Wie es ist, wenn einem "Leserreporter" die ganze Zeit hinterherrennen, durfte Kai Diekmann, Chefredakteur der "Bild"-Zeitung, auf der Online-Marketing-Düsseldorf erfahren. Er war aber trotzdem so freundlich, die Pläne seiner Zeitung zu verteidigen.
defonktam 18. September 2008 02:07| Du hast diesen Kommentar gemeldet.
Die wirklich wichtige Frage wurde ja gar nicht gestellt: inwiefern das Experiment, das ihr da mit ihm veranstaltet habt - diese perfide Invasion der Privatsphaere - nicht einfach ein unzumutbares Verhalten waere. Noch dazu tatkraeftig unterstuetzt von einer grossen Zeitung, die Praemien verteilt an alle, die irgendwelchen "nutzbaren" Content veroeffentlicht sehen.
Im Detail: wenn er davon spricht, user-generated content stuende in einer Linie mit der Entwicklung von Schwarzweiss- zu Farb- zu Digitalphotographie, dann laesst er bequemerweise den Kernpunkt Deiner Frage aus. Kennedy's Attentat ist natuerlich ein starkes Beispiel fuer die Fruehform des Augenzeugenberichtes. Eine ganz andere Frage ist der des Citizen Journalism - also des aktiven Suchens nach "Content". Grundsaetzlich ist dies eine sehr positive Entwicklung. Ich lese gute Blogs, Vlogs und dergleichen - BildBlog ist ein ganz ausserordentliches Beispiel dafuer! Aber: diese Entwicklung kann bei Ignoranz gewisser ethischer Grundsaetze - dem Recht auf Privatsphaere - auch schlechte Konsequenzen haben.
Mal ganz abgesehen davon, dass es auch sehr interessant gewesen waere, Herrn Diekmann naeher ueber die kommerziellen Implikationen dieses Joint Ventures zu befragen: wieviel wird Bild denn daran verdienen, ihre Leser mit den Kameras auszustatten?
Viel zu weich, dies Interview. Enttaeuschend. Ich dachte ihr waeret hartnaeckiger als das.
Kommentare (1)
Im Detail: wenn er davon spricht, user-generated content stuende in einer Linie mit der Entwicklung von Schwarzweiss- zu Farb- zu Digitalphotographie, dann laesst er bequemerweise den Kernpunkt Deiner Frage aus. Kennedy's Attentat ist natuerlich ein starkes Beispiel fuer die Fruehform des Augenzeugenberichtes. Eine ganz andere Frage ist der des Citizen Journalism - also des aktiven Suchens nach "Content". Grundsaetzlich ist dies eine sehr positive Entwicklung. Ich lese gute Blogs, Vlogs und dergleichen - BildBlog ist ein ganz ausserordentliches Beispiel dafuer! Aber: diese Entwicklung kann bei Ignoranz gewisser ethischer Grundsaetze - dem Recht auf Privatsphaere - auch schlechte Konsequenzen haben.
Mal ganz abgesehen davon, dass es auch sehr interessant gewesen waere, Herrn Diekmann naeher ueber die kommerziellen Implikationen dieses Joint Ventures zu befragen: wieviel wird Bild denn daran verdienen, ihre Leser mit den Kameras auszustatten?
Viel zu weich, dies Interview. Enttaeuschend. Ich dachte ihr waeret hartnaeckiger als das.