Magazin 11/08 mag4musicians news & infos
Ooommmmm, das war eine kleine Einstimmung auf die Beiträge zu Saiteninstrumenten dieser Ausgabe. Der bekannte indische Sitar-Virtuose und Akademiker Sanjoy Bandopadhyay spielt die Raga 'Puriya Kalyan' in einer seltenen Variation.
Die gesamte fast 17 minütige Aufführung erreicht ihr über unsere Links in der Beschreibung zum Video dieser Ausgabe.
http://video.google.com/videoplay?docid=-1256536048111479593&hl=en Neben der klassischen Spielweise einer Sitar gibt es auch Sitarspieler wie Niladri Kumar, der seine mit Pickup ausgestattete Sitar schon fast rockmäßig und fast ohne den typischen Sitarsound spielt, und das teils mit einer beieindruckenden Geschwindigkeit.
http://www.youtube.com/watch?v=_d6XthRCBB8 Für Gitarristen, die gern mit dem Klang einer Sitar spielen möchten, denen aber das Instument für die Bühne zu unhandlich oder zu empfindlich ist, gibt es Sitar-Gitarren. Das Grundmodell wurde ursprünglich vom Sessionmusiker Vinnie Bell im Jahr 1967 entwickelt und dann von Danelectro unter dem Namen 'Coral Sitar' produziert. Zu hören war sie in etlichen Songs der Hippie-Zeit wie "Cry Like a Baby" von den Boxtops, "Monterrey" von Eric Burdon and the Animals, "Green Tamborine" von den Lemon Pipers, sowie "She's A Heartbreaker" von Gene Pitney. Später wurde sie von Jerry Jones mit einigen Verbesserungen wieder aufgelegt, und auch andere Hersteller wie 'Rogue' oder 'Agile' bieten aktuell preiswertere Ausführungen an.
In unserem Videotipp gibt Rob Mastrianni von Next Tribe eine kleine klangliche Kostprobe des Instrumentes
http://www.youtube.com/watch?v=Jsxtnxwdstw Ein Vorteil der Sitar Guitar ist, dass sie das Spielgefühl einer normalen 6-saitigen Gitarre mit dem typischen Sitar Sound verbindet. Das charakteristische Schnarren einer Sitar entsteht über einen als Brücke eingesetzten leicht konischen Block. Zusätzliche 13 Resonanz- oder Harfensaiten unterstützen dieses Sound-Flair, bringen aber als mitschwingende Resonanzsaiten nicht das Volumen der vergleichbaren Saiten einer Sitar.
Und einen Nachteil haben die bisher genannten Sitar-Gitarren. Da die Brücke aus einem soliden Stück gefertigt ist, fehlen die
Reiter zur Feinjustierung je Saite, was natürlich durchaus Probleme mit der korrekten Intonation bereitet. Der deutsche Gitarrenbauer Günter Eyb hat jedoch eine spezielle Eyb Sitar Bridge entwickelt, die entsprechend sechsgeteilt ist, so dass jede einzelne Saite wie bei E-Gitarren üblich separat justiert werden kann. Sie lässt sich praktisch auf fast jede E-Gitarre montieren und ist sogar in angepassten Ausführungen zur Umrüstung für Strat-, Tele- und Les-Paul-artigen Gitarren erhältlich.
http://www.eyb-guitars.de/Eyb-English/Sitarbridge.html Für E-Gitarren braucht man natürlich einen geeigneten Verstärker. Bei Justin Sandecoe, der übrigens auch in der Begleitband von Katie Melua gespielt hat, fanden wir zwei interessante und aktuelle Videotipps zum Thema Gitarrenamps. Das ist eine aufschlussreiche Einführung zum Verständnis der grundlegenden Eigenschaften und zur Einstellung der Bedienelemente für bestimmte Sounds.
http://www.youtube.com/watch?v=_vxCkRxCXO0 http://www.youtube.com/watch?v=75uv4Ts2u-o http://www.justinguitar.com Vintagesynth dieser Ausgabe ist der Ensonq ESQ-1 aus dem Jahr 1986, ein Hybrid-Synthesizer mit digitalen Wellenformen und analoger Filterung. Sein Nachfolger, der SQ-80 unterschied sich vornehmlich durch die erhöhte Zahl an Wellenformen (75 statt 32), polyphonen Aftertouch und eingebautes Diskettenlaufwerk. Wir fanden zum ESQ-1 einen spannenden Video-Tipp, der zeigt, wie man dem ESQ-1 sogar Drumbeats auf recht einfache Weise entlocken kann. Doch zuerst ein paar Klangbeispiele.
Im Video beschreibt William H. weiter wie man die LFO einsetzt, um Drumbeats beispielsweie mit Kick, Snare und HiHat zu erzeugen.
http://insidesynthesis.blogspot.com/ Ein anderes Video von Wiliam H zeigt einige Drumbeats zusammen mit anderen Klängen, was dank der achtfachen Multitimbralität des ESQ-1 möglich ist.
http://www.youtube.com/watch?v=81YZ35leZ5c Über die Website von William H. sind zwei SysEx-Dateien mit Single-Porgrammen als Beispiele der gezeigten Patches erreichbar.
Wir haben testweise eine SysEx-Datei in die Emulation des SQ-80, dem SQ8L VSTi von Siegfried Kullmann eingeladen und es funktioniert, nur mit dem VSTi leider nicht multitimbral. Doch immerhin kann man mit der Vorlage selbst leicht weiter experimentieren, zumal das VSTi derzeit noch in Beta Version als freier Download verfügbar ist.
http://www.buchty.net/ensoniq/ Viel Spaß
HG Fortune
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