Wer denkt, „Die Auferstehung, Teil 2“ wäre eine Episode geworden, in der eine Weltraumschlacht im Vordergrund steht, irrt. Dazu wissen BSG-Erfinder Ronald D. Moore und Stammregisseur Michael Rymer zu gut, wie die Serie funktioniert. Die Kampfszenen, die man nur aus weiter Ferne sieht, sind eindruckvoll, aber trotzdem sonderbar zurückhaltend inszeniert. Die Serie hat in der Mitte der zweiten Staffel eine Evolutionsstufe erreicht, auf der es nicht mehr nötig ist, Spannung durch vordergründige Action zu generieren. Im Mittelpunkt der Serie stehen die Menschen, ihre Beziehungen und Spannungen zwischen einander. Neben der Fortführung der Konflikte aus den vorangehenden beiden Episoden wird in dieser Folge der Charakter von William Adamas Sohn Lee näher beleuchtet. Der Zuschauer entdeckt hier einen neuen, bisher unbekannten Zug an ihm. Die ganze Situation und die jüngsten Degradierungen an Bord der Pegasus sind nicht spurlos an Lee Adama vorüber gegangen. Wie schwerelos treibt Lee Adamas mit zufriedenem Gesichtsausdruck am Anfang der Folge auf dem Wasser, ein geniales Bild, das sich im Laufe der Zeit wandelt, in den Weltraum verlagert, nur, um am Ende wieder am Ausgangspunkt anzukommen.