keineswegs die Fähigkeiten des Interpreten. So kann er z. B. dem Sprecher den Mechanismus vorführen und auf die Reaktion achtgeben.“
Ich finde das zeigt ganz gut, dass es sich bei der Triangulation um einen Prozess handelt und keineswegs um eine statische Situation. Ich will damit sagen, dass ihre (Gegen-)Beispiele von Davidson durchaus berücksichtigt sind. Die Interpretation ist stets im Fluss und nimmt selbstverständlich auch Handlungen der Akteure mit in den Blick.
Liebe Grüße
Jörn Budesheim