(Standort Bootshaus, Leinpfad 1)
Leinpfad
Auf die Römerzeit zurückgehend ist der Fahrradweg auf der linken Rheinseite einer der ältesten Verkehrswege, rund 2000 Jahre alt. Unterhalb von Brohl bildete der Rhein die Grenze des Imperiums, trotzdem nutzten die Römer den Rhein als Wasserstraße. Wegen der starken Strömung mußten die Schiffe rheinauf mittels starker Leinen von Land aus gezogen (getreidelt) werden. Auf der römischen Rheinseite wurde deshalb für Zugtiere oder Treidelknechte (sklaven) unmittelbar parallel zum Ufer ein Weg angelegt, der sog. ‚Leinpfad’.
Die Treideltechnik wurde während des gesamten Mittelalters beibehalten, erst im 19. Jh. durch Dampfschiffahrt ersetzt.
Text:Karl Friedrich Amendt