http://thecaravan.org/node/1209 Die systematische Fremdbestimmung, Demütigung und Zermürbung in Lagern à la Bramsche-Hesepe verlängert die an den Außengrenzen der EU tagtäglich praktizierte Barbarei. Denn auch dort geht es im Kern um Abschottung, willkommen sind lediglich temporäre Arbeitskräfte - etwa ErntehelferInnen - sowie ein gewisser Bodensatz papierloser ArbeitsmigrantInnen.
Vor diesem Hintergrund dürfte verständlich werden, weshalb die in Bramsche immer wieder hochkochenden Proteste seitens der BewohnerInnen nicht nur auf eine Verbesserung der Situation im Lager zielt, so bedeutsam selbst kleinste Änderungen sein mögen. Der Kampf gegen Lager ist vielmehr ein Kampf für
Bleiberecht. Zweierlei steckt hinter der Forderung:
Einerseits das Wissen - auf Seiten der Flüchtlinge eingebettet in persönliche Erfahrungen, dass Flucht und Migration untrennbar mit globalen Gewalt-, Ausbeutungs- und Abhängigkeitsverhältnissen verflochten sind. Die Karawane der Flüchtlinge und MigrantInnen hat deswegen ihre Tour unter das Motto gestellt: Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört! Andererseits die Maxime, wonach alle Menschen gleich sind und deswegen das Recht auf gleiche Rechte einen unhintergehbaren Ausgangspunkt jeder auf globale Gerechtigkeit abstellenden Politik sein sollte.
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