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Philipp Schindler, Nord- und Zentraleuropachef von Google, sieht sich als Freund der Verleger - nicht als Feind. "Man muss verstehen, dass an allererster Stelle der Konsument sich entschieden hat, einen Großteil seiner Inhalte aus der digitalen Welt zu ziehen und nicht wir diejenigen sind, die dieses Problem ausgelöst haben", sagt Schindler im Interview mit dem Branchenfernsehen turi2.tv. Eine Konkurrenz zu Verlagen, zum Beispiel bei der Vermarktungskooperation für lokale Kleinazeigen mit Telegate sieht er nicht und verweist auf das Google-AdSense-Programm, von dem auch klassische Medienhäsuer proftieren: "Wir kooperieren ja faktisch mit allen großen Verlagshäusern in Deutschland". Google sieht sich hierbei als Technlogiepartner, und legt besonderen Wert darauf, die partnerschaftliche Zusammmenarbeit, "gewinnbringend für beide Parteien zu gestalten". Doch auch der Gigant fürchtet innovative Zwerge, die ihm gefährlich werden könnten. "Der Zugang zu Informationen - ein bisschen auch durch uns angetrieben - ist in einem hohen Maße demokratisiert worden. Menschen können sich an den unterschiedlichsten Orten der Welt hinsetzen und faszinierende Dinge programmieren", sagt Schindler im Hinblick auf YouTube und Twitter. YouTube hat Google inzwischen gekauft und auch "Twitter ist ein faszinierendes Modell". Zu einer möglichen Übernahme von Twitter durch Google kommt das übliche "No Comment". Zu Twitters Plänen, auch Tweets zu durchsuchen, räumt Schindler aber ein: "Wenn sich jemand in den Bereich der Suche und der Aufbereitung solcher Informationen gibt, dann ist da natürlich etwas, was wir sehr genau beobachten und beobachten müssen." Ein konsequentes Nein klingt anders.
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